Das Rätsel der unheimlichen Maske


Originaltitel: 'The Phantom of the Opera'

Horrorfilm/Drama

GB 1962

Länge 84 Min.

FSK ab 16

Regie: Terence Fisher


Cast:

   
Das Phantom / Prof. Petrie Herbert Lom
Christine Charles
Heather Sears
Harry Hunter
Edward de Souza
Lattimer
Thorley Walters
Lord Ambrose d'Arcy
Michael Gough
Maria
Liane Aukin
Der Zwerg
Ian Wilson
u.a.
 

 


Zum Film:

 

Immer wieder werden die Vorführungen der Oper 'Die Jungfrau von Orleans', von dem angeblichen Verfasser und Opernteilhaber Lord Ambrose d'Arcy durch geheimnisvolle Anschläge gestört. Als man schließlich einen erhängten Bühnenarbeiter findet, weigert sich die Primadonna 'Maria' weiter aufzutreten. So kommt es, dass die bis dahin unscheinbare 'Christine Charles' vorsingen darf. In ihrer Garderobe hört sie eines Tages eine Männerstimme, die ihr sagt, dass sie ihr helfen will. Später sieht sie  in einem der dunklen Korridore der Oper eine seltsame Gestalt mit Maske, die aber gleich wieder verschwindet.


Doch bevor sie die Rolle bekommt, wird sie zum Dinner von Lord d'Arcy eingeladen, der versucht sie zu verführen. In ihrer Not bittet Christine den Musikproduzenten Harry Hunter, der im gleichen Restaurant speist, um Hilfe und wird aus Rache von dem hinterhältigen Lord gefeuert.

Als Harry Hunter sie später selbst zum Dinner abholt, sieht er in Christines Wohnung Notenblätter, mit der gleichen Oper die Lord d'Arcy als seine eigene ausgibt. Die Partitur stammt von einem Professor Petrie, der einst Christines Gesangslehrer war und spurlos verschwunden ist.


Als Christine noch einmal die Oper betritt, wird sie von einem verwachsenen buckeligen Zwerg, der zuvor Lord d'Arcy ermordete, entführt und findet sich kurze Zeit später im unterirdischen Gewölbe der Oper wieder. Dort erwartet sie eine Gestalt mit einer gräßlichen, einäugigen Maske an der Orgel. Er erklärt ihr, dass er aus ihr eine große Sängerin machen will und zwingt sie zu singen, während er spielt.

Die völlig verängstigte junge Frau hat große Schwierigkeiten überhaupt einen Ton herauszubekommen und als sie um eine Pause bittet, ohrfeigt der Maskierte (Phantom will man ihn gar nicht nennen) sie doch tatsächlich brutal und als sie darauhin in Ohmacht fällt, schüttet er ihr ein Glas kaltes Wasser ins Gesicht.

Ihr Freund in der Oberwelt, Harry Hunter forscht derweil jener rätselhaften Partitur hinterher und erfährt, dass es in der Vergangenheit einen Brand in der Druckerei, wo diese unter dem Namen Lord d'Arcys vervielfältigt werden sollte gab, und eine Gestalt, die sich wohl das Gesicht mit Säure verbrannte, weil sie dachte es wäre Wasser zum Löschen (wie dumm), davonrannte und in der Kanalisation verschwand. Als Harry, der sich natürlich um die verschwundene Christine sorgt die Spur verfolgt, landet er gleichfalls in einem unterirdischen Gewölbe, begegnet dem Zwerg, kann ihn überwältigen und zwingen ihn zu Christine zu bringen. Der Zwerg ist hier nämlich so eine Art Diener des Phantoms.

Als das Phantom den Eindringling bemerkt, will es natürlich sofort auf ihn losgehen, doch Harry erklärt ihm, dass er ihn kenne, dass er Professor Petrie sei und Christine gehen lassen solle. Da erklärt ihm Petrie die ganze schreckliche Geschichte, nämlich dass er einst seine Partitur von Lord d'Arcy vermarkten lassen wolle, dieser sie ihm aber stahl und unter seinem eigenen Namen veröffentlichte. Als Petrie sich eines Nachts in die Druckerei schlich, um die Partituren mit dem falschen Namen zu vernichten, sei ihm ein Mißgeschick passiert, woraufhin die Druckerei in Brand geriet. Als er eine Flasche mit Flüssigkeit auf den Anfangs noch kleinen Brand goß, weil er glaubte es sei Wasser, spritzte ihm diese ins Gesicht und verätzte es. Er sprang in den Fluß um seine Wunden zu kühlen und trieb schließlich in dieses unterirdische Verlies, wo der Zwerg wohnte, der ihn pflegte. Nun möchte er so gerne wenigstens noch einmal seine ehemalige Schülerin in dieser Oper die Hauptrolle spielen sehen.

Christine ist zu Tränen gerührt. Schließlich kehrt sie mit Harry in die Oper zurück und übernimmt die Hauptrolle, der 'Jeanne d'Arc'. Petrie sitzt in seiner Loge und schaut ihr mit Tränen in den Augen zu. Der Zwerg derweil wird von Bühnenarbeitern gejagt und flüchtet sich auf den Kronleuchter über der Bühne (hier ein Requisit das zur Oper gehört). Dieser hält das Gewicht des Buckligen nicht aus und stürzt ab. Petrie (das Phantom) will Christine retten und springt auf die Bühne, wobei er seine Maske verliert und man einen kurzen Blick auf das entstellte, von Säure verätzte Gesicht erhascht. Es gelingt ihm zwar Christine zur Seite zu stoßen, doch der Kronleuchter begräbt ihn unter sich.


Ende

 

Meine Meinung:

 

Man merkt schon bei der Beschreibung, wie konfus zusammengebastelt der Film klingt, und das für die berühmten 'Hammer-Studios'...! Gaston Leroux hätte sich wahrscheinlich tot gelacht darüber und niemals erlaubt, dass seine Geschichte so dermaßen verstümmelt wird. 

Leider einer der schlechtesten Phantomfilme, die ich je gesehen habe. Die Story ist völlig verkorkst, Spannung fehlt komplett und teilweise sieht es so aus, als habe man von dem 1943er Film abgekupfert (z.B. die Sache mit der geklauten Partitur, der Säure im Gesicht, das Untertauchen des 'Phantoms' in einem Abwasserkanal). Aber statt es diesmal besser zu machen, ist es schlechter geworden, fast peinlich, für einen Film der 19 Jahre jünger ist als sein Vorgänger.

Es werden hier zwar auch Opernteile gezeigt 'Die Jungfrau von Orleans', Professor Petries geklaute Oper, aber 'Ohrwürmer' bekommt man davon auch nicht. Zudem bekommt das Phantom hier einen 'Diener', eine Art 'Koukol' wie man ihn aus 'Tanz der Vampire' als buckligen Diener des Grafen kennt, der die ganzen bösen Streiche ausführt, die sonst das Phantom selbst erledigt.

Zeitweise gab es den Film in Deutschland gar nicht mehr, mittlerweile auch nur noch selten und in Originalsprache, (eventuell mit deutschen Untertiteln).

Er floppte schon damals an den Kinokassen, ist ja auch kein Wunder, wenn man die aufgemotzten Werbeplakate und Trailer sieht, wer weiß was erwartet, und dann läuft dieses laue, langweilige Filmchen ab...

 

Der einzige 'Horror' hier ist wohl die mehr schlecht als recht zusammengebastelte Maske des Phantoms, da sieht sein verätztes Gesicht, dass man erst am Ende kurz zu Gesicht bekommt, fast noch 'hübscher' aus.

 

Fazit:

Wenn man ihn als Phantomfan unbedingt im Regal haben will... muß man aber nicht...