Shadow Dancer

Thriller/Drama

GB/Irland 2012

Länge 102 Min./ FSK ab 16

Regie: James Marsh

CAST:                                                                                                  
ANDREA RISEBOROUGH Collette
CLIVE OWEN Mac (Declan)
AIDAN GILLEN Gerry
DOMHNALL GLEESON Connor
GILLIAN ANDERSON Kate Fletcher
BRID BRENNAN Ma
DAVID WILMOT Kevin
MARTIN MCCANN Brendan
u.v.a.  
 

Zum Film:

 

Das Jahr 1993 - Collette (Andrea Riseborough) kämpft in forderster Front der IRA mit ihren Brüdern Gerry und Connor, gegen Großbritannien, nachdem sie in ihrer Kindheit (70er Jahre) mitansehen mußte, wie ein weiterer Bruder von der Polizei getötet wurde.

Als sie in einer Londoner U-Bahn eine Bombe platzieren will, wird sie trotz ausgeklügeltem Fluchtweg von der Polizei erwischt.

Nach ihrer Verhaftung lernt sie den MI5 Agenten Mac (Clive Owen) kennen, der ihr anbietet, statt Verurteilung und Gefängnis, von nun an als Spionin für die Polizei zu arbeiten. Doch die Sache hat einen Haken: Collette soll ihre eigene Familie ausspionieren. Schweren Herzens nimmt sie an, denn Zuhause wartet ihr kleiner Sohn auf sie, den sie lange nicht wiedersehen wird, wenn sie ins Gefängnis wandert.

Aber die Mission ist nicht nur äußerst unangenehm für Collette, sondern auch gefährlich. Denn sobald ihre Brüder, bzw. deren Hintermänner hinter ihr Geheimnis kommen, ist sie tot.

Agent Mac, den sie auch unter dem Decknamen 'Declan' kennt, versucht alles um sie zu beschützen und erfährt schließlich, dass der Geheimdienst schon einen weiteren Spitzel in ihre Familie eingeschleust hat, wodurch Collette in tödliche Gefahr gerät. Ausser sich vor Enttäuschung und Wut auf die eigenen Kollegen, versucht er alles um Collette zu retten...

 

Meine Meinung:

 

Von aufwendigen Filmplakaten läßt man sich ja schon längst nicht mehr täuschen - trotzdem hätte man von diesem Film doch etwas mehr Tiefgang erwartet. Eine hintergründig lauernde Spannung ist zwar vorhanden, in Erwartung dass etwas passiert, doch die Story plätschert irgendwie ein bisschen lahm vor sich hin, dass man sich am Ende fragt, was uns das denn jetzt sagen wollte. Dabei hat man wirklich tolle Schauspieler engagiert (die wahrscheinlich auch dachten, sie wirken nun in einem vielsagenden Film mit, der nocheinmal die Zeit der IRA aufleben läßt). Dabei wirken sie eher wie Zugpferde, ohne die diesem Film wohl kaum jemand Beachtung geschenkt hätte. Allen voran Clive Owen, der ja ansonsten perfekt in Agentenrollen passt, doch hier selbst etwas blass wirkt. Dann wäre da noch Andrea Riseborough, an die man sich vielleicht als etwas puppenhafte Filmpartnerin von Tom Cruise aus 'OBLIVION' erinnert, die hier noch blasser wirkt, aber ihre Rolle als gebeutelte Mutter und IRA-Aktivistin dennoch meisterhaft meistert. Außerdem ein Gesicht dass mir die ganze Zeit bekannt vorkam, ich aber nicht einordnen konnte und nach ein bisschen Recherche dann in Collettes Bruder Gerry (Aiden Gillen), einen Star aus 'GAME OF THRONES' erkannte - dort spielte er die Rolle des Petyr Baelisch - Lord Kleinfinger :-). Dann noch Gillian Anderson - hier Kollegin von Mac (Clive Owen) die man nicht nur als 'Hannibals' persönliche Psychologin (aus der TV Serie HANNIBAL), sondern oh lang ist's her - als Scully, aus 'AKTE X' wiedererkannte und nicht zuletzt Bruder Connor (Domhnall Gleeson) der schon in 'HARRY POTTER' ein Bruder war, der des rothaarigen Ron Wesley...

 

Dass die Kulisse der Story irgendwie irisch-vorstadtmäßig düster und trist wirkt, mag ja Absicht gewesen sein, doch es reißt den ganzen Film mit und aufkommende Leidenschaft (z.B. zwischen Collette und ihrem Beschützer Mac) werden gleich im Keim erstickt und dann kommt noch ein schockierendes Ende, das ich hier aber nicht verraten will...

 

Mein Fazit:

 

Hätte man mehr draus machen können, die Schauspieler geben ihr Bestes, aber damit können sie auch nicht viel bewirken, wenn die ganze Atmosphäre des Films, die Handlung und die Story nicht wirklich zünden.