Tanz der Vampire

Showbericht von Conny

Sonntag, 17. Oktober 2010 / 19.00 Uhr

Palladium Theater Stuttgart

 Fotos und Hintergrundfoto (Derniere Stuttgart) von Conny

Ganz lieben Dank dafür

 

Eingang des Palladium Theaters Stuttgart
Eingang des Palladium Theaters Stuttgart
Das Palladium Theater in Stuttgart
Das Palladium Theater in Stuttgart

 

                               Das Schloss des Grafen in Stuttgart

 

 

 

                                             Die Türen zum Ballsaal ;-)

 

 

Zuschauerraum im Palladium
Zuschauerraum im Palladium

 

 

                                                 Der Ballsaal...

 

 

 

Besetzungsliste des Theaters
Besetzungsliste des Theaters

 

 

Bericht von CONN`Y:

 

Mein Besuch in Stuttgart-Transsylvanien am 17.10.2010

Eine wunderbare Vorstellung – ein fantastischer Graf!

 

Irgendwie war ich ja doch etwas aufgeregt: Nach etwa 8 Monaten Abstinenz bin ich wieder nach Transsylvanien gereist und habe meine ‚Vampirfreunde’ besucht, die ja leider aus dem Ruhrgebiet verschwunden sind ;-).

Im September hat ja ein ziemlich großer Castwechsel stattgefunden und ich war gespannt wie ein Flitzebogen ;-). Ich sollte ja nun einige ‚neue’ Vampire kennenlernen. Aber zunächst war ich natürlich hocherfreut, nach 2 vergeblichen Versuchen meinen Lieblingsgrafen Jan Ammann wiedersehen zu können.


Am Eingang zum Palladium-Theater begrüßte man mich mit den Worten: „Herzlich willkommen beim ‚Tanz der Vampire’ – Sie tragen aber einen schönen Schal!" Ah, die Dame hatte mein Vampire-Halstuch mit Jan als Grafen und Nele als Sarah bemerkt – aus Oberhausener Zeiten. Es hat also auch hier seine Wirkung. Dann ging es in den Theatersaal. Sehr schön, dachte ich mir. Wunderbar ausgestattet und fast ‚gemütlich’. Die Bühne war längst nicht so breit wie in Oberhausen und die Publikumsreihen entsprechend kürzer – und es gab reichlich Platz in Reihe 1 bis zum Orchestergraben. Ich konnte dort also schmerzfrei sitzen! Über dem Parkett gab’s noch 2 Ränge – da ging es also hoch hinaus. An diesem Abend waren sie jedoch gesperrt; es gab noch genügend freie Plätze im Parkett.

 

 


Und jetzt zur Aufführung: 

Alfred (Krisha Dalke) – klasse, wie schon in Oberhausen, wo ich ihn schon immer sehr gerne gesehen habe. Und er hat ein tolles Gespann mit Prof. Abronsius (Sven Prüwer) abgegeben. Sven in dieser Rolle zu sehen war großartig! Er hat offensichtlich sehr viel Spaß an dieser Figur, die er absolut humorvoll gestaltet hat. Christoph Leszczynski als Chagal war auch nicht schlecht. Er wirkte aber ein bisschen schmächtig als Wirt, wenn man ihn mitJerzy Jeszke vergleicht. Sehr gerne mag ich ja auch Linda Konrad, die alsMagda wieder genauso perfekt agiert hat wie in Oberhausen – mit kräftiger Stimme und überzeugendem Schauspiel. Zwei weitere ‚alte Bekannte’, nämlichFlorian Fetterle als Herbert und Stefan Büdenbender als Koukol spielten wie in alten Zeiten, wobei Florian das ‚Schwulsein’ noch mehr betont hat als früher. Dem Publikum hat’s gefallen! Jeanne Marie Nigl als Rebecca hat ebenfalls eine solide Leistung geboten.

Sarah wurde von Joana Henrique gespielt. Sie war mir völlig unbekannt. Allerdings war ich überrascht und sehr beeindruckt von ihrer gesanglichen Leistung! Sie hat eine sehr klare und kräftige Stimme. Das hat mir sehr gut gefallen. Ihr Schauspiel allerdings nicht ganz so gut – da fehlte ein bisschen die Naivität der 17-jährigen Wirtstochter. Sie wirkte etwas zu erwachsen und auch ein bisschen verkrampft. Aber der Gesang half darüber hinweg.

Im Gesangs- und Tanzensemble traten ja auch viele neue Gesichter auf. Alles in allem boten sie eine solide Leistung, wobei ich mich aber wehmütig an Ross McDermott erinnerte (einfach ein Super-Tänzer!), der allerdings wohl z. Z. krank ist und länger ausfällt. Schade! Ihn habe ich total vermisst. An dieser Stelle: Gute Besserung!

So, das war’s eigentlich. 

 

 

Plakat im Eingangsbereich des Palladium
Plakat im Eingangsbereich des Palladium

Ups, habe ich jemanden vergessen?


Ach du lieber Himmel, der Graf!! 

Ja, das war ein sensationeller Auftritt von Jan Ammann! Wie oft habe ich das schon zu Oberhausener Zeiten geschrieben ;-)? Dann mal los:

Der leicht ergraute Hausherr, dessen lange Strähnen sich offenbar im Alter teilweise zu Locken kringeln, hat wieder mal alle Register seines Könnens gezogen. Soviel Gefühl in der Stimme, faszinierend leise und zurückhaltend und dann extrem stark und kraftvoll. Ein ausgewogenes Schauspiel und eine brilliante Ausstrahlung – ein Hochgenuss für die Sinne!

Wirklich alle Facetten seiner Musikalität vereinten sich in ‚Die unstillbare Gier’. Das war ein Traum und ich hätte gerne ‚zurückgespult’, um dieses Lied noch einmal zu hören. Aber auch vorher schon zum Ende des 1. Aktes ‚Vor dem Schloss’ verzauberte Jan mit einem unglaublichen ‚befreeeeien’ – so lang hatte ich es wohl noch nie gehört! Dies ist für mich ja immer ein ganz besonderes Highlight und bescherte mir mal wieder ein Gänsehautfeeling. Ich war (mal wieder) überwältigt …

Es war also eine wunderschöne Show, in der fast alles glatt lief. Bis auf die Schlussszene, in der Sarah kein Blut für Alfred hatte! Er wischte und wischte nach dem Biss – doch es gab gar nichts zu wischen. Urkomisch, weil Alfred ja sagen muss, dass es gar nicht schlecht schmeckt.

Ach ja, der Grafensturz von der auffahrenden Gräberwand ist verändert worden. Jan lässt sich kurz vor dem Orchestergraben langsamer und sanfter fallen. Ist sicher nicht so schmerzhaft wie die Stürze in Oberhausen, bei denen er einem fast auf den Schoß gerutscht ist, was natürlich auch seeehr schön war ;-)! 

Übrigens trug der Graf im 2. Akt einen Mantel mit rotem Innenfutter – sehr elegant! Dieser Mantel schien aus ziemlich viel Stoff geschneidert und sehr lang zu sein. Jan musste beim Schlussapplaus richtig aufpassen, dass er nicht ins Stolpern kam.

Die gesamte Show wurde von einer exzellenten Akustik begleitet. Die Tontechniker haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet – das war ein Genuss!

So, zum Abschluss gab’s noch ein Erinnerungsfoto mit dem Grafen – danke Jan! Und jetzt freue ich mich auf die Musical-Tenöre und die Berichte, die Angel schreibt ;-).

 

 

 

 

 

 

Jan Ammann
Jan Ammann

 

                                    Der 'Graf' in Stuttgart ...:-)

 

 

Jan mit Conny
Jan mit Conny

 

Vampirforscherin Conny mit ihrem Lieblingsgrafen :-)

 

(Meiner übrigens auch...;-))