Mitternachtsball

DIE LANGE HALLOWEEN-HORROR-MUSICAL-NACHT

 

 

COLOSSEUM THEATER ESSEN

31.10.2018 19.30 Uhr – 1:30 Uhr

 

DARSTELLER

 

JAN AMMANN, DAVID ARNSPERGER, ANDREAS BIEBER, PHILIPP BÜTTNER, MAYA HAKVOORT, DENNIS HENSCHEl, ALEXANDER KERBST, PAMINA LENN, ANNEMARIJN MAANDAG, MARLE MARTENS, CHRIS MURRAY, CHRISTINA PATTEN, EVE RADES, JAN REKESZUS, DENIS RIFFEL, MICHAELA SCHOBER, MARK SEIBERT & KEVIN TARTE

 

ENSEMBLE

 

MARIE-THERESE ANSELM, JÜRGEN BREHM, ANNEKE BRUNEKREEFT JOSHUA EDELSBACHER, KAREN MÜLLER, TIMOTHY ROLLER , SHARON RUPA, JENDRIK SIGWART, SIMON STAIGER & SARAH WILKEN

 

 

THE MIDNIGHT DANCERS 

LIVE-BAND

MARINA KOMISSARTCHIK am Piano

 

MUSICAL DIRECTOR: BERND STEIXNER 

REGIE: YARA HASSAN

CREATED BY ANDREAS LUKETA 

 

Mein Bericht:

 

Wieder ein Jahr um und es war wieder soweit:

 

Der Halloweenball im Colosseum Theater Essen stand an.

 

Erneut erschienen alle Gäste ausnahmslos in Schwarz/Rot gekleidet und viele auch verkleidet. Im Theater selbst herrschte leider wieder kaum Halloweenfeeling. Die Beleuchtung des 'Theatre of Blood' war nicht sehr Vampirfreundlich, da strahlten die Strahler in voller blendender Stärke von der Decke und es war ein Wunder, dass sich nicht manche Gestalten in Luft auflösten...

 

Immerhin wurden 'eklige' Weingummispinnen verteilt, von zombieartigen Geschöpfen und die Strohhalme an der Bar waren schwarz! ;-)

 

Durch das Programm führte wie letztes Jahr gekonnt witzig und charmant, wieder Alexander Kerbst und er trug immer das passende Outfit zum jeweiligen Musicalblock. Im Grunde war es das gleiche Programm wie letztes Jahr, nur mit kleinen Änderungen und teilweise neuen Darstellern.

 

Großartig fand ich Chris Murray als Dracula, sehr stimmgewaltig und düster. Ein bisschen Verkleidung dazu wäre jetzt nicht schlecht gewesen, da hätte es schon ein Umhang getan.

 

Der kleine Horrorladen ist nicht so wirklich mein Musical, aber die Ausschnitte waren genial, mit Alexander Kerbst, der hier der kleinen fleischfressenden Pflanze in Form einer Handpuppe Leben einhauchte. 

 

Danach folgte 'Jekyll & Hyde mit Chris Murray und David Arnsperger bei 'Konfrontation'. Letztes Jahr übernahm den Part von Chris Murray ja Thomas Borchert, aber mit Chris Murray und David Arnsperger, kam es mir gefühlt noch intensiver und stimmgewaltiger vor.

 

David durfte dieses Jahr das Phantom auch allein singen, (bzw. mit 'Christine') und mußte sich die Rolle nicht mit einem anderen Phantomdarsteller teilen. Wieder einmal mehr bestätigte er mir, dass er für diese Rolle wie geschaffen ist, nur Maske und Hut o.ä. fehlten mir hier - ist doch ein Halloweenball, das wäre jetzt echt noch eine Krone oben drauf gewesen. 

Leider gab es nur 3 Phantomsongs aus Phantom I. und 2 Songs aus 'Liebe stirbt nie'  wo Kevin Tarte und Jan Ammann zusammen 'So sehr fehlt mir Dein Gesang' sangen.

 

Danach folgte 'Carrie'.

Maya Hakvoort in der Rolle von Carries Mutter, war toll, aber das Musical selbst berührt mich leider überhaupt nicht. Ich kenne zwar Buch und Filme, und finde die Story von Stephen King genial, aber auf der Bühne springt der Funke da bei mir nicht über. Da hätte ich lieber mehr Phantom und weniger Carrie gehabt.

 

Rebecca und Elisabeth war, wie letztes Jahr auch wieder Klasse und der absolute Höhepunkt natürlich der Block aus 'Rocky Horror Picture Show', angeführt von Andreas Bieber als Transvestit, wobei während des ersten Songs 'There's a Light', die Zuschauer Knicklichter schwenkten. 

 

Aber ein weiteres Highlight waren ja danach noch die Vampire, die den Rest des dritten Aktes und den gesamten 4. Akt ausfüllten. Es gab wieder 4 Grafen diesmal, Jan Ammann, David Arnsperger, Kevin Tarte und Mark Seibert und genauso wie beim letzten Ball, agierten sie auch wieder alle zusammen. Diesmal gefiel mir die zusammen gesungene Gier allerdings etwas besser als letztes Jahr und sie trugen auch das gleiche Outfit, das irgendwie an eine Kosackenkluft erinnert, aber besser so etwas, als gar nichts... ;-).

Toll dass Pamina Lenn als Sarah dabei war, sie hatte ich ja schon in Köln gesehen (leider nur einmal) und sie zählt für mich zu den besten und bezaubernsten Sarahs und war auch bei diesem speziellen Ball wieder stimmlich grandios. 

 

Allgemein fand ich die Mikrofone teilweise etwas zu laut gestellt, so dass die Stimmen in den Höhen oft sehr schrill klangen, was ich schade fand.

Alles in allem, war es aber wie letztes Jahr wieder ein ganz außergewöhnliches und seeehr langes Konzert, und wann sieht man schon mal so viele tolle Darsteller an einem einzigen Abend auf der gleichen Bühne? Es war wieder einmal mehr ein großartiger Konzertabend.

 

Bildergalerie 

Fotos vom Schlussapplaus und Zugabe