Schloss Drachenburg

Info zum Schloss: 

 

Zwischen 1882 und 1884 entstand unterhalb der Burgruine Drachenfels Schloss Drachenburg, das ganz im Zeichen der Nibelungen und vergangener, ritterlicher Zeiten steht. 

 

Mit diesem Märchenschloss, erfüllte sich Stephan von Sarter (1833 - 1902)  (er wurde 1881 in den Adelsstand erhoben), Sohn eines Bonner Gastwirts der als Bankier an der Börse in Paris Karriere machte, einen Wohntraum. Allerdings wohnte er nie in seinem Traumhaus. 

 

Dieser 'Wohntraum' ist angefüllt mit allem was das Herz eines reichen Schlossherrn begehrt und die Wände zieren prachtvolle Gemälde vergangener Könige und legendärer Gestalten, sowie Szenen aus Sagen und Legenden, vor allem die Geschichte um Siegfried den Drachentöter und die Nibelungensage steht hier im Vordergrund. Manche Teile wirken fast überladen, wenn nicht gar kitschig. Man weiß ja, dass es im Grunde kein 'richtiges' Schloss ist, sondern eher die 'Spielzeugvilla' eines Millionärs der sich hier in seiner Freizeit wohl zum Vergnügen wie ein König fühlen wollte. Allerdings schien er nicht viel Freizeit gehabt zu haben, denn er wohnte ja wie gesagt hier nie.

 

Im zweiten Weltkrieg wurde das Schloss stark beschädigt, von Amerikanern besetzt und ausgeraubt. Sogar die wertvollen aufgeklebten Leinwandgemälde wurden zum größten Teil herausgerissen und verschwanden spurlos. Nach Kriegsende drohte dem einst so prächtigen Gebäude Verfall und Abriß, wurde aber in den 60er und 70er Jahren gerettet und sorgfältig renoviert.

 

Heute ist das Schloss wieder vollständig hergestellt (erst im Juli 2010 wurde es vollständig zur Wiederbegehung und für den Tourismus freigegeben), der völlig zerstörte Ballsaaltrakt wurde erneuert, ebenso wie alles was fehlte, inklusiv Gemälde. 

 

Frei begehbar ist wie in jedem Schloss nur eher ein kleiner Teil der Innenräume, sowie der Nordturm. Mit Führung kann man etwas mehr sehen. 

 

Das Schloss ist umgeben von einem Park, 'Venusterrasse' genannt und bevor man es betreten kann, kommt man durch eine sogenannte 'Vorburg' in der sich heute ein Museum, Souvernirshop und Restaurant befinden.

 

 

Fotogalerie

(c) Angel