Interview mit einer Vampirforscherin 2

Eingang Metronom Theater Oberhausen
Eingang Metronom Theater Oberhausen

 

                                                            Vor dem Schloss

 

 

 

 

                                                                Im Schloss

 

 

Jan Ammann, der Schlossherr
Jan Ammann, der Schlossherr

Die Gäste und Schlossbewohner an diesem Abend

Bestzungsliste vom Metronom Theater
Bestzungsliste vom Metronom Theater

 

Die berühmte Vampirforscherin Conny war wieder in Transsylvanien und danach lud ich sie in mein 'Schloss' ein um in trauter Runde mit ihr zu plaudern ;-))

 

Ich: Hallo Conny, schön, dass Du Dich wieder für ein Interview zur Verfügung stellst :-)

Conny: Hallo, na bei Kaffee und Kuchen und einem Sektchen hinterher, ist das kein Problem ;-)

Ich (grinsend): Oder möchtest Du vielleicht lieber ein Gläschen Blut?

Conny: Nein Danke, noch bin ich kein Vampir, außerdem wird Dein Sekt ja jedesmal auch immer röter (nun selbst grinsend).

Ich: Also Du warst mal wieder in Transsylvanien, dann erzähl mal...

Conny: (seufzt) Ja, die Nacht der OT nicht mitgezählt, vor 6 Wochen das letzte Mal und ich fühlte mich gleich wieder 'wie zu Hause!!' Das Schloss wirkte im Gegensatz zur offenen Tür fast leeeeeeeer (obwohl der Ball auch diesmal ausverkauft war!!)

Ich: Hast Du mit dem Grafen darüber (Die Nacht der offenen...) gesprochen?

Conny: Ja, er meinte, er habe sehr geschwitzt an dem Tag.

Ich: Na und wir erst!!

Conny: DAS habe ich ihm auch gesagt :-)

Ich: Wie hat er denn seine 'Menschenverkleidung' gefunden?

 

Conny: Er hat es sehr genossen und es war sehr viel Arbeit, vor allem fühlte er sich seit langem mal wieder wie 33 und nicht wie 433 (grins) - doch als er sich vor der Morgendämmerung in seinen Sarg legte und am nächsten Abend aufwachte, sah er wieder genauso aus wie immer...ein Vampir, bleibt nun mal ein Vampir...

 

 

Jan Ammann
Jan Ammann

                                           ICH WILL BLUUUUUUUUUT

 

 

 

Ich: Und nun zum Ball: gab es diesmal auch besondere Vorkommnisse?

Conny: Ja, doch diesmal passierten sie nicht dem Grafen. Zuerst warf Chagal den Koffer des Professors in dessen Schlafzimmer zu weit (über die Bühne hoch hinaus), doch er tat so, als müsse das so sein, stolperte hinterher und sammelte ihn ganz lässig wieder ein ;-)

Und Alfred erst! Als er wieder zum Professor hinaufkletterte (du weißt schon, in der Gruft), ließ er seine Werkzeugtasche in Herberts Sarg fallen - sie war offen - und er mußte alle Einzelteile aus dem Sarg wieder einsammeln und sah später nocheinmal genau nach, ob er noch etwas vergessen habe, das war wirklich spaßig und klasse gemacht von Krisha Dalke! Krisha war auch ansonsten einfach grandios. Dieses verschmitzte Lächeln ist einfach bezaubernd und verbindet sich mit unschuldigem Augenaufschlag und skeptischem Stirnrunzeln zu einem unglaublich liebenswerten Charakter. Ich sehe ihn jedenfalls „schrecklich" gerne. 

Es gab auch zwei Mikrofonprobleme: Anfangs bei Chagal klang der Ton sehr dumpf und bei Alfred war mal kurz der Ton weg; ausgerechnet im Lied „Für Sarah". Krisha konnte sich das Lachen kaum verkneifen und er hatte richtig Mühe, den Song „ernst" zu Ende zu bringen. 

Jedenfalls habe ich die komplette Erstbesetzung erleben dürfen und ohne Ausnahme waren alle 'Ballgäste' perfekt (vielleicht schon zu perfekt?). Es ist mir ein Rätsel, wie man (fast) jeden Abend so eine Spitzenleistung auf der Bühne bringen kann. Und wie der beste Graf aller Zeiten „vor dem Schloss" über 20 Sekunden den Ton bei „befreeiiien" hält, ist einfach überwältigend und lässt mir jedes Mal einen Schauer über den Rücken laufen. Schade, dass direkt danach nicht mehr geklatscht wird. Das traut sich vielleicht niemand, da das Orchester noch spielt und ich alleine werde es wohl auch nicht tun … das wäre mir doch etwas peinlich. 

Ich: Ooooch, wenn einer klatscht, klatschen alle, das habe ich selbst auch schon oft festgestellt...man sollte zwar in kein Orchester reinklatschen, aber nach solch einer Leistung darf man das, bevor es ganz untergeht...

Conny: Ach, das hätte ich fast vergessen: Dem Grafen fehlt immer noch ein Zahn (an derselben Stelle wie bisher *g*). Offensichtlich gehörte bisher kein Zahntechniker zu seinen Opfern … Schade eigentlich. Diese Techniker arbeiten ja im richtigen Leben nur tagsüber, wenn der Nachtvogel ja nicht zu gebrauchen ist und in seinem Sarg schlummert ;-).

 

 

 

Ich: Was Du so alles siehst und an wem er sich den wohl ausgebissen hat (??), na ja, die Zähne sind ja auch über 400 Jahre alt...aber Hauptsache er hat noch alle Eckzähne (grins)!!

Conny: DIE wachsen ja ständig nach und für ihr Alter sehen sie noch aus wie neu...;-)

Und nun noch eine kleine, aber für mich besondere „Randerscheinung": Zwei Gäste, ein Vater und seine Tochter (glaube ich) aus Bad Schwartau, waren im Schloss. Sie waren zum ersten Mal Gäste in Transsylvanien und während des Balles bekundete der Vater einige Male mit dem Ausdruck „unglaublich" seine Begeisterung. Sie wollen diese Reise unbedingt wiederholen. Wir haben uns sehr nett unterhalten und er bedankte sich zum Schluss bei mir (?!) per Handschlag für den schönen Abend. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt und gebe dieses Kompliment natürlich sehr gerne an die Darsteller weiter, die ja dieses Ereignis erst zu etwas Besonderem gemacht haben.

Ich: Tja nun, Du bist immerhin die berühmte Vampirforscherin...! Vielleicht haben sie Dich erkannt...;-)

Conny: Ich war jedenfalls froh, ganz entspannt - was in der ersten Reihe nicht ganz einfach ist – eine wunderbare Vorstellung genießen zu können und die kleinen Pannen waren dazu das Salz in der Suppe :-)

Ich: Gab es danach denn wieder ein Gläschen Blut  - äh, Champagner?

Conny: Nein, ich mußte schnell wieder abreisen und auch der Graf hatte wohl auch noch einen Termin, aber meine Fotos hat er natürlich sehr lieb signiert - auf dem Autodach des Grafenautos, denn durch Zufall parkten wir fast nebeneinander im Schlosshof...=)

Ich: Der Graf fährt ein Auto? Eine moderne Errungenschaft unserer Zeit??! ;-)

Conny: Er muß sich jeden Abend ein Neues besorgen, da sich seine Autos ständig in das zurückverwandeln, was sie einmal waren und das ist ganz schön stressig, kann ich mir denken...aber er kommt damit schneller voran...

Ich: In was verwandelt sich sein Auto denn immer zurück?

Conny: (guckt fast verständnislos) Natürlich in eine Kutsche mit ziemlich vielen Pferden davor...!! ;-)

Ich: Und Dein Fazit diesmal?

Conny: Ich habe „meine" Vampire mal wieder gerne besucht und freue mich sehr, wenn Du und Annette mich mal wieder nach Transsylvanien begleiten – obwohl man in der ersten Reihe des Ballsaales auch schon mal eine Halskrause tragen könnte ;-). Aber Vampire und Gleichgesinnte kennen ja keine (Hals)schmerzen … 

Ich: Natüüüürlich geeeerne....aber vorerst, vielen Dank für Deinen interessanten Bericht, das Interview und die Fotos - ich nehme mal an, Du hast wieder in den Tiefen Deines Archives gekramt?!

 

Conny: Aber ganz tief!!! 

Ich: Es hat sich gelohnt ;-))

Conny: Dankeschön und gern geschehen und vielen Dank für den Kuchen ;-)

Ich: Auch gern geschehen. 

 

 

Jan Ammann & Nele-Liis Vaiksoo beim Schlussapplaus
Jan Ammann & Nele-Liis Vaiksoo beim Schlussapplaus

 

           Der Graf ist zufrieden, wieder einmal geht ein erfolgreicher Ball zu Ende...:-)