Rebecca

12. & 13. September 2012 in Stuttgart

Toller Bericht und Fotos von CONNY, ganz lieben Dank dafür :-)!!


Plakat im Palladium Theater Stuttgart
Plakat im Palladium Theater Stuttgart

Besetzungsliste des Theaters
Besetzungsliste des Theaters

Bestzungsliste des Theaters
Bestzungsliste des Theaters

Conny mit Jan Ammann an der SD :-)
Conny mit Jan Ammann an der SD :-)

 

Bericht von CONNY:

vom 12. und 13.09.2012

Rebecca – es geht nicht ohne dich!

Was für ein ergreifendes Musical-Wochenende! Diese Mal fand es von Mittwoch bis Freitag statt ;-). Gegen 15.00 Uhr am Mittwoch kam ich im Hotel in Stuttgart-Möhringen an. Der Koffer war schnell ausgepackt, dann ging’s durch Möhringen. Das ist ja normalerweise schnell erledigt. Ich war in der Drogerie, um Wasser zu kaufen – das hat etwa 45 Minuten gedauert, weil alle Schüler auf den Beinen waren, um dort Schulhefte zu besorgen. Da war Geduld angesagt. Wieder im Hotel machte ich mich theaterfein und bin zu Fuß zum SI-Centrum gelaufen. Na ja, eigentlich bin ich eher geeiert in meinen Pumps und deshalb auch etwas länger unterwegs gewesen. Ich gönnte mir eine Currywurst mit Pommes (hmmm), habe mich dabei auch nicht bekleckert und schon war Showtime.

Die Vorstellung begann ja schon um 18.30 Uhr und ich war doch etwas überrascht, dass der Rang sogar besetzt war. Es waren doch einige Schulklassen anwesend, wie mir schien. Die Besetzungsliste versprach mir, dass ich die komplette First-Cast sehen sollte – herrlich! Als ich meinen Platz in der 1. Reihe einnahm, war ich allerdings skeptisch, ob ich wohl die richtige Platzwahl getroffen hatte. Schließlich sind die Kulissen ja doch sehr hoch und dieser Platz versprach eine sichere Genickstarre. Ich erinnerte mich an die vielen Vampire-Shows in Oberhausen, die mir ähnliche Pein bereitet hatten. Aber egal, es würde schon nicht so schlimm werden.

Die Vorstellung war wunderbar! Ich liebe dieses Stück mit diesen großartigen Charakteren und besonderen Darstellern – wirklich bis zur kleinsten Rolle erstklassig besetzt. Wenn es etwas zu mäkeln gab, war es die Tontechnik. Da gab’s doch einige Störungen.


Nach der Show (natürlich) Standing Ovations und einen Dirigenten (Klaus Wilhelm), der aussah wie aus dem Wasser gezogen. Der hatte wohl literweise Schweiß produziert. Die Stoff -Taschentücher auf seinem Pult sahen entsprechend aus. Ich wusste übrigens gar nicht, dass es solche Tücher noch gibt – die hat mein Vater vor vielen Jahren benutzt ;-).

Ich stakste dann mal zur Stagedoor. Was war denn das? Aus der Kantine dröhnte Musik nach draußen und bunte Lichteffekte konnten wir sehen. Den einen oder anderen konnte man in bayerischer Kluft erahnen. Da war wohl Party angesagt. Oh je, ob sich überhaupt jemand draußen blicken ließ? Schon erschien Pia Douwes, die nicht viel Zeit hatte, weil ja Fête angesagt war. Sie erzählte gleich, dass jetzt an drei Abenden Aufnahmen für eine CD gemacht würden. Eine CD? So kurz vor Toresschluss? Das muss man ja nicht verstehen, aber freuen tut es mich natürlich sehr, eine Aufnahme mit dieser Cast!


Tja, die Fans an der SD wurden immer weniger und die Hoffnung, Jan noch zu treffen, schrumpfte zusehends. Irgendwann waren wir nur noch zu viert und neben mir stand ein Mädchen aus Japan. Sie war 4 Tage auf Musical-Tour und hatte vorher die Vampire in Berlin und Elisabeth in Wien gesehen. Rebecca sollte nun der krönende Abschluss sein! Wir unterhielten uns auf Englisch, was wir aber beide nicht richtig konnten ;-). Mir fehlten doch eine Menge Vokabeln, aber ihr wohl noch mehr *g*. Lustig war’s! Nach etwa 1 ¼ Stunde ließ sich Jan doch noch blicken – das war zu schön! Er war ebenfalls in bayerische Kluft gehüllt und sah total klasse aus (tut er ja eigentlich immer ;-) ) - Lederhose und Karohemd – wow! Wir bekamen unsere Foto- und Autogrammwünsche erfüllt und waren alle mehr als happy :-). Jan erzählte auch von den CD-Aufnahmen und bestellte für den nächsten Abend viel Applaus. Dann machten wir uns auf den Heimweg. Dass ich überhaupt im Hotel ankam, wunderte mich (wegen der Schuhe); meine Füße waren auch leicht blutig gelaufen =( .


Um das Schuhproblem zu lösen, machte ich am nächsten Tag eine Shoppingtour auf der  Königstraße und fand Gott sei Dank ein paar Stiefeletten, die mir den Abend doch erheblich erträglicher machen sollten.

So, um 17.00 Uhr war im Palladium die Backstage-Führung angesagt. Etwa 20 Besucher hatten sich dafür vor dem Theater versammelt. Auch meine japanische Freundin war wieder dabei; den Tipp hatte ich ihr abends vorher noch gegeben. Los ging’s mit einer kurzen Einführung ins Stück und dann machten wir uns auf den Weg zur (Seiten-)Bühne. Das war schon sehr interessant. Dort gab’s eine Menge Requisiten zu sehen: Orchideen, Azaleen, den zerbrechlichen Amor und vieles andere. Wir durften in die Blackbox, die als Garderobe für die Damen genutzt wurde und konnten dort einige Kostüme ansehen und anheben. Unglaublich, wie schwer doch manche waren! Wieso bricht die ‚Ich’ mit ihrem Ballkleid eigentlich nicht zusammen?? Wir sahen auch den Quickchange-Punkt neben der Hauptbühne, wo während der Vorstellung die Kostümwechsel stattfinden; oft in 40 Sekunden! Weiter ging’s über die Hauptbühne an den teils riesigen Kulissen vorbei; ich konnte kurz einen Blick in die Blackbox der Herren werfen, leider durften wir uns da nicht umsehen ;-). Ein paar Etagen höher bei den Garderoben haben wir uns mit den Perücken beschäftigt. Sehr interessant, wie sie entstehen und wie viel Arbeit das Knüpfen macht. Alles Echthaar – auch von Tieren …

Nach einer Stunde war die Führung zu Ende und wir gingen gerade Richtung Treppe zum Foyer, als die Fahrstuhltür aufging und Jan herauskam – auch das noch *g*. Er war gut drauf mit einem Lächeln im Gesicht und wir sagten kurz ‚Hallo’. Hach … gleich würde er ja wieder auf der Bühne stehen.

Bis zur Vorstellung war noch Zeit zu bummeln und etwas zu trinken. Dann ging’s wieder ins Theater.

Es war fast die gleiche Besetzung wie am Vorabend, sicher auch wegen der CD-Aufnahmen. Aber dann war doch etwas anders: Der Sound hatte eine Super - Qualität und Jan spielte die Show seines Lebens (oder meines Lebens?)! Dieser Ausdruck, diese Gesten, diese Mimik – einfach unglaublich gut! Sein Gesang – keine Ahnung, wie man das noch bezeichnen soll. Er war halt wie von einem anderen Stern. Voller Kraft, voller Gefühl, sooo differenziert in den Zwischentönen; diese Stimme ist magisch. Ich war hin und weg – von der Erde entrückt und fühlte mich obendrein bei ‚Gott, warum’ auch noch von ihm angesungen. Ach so ist das in der 1. Reihe ;-), da nehme ich die Genickstarre gerne in Kauf. ‚Kein Lächeln war je so kalt’ hat Jan so intensiv gespielt, gesprochen, gesungen – da war ich sogar als Zuschauerin total geschafft. Die komplette Show wäre perfekt gewesen für eine CD. Eine DVD wäre allerdings noch viel besser.

An der SD mussten wir diesmal nicht so lange auf Jan warten. Wir haben geplaudert und er erfüllte wieder geduldig Foto- und Autogrammwünsche. Ein nettes Gespräch hatte ich noch mit Maike Switzer und Udo Eickelmann, die von einem Benefiz-Konzert der Rebecca-Darsteller im November erzählten. Das ist wohl so ähnlich wie damals in Oberhausen, denke ich. Hm, ob ich hinfahren kann? Mal sehen.

Der Abend näherte sich seinem Ende; ich verabschiedete mich von einigen Fans, ganz besonders von dem japanischen Mädel. Sie flog am nächsten Morgen wieder zurück nach Tokio, aber wäre noch sooo gerne geblieben. Lag’s an Jan, den sie bis dahin nur von YouTube-Videos kannte *g*?

Meine neuen Stiefeletten brachten mich beschwingt zum Hotel. Zwei Tage Stuttgart waren schon fast wieder vorbei. Am nächsten Tag ging’s mittags mit dem Zug wieder nach Hause, aber vorher wurde noch um ein Ticket für die Rebecca-Dernière am 06.01.2013 gekämpft. Ganz lieben Dank an Petra, die das für mich gebucht hat und dabei kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand. Ich mach’s wieder gut, versprochen :-)!

 

Jan Ammann an der SD in Stuttgart
Jan Ammann an der SD in Stuttgart