Jesus Christ Superstar

Rockoper von 

Sir Andrew Lloyd Webber und Tim Rice

Samstag 14. April 2018

Musiktheater im Revier

Gelsenkirchen

Schlussapplaus, Serkan Kaya als Judas, Joachim Gabriel Maaß als Kaiphas
Schlussapplaus, Serkan Kaya als Judas, Joachim Gabriel Maaß als Kaiphas

Cast


Jesus

Henrik Wager


Judas

Serkan Kaya


Maria Magdalena

Theresa Weber


Pilatus

Edward Lee


Simon

Sebastian Schiller


Petrus

Tobias Glagau


Herodes

Rüdiger Frank


Kaiphas

Joachim Gabriel Maaß


Annas

Ingo Schiller


Georg Hansen, Zhive Kremshovski


Musikalische Leitung

Inszenierung

Choreographie 

u.v.a.

Heribert Feckler

Michael Schulz

Paul Kribbe


Außerdem:

Soulgirls, Chorsolisten, Opernchor des MiR, Statisterie des MiR, Band


Mein Bericht:

 

10 Jahre (kaum zu glauben) ist es her, dass ich Serkan Kaya und Henrik Wager in JCS in Essen gesehen habe. Nun sind sie mit einer ähnlichen Version im Musiktheater in Gelsenkirchen gewesen (und alle kein bisschen älter ;-)).

Es war nicht ganz so bunt, wie damals in Essen, die Kleidung der Darsteller war überwiegend weiß, es gab zum Teil neue Bühnenbilder und außer Serkan, Henrik und Rüdiger Frank (Herodes), andere Darsteller. Wie es damals in Essen war kann man Berichten hier im Archiv entnehmen - damals war dieses Musical (ich nenne es mal so, es ist ja eigentlich eine Rockoper) ja noch neu für mich, aber mittlerweile zählt es zu meinen absoluten Lieblingsmusicals, vor allem die Inszenierung in Dortmund mit Alexander Klaws war sensationell. Wäre schön wenn es einmal die Konstellation Serkan und Alexander gäbe. Aber davon abgesehen, war auch Henrik Wager stimmlich und auch schauspielerisch wieder ein überzeugender Jesus. Serkan Kaya wie gewohnt grandios (ich sah ihn zuletzt in Düsseldorf im Januar 2018 in der Dreigroschenoper). 

Sehr herausragend war aber auch Edward Lee als Pilatus, stimmgewaltig und mit Ausstrahlung. 

Joachim Gabriel Maaß als Kaiphas war gleichfalls jemand der mit einer gewaltigen Bassstimme auffiel. Ein Wiedersehen gab es auch mit Rüdiger Frank als Herodes und Theresa Weber als Maria Magdalena gefiel mir auch sehr gut. Im Gegensatz zu der damaligen Darstellerin in Essen, die eine eher rauchige Stimme besaß, war die dieser Maria Magdalena mehr Sopran. 

 

Gesungen wurde wieder in Englisch, mit Übersetzungstafel über der Bühne. 

Der Sound war überwältigend und Dirigent Heribert Feckler war hier ebenfalls ein 'alter Bekannter'.

Das Ende war dann wie in Essen: Jesus 'Henrik Wager' kam nicht ans Kreuz, sondern ein Statist symbolischer Art, während der richtige Jesus mit Judas diskutierte. Immer noch nicht wirklich zu verstehen das Ende, vielleicht, weil es eine moderne Aufführung ist und heute niemand mehr gekreuzigt wird. 

Pilatus saß am Ende ewig lange in einer Ecke und zitterte mit blutigen Händen, so als sei er nun paralysiert von seinem Urteil über Jesus. Schwer zu verstehen, denn weder der Echte, noch ein heutiger Machthaber, würde da Reue empfinden. Vielleicht ein Anstoss (der sowieso nichts nutzt, weil die Mächtigen heute wie damals Mitleidslos sind und ihre Taten nie bereuen.)

 

Alles in allem aber eine überwältigende Show.

 

 

 

Schlussapplausfotos

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