The Prisoner

Der Gefangene

Drama/SciFi/Thriller

  GB 2009

6 Folgen 270 Min. (a' 45 Min.)

FSK ab 12 Jahre

  Granada International

Regie: Nick Hurran

 

Titelcollage mit Filmszenen Fotos (c) Granada International
Titelcollage mit Filmszenen Fotos (c) Granada International

Fotocollage mit Filmszenen aus 'The Prisoner' mit

James Caviezel, Ruth Wilson, Ian McKellen

 

Darsteller:                          
Ian McKellen Nr. 2
James Caviezel Nr. 6 (Michael)
Ruth Wilson Nr. 313
Lennie James Nr. 147
Rachael Blake M2
Jamie Campbell Bower       Nr. 11-12
Hayley Atwell Lucy
u.v.a.  
   

Zum Film:

 

Nachdem Michael (James Caviezel) seinen Job als Agent in einer Spionagefirma an den Nagel gehängt hat, erwacht er am nächsten Tag an einem fremden Ort, mitten in einer Art Wüste.

Zudem fallen Schüsse und er findet einen Verletzten, der ihm noch die Worte 'Finde 554' zuraunen kann. Er schleppt den Mann in eine Höhle, doch er kann ihn nicht mehr retten.

 

Michael irrt nun verwirrt durch die Wüste und landet schließlich in einer seltsamen kleinen Stadt, die wie gemalt aussieht. Jedes Haus gleich, die Menschen gehen ihren Beschäftigungen scheinbar zufrieden nach und über allem strahlt ein tiefblauer Wüstenhimmel.

Michael erfährt schon bald, dass er hier ein Neuankömmling ist und von nun an nur noch 'SIX' (SECHS) genannt wird - denn alle Bewohner der 'Stadt' die einfach nur DIE STADT (THE VILLAGE) genannt wird, haben keine Namen, sondern nur Nummern.

Der Bürgermeister der Stadt nennt sich 'ZWEI' (Ian McKellen) und wohnt mit seiner Familie als Einziger in einer stattlichen Villa.

'SECHS' kann sich weder an seinen Namen, noch an seine Identität erinnern, nur Bruchstückhaft, kehrt die Erinnerung zurück und er weiß, dass es noch andere Orte gibt, dass er zuvor ein anderes Leben führte. Doch was immer er auch unternimmt um zu entkommen, er gelangt immer wieder an eine Art unsichtbare Grenze und erwacht jedes Mal erneut in der 'STADT'.

Zum Schein passt er sich schließlich an, während er allerdings heimlich noch immer nach einem Ausweg sucht, doch für jeden der ihm hilft, endet dies tödlich...

Dazu kommt, dass keiner keinem traut, jeder jeden bespitzelt u.s.w. und ständig hat Nr. Sechs Visionen von seinem 'realen' Leben in New York, in das er bis zum Schluss eigentlich zurückkehren möchte, bis ihm Nr. zwei vorschlägt, doch selbst die Macht zu übernehmen damit er zurückkehren kann...

 

 

 

Meine Meinung:

 

Die Originalserie aus den 1960er Jahren kenne ich leider nicht, und kann auch nicht vergleichen, aber das stört mich auch nicht wirklich, da ich mir diese Serie ja ohnehin nur wegen 'James Caviezel' angesehen habe, ansonsten wäre es für mich uninteressant: Denn er bringt wirklich erst Farbe in diese doch recht verwirrende Geschichte und eine gewisse Tragikomik, die auch er (wie Clive Owen) perfekt beherrscht.

 

Am sehenswertesten sind so ungefähr die ersten beiden Folgen, die sich um die Ankunft in 'The Village' der Stadt drehen. Seine ständigen verzweifelten Fluchtversuche, während alle anderen Bewohner der Stadt sein Verhalten nicht verstehen und ihm weismachen wollen, dass  es keinen anderen Ort gäbe und er immer wieder 'eingefangen' wird, sind fast schon niedlich.

 

Anfangs hat die Geschichte etwas von 'Die Trueman Show', wo es ja auch um einen Mann geht, der (allerdings von Geburt an) in einer künstlichen Stadt lebt und alle um ihn herum sind nur Schauspieler. Er merkt es zunächst nicht, doch als er dahinter kommt und auszubrechen versucht, will man ihn natürlich mit allen Mitteln daran hindern.

 

'The Prisoner' dagegen wird leider mit jeder Folge immer undurchsichtiger und entpuppt sich dann schließlich als eine Art 'Matrix', also ein 'Scheinleben' das alle Stadtbewohner nur träumen, während sie sich zeitgleich in ihrem realen Leben befinden. Allerdings sind nur wenige dazu auserwählt worden, ob sie wollten oder nicht... aber es gibt auch 'Scheinpersonen' wie z.B. den Sohn des Bürgermeisters (zwei) Nr. 11-12, der niemals in die reale Welt wechseln könnte, da er im Grunde ja gar nicht existiert.

 

Vielleicht wäre ein echtes 'Village' als eine Art 'Gefängnis in der Wüste' besser gewesen. Diese Art von 'Doppelleben' oder Traumleben allerdings ist nur schwer nachzuvollziehen, zu kompliziert und unrealistisch.

 

Man könnt die sechsteilige Story natürlich jetzt noch viel ausführlicher beschreiben, doch dann müßte man sich jede Folge vornehmen und das wäre zuviel, zumal auch nicht jede Folge große Ereignisse zu bieten hat.

 

Mein Fazit:

Interessant und sehenswert ist es allemal, in erster Linie natürlich für James Caviezel oder Ian McKellen (Herr der Ringe 'Gandalf')- Fans, und falls nicht, dann könnte man es vielleicht werden...