Römermuseum Xanten

Mit Sonderausstellung 'Marcus Caelius' zur Varusschlacht (9 n. Chr.)

11. Juni 2009

Römermuseum Xanten
Römermuseum Xanten

 

Das neue Römermuseum im Archäologischen Park Xanten, (Eröffnung 15. August 2008) wurde genau an der Stelle errichtet, wo sich einst die römischen Thermen befanden. Um 12 v. Chr. kamen die ersten römischen Truppen nach Xanten und errichteten dort das Legionslager 'Vetera', wohin sich 9 n. Chr. die letzten Überlebenden der Varusschlacht flüchteten.

 

Um 70 n. Chr. wurde das Legionslager Vetera nach dem Aufstand der Bataver aufgegeben und auf einer Anhöhe neu errichtet. Allerdings haben mittelalterliche Rheinverlagerungen die Überreste des Lagers zerstört und die Landschaft zur heutigen 'Bislicher Insel' umgeformt. Am ehemaligen Standort entstand ca. 30 Jahre später die römische Stadt 'Colonia Ulpia Traiana' kurz CUT genannt -(benannt nach dem röm. Kaiser Marcus Ulpius Traianus / 98 - 117 n. Chr.),  - in der bis 275 n. Chr. mehr als 10.000 Menschen (Römer und römerfreundliche Germanen) lebten. Dann wurde sie von den Franken überrannt und existierte unter deren Herrschaft noch bis 476 n. Chr. unter dem Namen Tricensimae.

 

 

 

Schrifttafel im Museum
Schrifttafel im Museum

 

 

 

 

Thermenanbau im modernen Stil aus Stahl und Glas, aber von der Anordnung her noch so wie sie einst waren. Darunter befinden sich die Ausgrabungen der Thermenfundamente, die Thermen selbst wurden im Laufe der Jahrhunderte bis zu den Unterböden komplett geplündert. Wahrscheinlich benutzten die mittelalterlichen Bewohner von Xanten die Steine, Fliesen und Marmorverkleidungen für den Bau ihrer eigenen Häuser.

 

 


Modell im Museum
Modell im Museum

 

So sahen sie zu römischer Zeit aus - Modell der Thermen in 'Colonia Ulpia Traiana'

 

 


 Innenraum der Thermen heute

 

Über zalhlreiche Gänge sind die Ausgrabungen der Überreste zu besichtigen

                              (mehr dazu weiter unten)

 

 

 

Wandprojektion im Römermuseum Xanten

 

 

 

Halle im Untergeschoss mit Blick nach oben. Der Museumsrundgang schlängelt sich über mehrere Etagen in fast schwindelnde Höhe und führt so durch das Leben der alten Germanen und Römer. Verzierungen an Bauten so wie das oben sichtbare Kapitell eines Eckpfeilers waren nicht weiß und grau, wie wir uns das heute durch die farblosen Überreste vorstellen, sondern wohl meist bunt bemalt!

 

 


 

 

 

 

Museumshalle im Erdgeschoss

 

 

Kaiser Augustus - Büste im Museum
Kaiser Augustus - Büste im Museum

Augustus (63 v. Chr. - 14. n. Chr.)

 

Augustus' richtiger Name war Octavian und er  gilt heute als der erste römische Kaiser, obwohl er das eigentlich nicht war. Vielmehr war er 'erster Bürger' ( Princeps) eine frühe Art von Präsident, in einer Zeit, als die Römer keine Monarchie wollten, sondern Rom noch Republik war. Schon sein Großonkel und späterer Adoptivvater Gaius Iulius Caesar (100 - 44 v. Chr.) war an diesem Bestreben die alleinige Macht zu erlangen, gescheitert und wurde ermordet.

Octavians Aufstieg beginnt 44 v. Chr. im Triumvirat mit Marcus Antonius und Lepidus. 36 v. Chr. entmachtet er Lepidus und 31 v. Chr. besiegt er Marcus Antonius in der Seeschlacht bei Actium. Von nun an ist Octavian Alleinherrscher über das westliche und östliche römische Reich. Ab 27 v. Chr. trägt er den Ehrennamen 'Augustus', was soviel wie 'Der Erhabene' heißt. Er selbst schmückte sich schließlich mit dem Titel 'Imperator' der erfolgreichen Feldherren verliehen wurde und nannte sich fortan 'Imperator Caesar Augustus'. Ein Kaiser im heute gebräuchlichen Sinn war er aber nicht und deshalb ist die Bezeichnung 'Kaiser' missverständlich,bzw. eigentlich falsch.

Die Römer sahen es als einen vorrübergehenden Zustand an und gaben sich weiter der Illusion hin, bald wieder selbstbestimmte Republik zu sein, nichtsahnend, dass diesem Augustus noch viele weitere Machthaber, von genialen Herrschern bis hin zu geistig umnachteten Tyrannen folgen würden...

Zitat aus 'Die Varusschlacht' von Christian Pantle:

'Wenn uns heute nach einigen Jahrzehnten Demokratie unsere Rechte und Freiheiten als etwas Selbstverständliches erscheinen, sollte uns das Ende der jahrhundertealten römischen Republik ein mahnendes Beispiel sein.'

(Anmerkung: Obwohl die römische Republik nicht mit einer Demokratie verwechselt werden darf - dort regierte der Senat, zumeist alles Mitglieder aus adligen Familien. Das Volk hatte auch da nicht viel zu sagen...)

Augustus war zunächst beim römischen Volk auch sehr beliebt, denn innerhalb seines Reiches herrschte Frieden. Der normale Bürger ahnte aber nicht, dass er an den Grenzen immer neue Kriege anzettelte und sich schließlich 'verzettelte'. 

Er galt als 'milder' Herrscher, wurde er doch erst im hohen Alter und zum Ende seiner Herrschaft mehr und mehr zum Despoten. Trotzdem blieb er der Geschichte als einer der bekanntesten und beliebtesten römischen 'Kaiser' in Erinnerung. Denn ausgerechnet in seine Regierungszeit fiel die Geburt Christi, sowie die 'Varusschlacht' (9 n. Chr.) und ohne diese beiden Ereignisse, wäre die gesamte Weltgeschichte der letzten 2000 Jahre wohl völlig anders verlaufen...

 

 

 

Antike Fußabdrücke
Antike Fußabdrücke

 

In Schlamm konservierte, 2000 Jahre alte Spuren von menschlichen Füßen, Tierhufen und Wagenrädern. Dieser Abguß befindet sich unter trittfestem Glas, so dass man selbst darüber gehen kann, was aber ein seltsames Gefühl ist, da man ständig denkt, man tritt daneben oder fällt hinein...;-)

Als wir später wieder draußen waren, sah man im Boden (es war ein regnerischer Tag) die Spuren der Museumsbesucher und meine neunjährige Tochter meinte: 'Vielleicht graben die unsere Spuren später auch mal aus?'

 

 


Überreste antiker Schuhe
Überreste antiker Schuhe

 

Wer hat diese Schuhe getragen...

 

 

Römersandale
Römersandale

 

 

Nachgestellte Kleidung römischer Bürger
Nachgestellte Kleidung römischer Bürger

 

Aus vielen kleinen Scherben wieder zusammengesetzt; Tonkrüge und Amphoren, die zur Aufbewahrung von Wein, Öl und Saucen benutzt wurden (Zum Teil Nachbildungen)

 

 

Antike Amphore
Antike Amphore
Antike Krüge
Antike Krüge

 

Diese Öllämpchen wurden nicht etwa vom 'Zahn der Zeit' zerbrochen, sondern waren tatsächlich Töpfereischutt, der durch fehlerhaftes Brennen entstand

 

 

Fassadenschmuck
Fassadenschmuck
Rekonstruktion eines Weihealtars
Rekonstruktion eines Weihealtars

 

Die Bruchstücke des Altars mit Foto der Rekonstruktion im Hintergrund

 

Im Aufstand der 'Bataver' (germanischer Volksstamm) um 70 n. Chr. wurde alles Römische zerschlagen. Hier ein wieder zusammengesetzter Weihealtar auf dem, wie überall im römischen Reich der Name Kaiser Neros' (37 - 68 n. Chr.) auch von den Römern selbst, ausgelöscht wurde (nichts sollte mehr an den größenwahnsinnigen Kaiser erinnern). Man fand aber einen Stein mit seinem Namen, der zum Bau eines Abwasserkanals verwendet wurde...

 


 

Unbekannter Poträtkopf, der die Züge Kaiser Traians trägt, doch man vermutet, dass es sich auch um einen hohen Offizier handeln könnte, denn das Porträt entspricht nicht den Darstellungsregeln der römischen Kaiser...

 

 



Infotafel im Museum
Infotafel im Museum

 

Die stark beschädigte Bronzestatue der 'Sandalenlösenden Venus'  (2. Jh. n. Chr.) wurde in der Grube eines antiken metallverarbeitenden Betriebes gefunden. Vermutlich sollte sie wieder eingeschmolzen werden...

 

 

Lüttinger Knabe
Lüttinger Knabe

 

Lüttinger Knabe

 

In Xanten steht nur eine Kopie dieses bedeutensten Bronzefundes nördlich der Alpen...obwohl in einem ausgetrockneten Rheinarm bei Xanten-Lüttingen gefunden, steht er heute in einem Berliner Museum. Er stammt aus dem 1. Jh. v. Chr. - früh. 1. Jh. n. Chr., könnte zur Ausstattung des Legatenpalastes in Vetera I gehört haben und wurde wahrscheinlich beim Aufstand der Bataver um 70 n. Chr. gewaltsam von seinem Sockel entfernt. In der noch erhaltenen Hand hielt er ein Tablett (stummer Diener) und er könnte außerdem die Funktion eines 'Schutzgeistes' gehabt haben

 

 

 

Zwei Nachbildungen römischer Wohnräume in einem der Außengebäude im Römerpark Xanten, fast könnte man meinen sie seien aus heutiger Zeit...

 

 

 

 

 

Infotafel im Museum
Infotafel im Museum

 

Eingang zur Extraausstellung 'Marcus Caelius' und zur Varusschlacht

 

 

 

Grabstein (Nachbildung, Original steht im Landesmuseum Bonn) des Centurio'Marcus Caelius der in der Varusschlacht gegen die Germanen mit Arminius an der Spitze fiel. Der Grabstein ist der einzige Fund, der direkt auf die Varusschlacht hinweist. Alle anderen Funde lassen nur vermuten, dass sie aus der Varusschlacht stammen...

Marcus Caelius (Mitte) mit seinen beiden 'Freigelassenen' (Sklaven) 'Privatus und Thiaminus'

 

 

Infotafel im Museum
Infotafel im Museum

 

Grabsteinrekonstruktion wie er bunt ausgesehen haben könnte, aber ob er wirklich bunt war, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen

 

 


 

 

 Infotafeln im Museum

 

 

 

 

Tracht eines römischen Centurio (Offizier) aus dem 1./2. Jh. n. Chr.
Tracht eines römischen Centurio (Offizier) aus dem 1./2. Jh. n. Chr.

 

Der quergestellte Helmbusch auf den Helmen der Offiziere war nicht nur Schmuck, vielmehr sollten die Soldaten im Feld daran ihren zugeteilten Offizier schneller erkennen können.

 

 

Infotafel im Museum
Infotafel im Museum

 

Nachbildung der berühmten eisernen Maske die am wahrscheinlichen Ort der Varusschlacht bei Kalkriese gefunden wurde. Das Original besaß einst wohl einen Silberüberzug. Sie war Teil eines Reiterhelmes um das Gesicht zu schützen, wurde aber auch gerne bei Triumphzügen getragen

 

 

 

 

 

Infotafel im Museum
Infotafel im Museum
Helm mit Nackenschutz eines einfachen Legionärs (1. Jh. n. Chr.)
Helm mit Nackenschutz eines einfachen Legionärs (1. Jh. n. Chr.)
Götterbilder oder Dämonen wurden in Schmuckanhängern und Orden verewigt
Götterbilder oder Dämonen wurden in Schmuckanhängern und Orden verewigt

 

Das Haupt der Medusa, der Sage nach wurde jeder der ihr in die Augen sah versteinert

 

 

Nachbildung einer Legionärsrüstung
Nachbildung einer Legionärsrüstung

 

Nachbildung einer Legionärsrüstung 

 

 

 

 

 

 

Typische Kettenhemdrüstung römischer Soldaten mit Kurzschwert 1. u. 2. Jh. n. Chr.

 

Auf Reisen schleppte jeder Soldat etwa 50 Kg Gepäck mit sich, außerdem einen faltbaren Schutzschild. Am Tag wurde ca. 25 Km weit marschiert, oft durch unwegsames Gelände, bei Hitze, sowie bei Kälte (und das in Sandalen!). Bei Ankunft des Tageszieles gab es kein Ausruhen, das Lager mußte aufgebaut, Schutzwälle errichtet werden. Die Nacht war nur kurz, schon im Morgengrauen wurde das Lager für eventuelle Verfolger vernichtet und weitermarschiert. Legionäre verpflichteten sich für 20 - 25 Jahre in der römischen Armee, in dieser Zeit durften sie nicht heiraten (eine Regel die aber auch schon Mal gebrochen wurde). Allerdings wurden sie auch sehr gut bezahlt und wenn sie das Glück hatten ihre Dienstzeit unbeschadet zu überleben, waren sie wohlhabende Bürger.

 

 


Rüstungsteile zum Ausprobieren für Museumsbesucher
Rüstungsteile zum Ausprobieren für Museumsbesucher

 

Römischer Prachthelm mit Pferdehaar überzogen. Links ein Original von nur fünf bisher bekannten Funden und rechts eine Nachbildung wie der Helm neu ausgesehen haben mußte...

 

 


 

Rechts die Reste eines römischen Schwertes (in Schwertscheide), links eine Nachbildung, wie es neu ausgesehen haben muß. Der Griff wurde dabei neutral belassen.

 


Antike Waffe
Antike Waffe

 

Im Jahr 2000 wurde in der Nähe von Xanten beim Kiesbaggern dieser Sensationsfund gemacht; eine frühe Form von Katapult, bzw. Armbrust, eine sogenannte Torsionswaffe mit der Pfeile abgeschossen werden konnten, die bis zu 450 m weit flogen. Die Römer besaßen diese schon hochentwickelten Waffen und eine Legion besaß etwa 70 Stück davon. Sie stammt aus der Mitte des 1. Jh. n. Chr.

 

 

Reste eines Gladiatorenhelms
Reste eines Gladiatorenhelms

 

 

 

Comic in kleinen Holzfibeln im Museum
Comic in kleinen Holzfibeln im Museum

 

 

 

Gedenkstein eines freigelassenen Sklavenpaares. In römischen Haushalten war es Normalität Sklaven als Diener zu halten. Meist handelte es sich hierbei um verschleppte Kriegsgefangene aus anderen Ländern. Doch auch Sklaven hatten die Möglichkeit sich nach gewisser Zeit freizukaufen oder sie wurden je nach Stimmung ihrer 'Halter' freigelassen.

 

 

Infotafel im Museum
Infotafel im Museum

 

 

 

Der etwa 7 m lange Rumpfrest eines römischen Plattbodenschiffes (ursprünglich 14 - 15 m lang) wurde 1991 bei Auskiesungen in einem römerzeitlichen Rheinarm gefunden. Es stammt aus der Zeit 95 v. Chr. - 5 n. Chr.) und wurde für Transporte bis zu 10 Tonnen verwendet.

 

 


 

Die spärlichen Reste einer zerschlagenen Marmorstatue können keiner Persönlichkeit mehr zugeordnet werden, aber man vermutet, dass es eine Kaiserstatue war, vielleicht von Augustus...Die zuzuordnenden Teile wurden hinter ein durchsichtiges Bild des römischen Kaisers an die entsprechenden Stellen montiert.

 


Modell im Museum
Modell im Museum

 

Modell eines Forums wie es in CUT gestanden haben könnte. Hier fand das Geschäftsleben statt, war die Stadtverwaltung und Gerichtsbarkeit untergebracht. Heute ist davon nichts mehr übrig, außer vielleicht einige Steinblöcke, die man in Xanten beim Abriss eines Kindergartens in den 1990er Jahren fand und die aus der ehemaligen Römerstadt stammen. Heute liegen die Steinblöcke vor dem Haupteingang des Museums.

 

 


 

Wie schon weiter oben erwähnt, blieben von den Thermen nur die Unterböden und Fundamente übrig. Trotz aller Beschreibungen beim Rundgang, kann man  sich kaum noch vorstellen, dass dies einst prächtige Hallen, ausgekleidet mit Marmor, Fliesen und bunten Mosaiken waren. Teilweise sieht man aber noch dunkle Aschereste in den Böden von den Öfen, was ein bisschen unheimlich anmutet.

 

 

Modell im Museum
Modell im Museum

 

Damit man sich doch eine Vorstellung machen kann, gibt es ein Modell zu bestaunen...

 


 

An dieser Stelle befand sich ein Baderaum

 

 

 

Hier mußten die römischen Sklaven schwitzen, denn der Ofen brauchte ständig Nachschub um Böden und Wasser anzuheizen. Dieser Ofen wurde für die Besucher des Museums wiederhergestellt. Die runden Plättchen auf dem Boden sind Reste der Säulen, die den Hauptboden, über dem sich das eigentliche Bad befand, stützten. Im sogenannten Unterboden breitete sich die heiße Luft aus und erwärmte das Bad.

Was wir hier sehen sind nur noch die Unterböden, teilweise sind noch Reste der Fliesen im Estrich sichtbar, doch die Plünderungen der Menschen im Mittelalter waren gründlich, aber wer will ihnen das verübeln...? Ein Wunder, dass überhaupt noch 'so viel' übrig ist...

 

 


 

 

 

 

 

 

Reste einer Ofenkammer
Reste einer Ofenkammer

 

Zum Vergleich nocheinmal das Modell aus anderer Perspektive

 

 

Römischer Weihestein
Römischer Weihestein

 

Die Römer setzten gerne aufwändige Weihe-oder Grabsteine auf denen kurz die betreffende Person beschrieben oder den Göttern gehuldigt wurde.

 

Text auf diesem Stein: Jupiter, dem Besten und Größten, der Herrscherin Juno und Minerva (geweiht). Titus Quartinius Saturnalis, Signifer der 30. Legion Ulpia Victrix hat für sich und die Seinigen sein Gelübde gerne und nach Gebühr eingelöst. An den Kalenden des Juli, im Konsulatsjahr unseres Herrn Gordianus und des Aviola.

Jupiter, Juno (seine Frau) und Minerva (seine Tochter) waren die wichtigsten Götter der Römer und waren für das Wohl des Staates verantwortlich. 

 

 

Hier folgen einige gut erhaltene Weihesteine verschiedener römischer Bürger und um das Ganze noch Mystischer zu gestalten, hat man im Hintergrund des Steines jeweils eine Stoffbahn mit einer schattenhaften Gestalt aufgehängt.

 

 

Römischer Weihealtar eines Hauptmannes
Römischer Weihealtar eines Hauptmannes

Weihealtar

 

Verehrer des Lichtgottes:

Ich, Marcus Iulius Martinus, Hauptmann der 30. Legion, bin Anhänger des Mithras. Durch Tötung eines Stieres, hat der Lichtgott die Welt erschaffen, in gemeinsamen Kultmählern gedenken wir dieser Tat, die ewiges Leben verspricht. Über Einzelheiten darf ich nicht sprechen. Unser Tempel, in dem ich diesen Altar habe aufstellen lassen, befindet sich außerhalb der römischen Stadt in der Nähe des Legionslagers.

 

 


Römischer Weihealtar eines Hauptmannes
Römischer Weihealtar eines Hauptmannes

 

Weihealtar

 

Beim Statthalter des Kaisers:

Köln ist die Hauptstadt unserer Provinz Niedergermanien. Dort residiert der Statthalter als Vertreter des Kaisers. Er verfügt über einen großen Mitarbeiterstab. Auch Xantener Soldaten gehören dazu. Ich, Hauptmann Marcus Verecundinius Simplex befehlige die Stallmeister des Statthalters und kommandiere zudem dessen Leibgarde.

 

 

Römischer Weihealtar
Römischer Weihealtar
Römischer Weihealtar
Römischer Weihealtar
Weihealtar eines Centurio
Weihealtar eines Centurio
Reste der ehemaligen Stadtmauer, nachkonstruierter Wachturm im Museumspark
Reste der ehemaligen Stadtmauer, nachkonstruierter Wachturm im Museumspark
Aus Fundstücken nachkontruierte Tempelreste
Aus Fundstücken nachkontruierte Tempelreste

 

Nur dies blieb von einem mächtigen Tempel übrig. Da man keine Hinweise auf eine bestimmt Gottheit fand, hat man ihn einfach 'Hafentempel' genannt, da er in der Nähe des Hafens ausgegraben wurde...

Mehr zum Archäologischen Park Xanten und den Römerfestspielen siehe unter 'Schwerter, Brot & Spiele'