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Filmplakat
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Thriller/Drama - USA/Deutschland/Großbritannien 2008
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren - 118 Min. 

  Verleih: Sony Pictures

 

 

Darsteller:

Louis Salinger
Eleanor Whitman        
Wilhelm Wexler
Jonas Skarssen
Der Berater
Sam Purvitz
Eli Cassel
Klaus Diemer
Clive Owen
Naomi Watts
Armin Mueller-Stahl
Ulrich Thomsen
Brian F. O'Byrne
Remy Auberjonois
Ty Jones
Axel Milberg
       



Crew:

Regie:
Drehbuch:
Kamera:
Schnitt:
Musik:
Design:
Kostüme:
Ton:
Produzenten:   
Casting:  
Tom Tykwer
Eric Warren Singer
Frank Griebe
Mathilde Bonnefoy
Reinhold Heil, Johnny Klimek, Tom Tykwer
Uli Hanisch
Ngila Dickson
Ed Cantu
Charles Roven, Richard Suckle, Lloyd Phillips 
Francine Maisler
 

 


 

 

Der Film:

 

Interpol-Agent Louis Salinger (Clive Owen) hat einen gefährlichen Job: Er will die mächtigsten Banken der Welt zu Fall bringen, indem er ihnen Beteiligung an Waffenhandel, Korruption und Mord nachweist. Die New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts) unterstützt ihn bei seinen gefährlichen Recherchen. In einer riskanten Hetzjagd um die halbe Welt, setzen die beiden ihr Leben aufs Spiel, denn die Hintermänner schrecken vor nichts zurück.

 

Meine Meinung:

 

Angeblich wollte Tom Tykwer (Das Parfüm) keinen Film in 'Bourne Identität' oder 'James Bond'  - Manier drehen (warum eigentlich nicht?) und was dabei herauskam, ist mir eher ein 'Möchtegern- hochspannungsthriller', in dem das wirkliche Highlight nur Clive Owen ist.

Musik, Kamera und Dialoge versuchen permanent eine Spannung 'vorzugaukeln', die eigentlich gar nicht vorhanden ist.

Es fängt eigentlich spannend an als Louis Salingers (Clive Owen) Kollege sich plötzlich vor dem Berliner Hauptbahnhof heftig übergibt, tot zusammenbricht und Salinger selbst von einem Radfahrer umgefahren wird.  Später entdeckt er im Nacken des toten Freundes einen Einstich, doch wie genau der zustande kam und von wem,  kann man nur vermuten.

Doch irgendwie baut sich dann weiterhin ersteinmal nicht wirkliche Spannung auf (schade), auch wenn der Film interessant und politisch gesehen sogar aktuell ist (und natürlich zwischenzeitlich auch spannende Szenen enthält, wie z.B. die Jagd nach dem Killer und die Schießerei im 'Guggenheim-Museum'). Allerdings muß man  aufpassen dass man den Faden nicht verliert, da die Story sich etwas verwirrend aufbaut. Man weiß zunächst nicht wer wohin gehört, wer ist 'Gut' und 'Böse' u.s.w. Für den normalen Kinobesucher wahrscheinlich etwas zu anstrengend.

 

'Zugpferd' Clive Owen allerdings ist wieder einmal megabrillant. Einfach umwerfend,  einfach klasse, er passt in solche Agenten-Rollen genauso gut wie in historische. Wieder einmal mehr adelt er hier einen Film mit seiner Ausstrahlung und Agilität ohne aufdringlich zu wirken, obwohl er hier schon, und das merkt man deutlich, der Star ist.

 

Mit Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts) an seiner Seite, macht  sich Louis Salinger (Clive Owen) schließlich auf die Suche nach dem oder den Übeltätern und deckt diverse Waffengeschäfte einer großen Bank mit diversen Regierungen auf. Am Ende lehnt der Kunde das Geschäft ab, die Bank ist pleite und wir wissen, warum Weltwirtschaftskrisen enstehen...

 

Naomi Watts wirkt in dem Film recht blass und eigentlich ganz und gar überflüssig, denn kurz vorm' Finale wird sie von Salinger (Clive Owen) auch noch nach Hause geschickt, da alles doch viel zu gefährlich sei. Sie hat ja Familie... und eine Romanze entsteht hier natürlich auch nicht (ist auch besser so, sie passt so gar nicht zu Clive...)

Sehr gut gemacht ist dann aber doch die Actionszene im Guggenheim-Museum in New York, auch wenn wild herumgeballert und fast das ganze Museum zu Klump geschossen wird... (man hat es ja fast komplett nachgebaut). Aber solch ein 'Thriller' benötigt natürlich auch irgendwann gewisse Action und hier passt es dann auch. Spannend dann auch der Anschlag auf den italienischen Politiker, oder am Ende die Verfolgung des Bankiers 'Skarssen' (Ulrich Thomsen) von Salinger, quer durch die Basare Istanbuls.

 

Wilhelm Wexler (Armin Mueller-Stahl) zuvor noch extracooler, scheinbarer Auftraggeber und Drahtzieher, entpuppt sich nun selbst als Marionette noch viel höherer Mächte, und was übrig bleibt, ist ein resigniertes Männlein, dass sich schon nach kurzem Verhör breitschlagen läßt, seine Auftraggeber abzuhören und zu verraten. Natürlich bekommt ihm das nicht besonders gut, man macht auch hier kurzen Prozess.

 

Mein Fazit:

 

Auf jeden Fall empfehlenswert, für Clive Owen Fans sowieso. :-)