Les Catacombes


Katakomben von Paris
Katakomben von Paris

In den ehemaligen Steinbrüchen unter Paris (schon die Römer gruben dort die ersten Stollen), lagerte man seit Ende des 18. Jahrhunderts die Gebeine verschiedener Pariser Friefhöfe ein, da diese hoffnungslos überfüllt waren. Von ca. 6 Mio. Leichen lagern hier hauptsächlich nur noch Bein-/ Armknochen und Schädel, wobei Letzteren auch meist der Unterkiefer fehlt. Was man hier besichtigen kann (insgesamt ca. 2 km Strecke), kommt einem schon weitläufig vor, ist aber nur ein kleiner Teil der Katakomben, die viel größer sind und auch anderweitig genutzt werden, z.B. auch als illegale 'Partyräume' etc. Allerdings setzt die Pariser Polizei mittlerweile eigens Leute nur zur Kontrolle der unterirdischen Gewölbe ein.

Der Eingang am Place Denfert-Rochereaut wirkt eher unscheinbar. Eine Wendeltreppe schraubt sich mit 83 Stufen 35 m tief in die Erde und man wandelt im gedämpften Licht einen langen unterirdischen Tunnel entlang, bis die ersten in den Stein gehauenen Skulpturen verschiedener Stadtviertel auftauchen. Erst dann beginnt der 'Wandelgang' durch Mauern aus deckenhoch gestapelten Knochen.

Gruselig ist es dort aber nicht, sondern es herrscht eine eher andächtige Atmosphäre, denn schließlich ist dies auch eine Art von Friedhof. Es werden auch immer nur ganz kleine Gruppen in größeren Zeitabständen hinuntergelassen, so dass man sich dort unten fast allein vorkommt, was aber die Warteschlange außen vor, schon mal ziemlich lang werden läßt. Am besten man geht erst gegen Abend hin (in der Hochsaison ist der letzte Einlass um 19.00 Uhr) dann ist es nicht mehr so voll.

In bestimmten Abständen sind in den Katakomben Gedenktafeln und Altäre aufgestellt, außerdem Schrifttafeln die darauf hinweisen von welchem Friedhof die Gebeine stammen und wann sie umgelagert wurden. Hauptsächlich handelt es sich hier um Verstorbene aus dem Mittelalter. Fotografieren darf  man nur ohne Blitzlicht. Der Ausgang befindet sich in der Rue Rémy Dumoncel und wie kann es anders sein, direkt gegenüber gibt es einen Souvenirladen, in dem man kleine Andenken an die Katakomben erstehen kann.


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