Schloss Burg Solingen

SChloss Burg in Solingen
Schloss Burg in Solingen Juli 2012

 

Info zu Schloss Burg:

 

1133 ließ Graf Adolf II. von Berg an der Wupper den zweiten Stammsitz der Familie erbauen. Graf Engelbert II. von Berg und Erzbischof von Köln, erweiterte diesen schließlich von 1218 - 1225 um den Palas, das zukünftige Hauptgebäude der Burg. Der Bergfried (großer Turm) wurde fortan nicht mehr bewohnt, sondern diente ausschließlich zur Verteidigung und Rückzugsmöglichkeit der Bewohner bei Angriffen auf die Burg. Allerdings hatte Graf Engelbert II. nicht mehr viel von seinem Werk, er wurde von seinem Vetter Friedrich von Isenberg bei einem Überfall in einem Hohlweg im heutigen Gevelsberg ermordet. Dieser Geschichte widmete sich bereits ausgiebig eine Mittelalterausstellung im archäologischen Museum in Herne und es war eine wahrhaft spannende Kriminalgeschichte im Mittelalter. Der Mörder endete schließlich kläglich am Rad.

Im 13. und 14. Jahrhundert war Schloss Burg Hauptsitz der Grafen von Berg. Graf Adolf V. von Berg gründete die Stadt DÜSSELDORF und ab Ende des 14. Jahrhunderts siedelten die Grafen von Berg auch dorthin. Schloss Burg in Solingen aber wurde zunächst weiter als Jagdschloss genutzt.

Um 1500 ließ Wilhelm von Jülich-Berg das Schloss abermals erweitern.

1632 wurde Schloss Burg im 30jährigen Krieg von den Schweden beschossen und belagert und 1648 von kaiserlichen Truppen unter Oberst Heinrich von Plettenberg zerstört. Nur wenige Gebäude und der Diebesturm blieben stehen.

1700 wurde die Burg teilweise wieder aufgebaut, bis 1807 Sitz der herzöglichen Rentmeister und Richter des bergischen Amtes Bornefeld.

Bis 1849 wurde die Burg industriell genutzt, z.B. gab es dort eine Wolldeckenfabrik.

Danach wurde die Burg geschleift, Holz, Steine und Eisen wurden für andere Bauwerke verwendet und der Burg schien ein trauriges Ende als Ruine zu drohen.

Ab 1890 - 1914 erfolgte der Wiederaufbau durch den Schlossbauverein.

Im Batterieturm befindet sich seit 1951 die Gedenkstätte des 'deutschen Ostens'.

Zwischenzeitlich, nämlich 1920 brannte ein großer Teil der Burg aus und mußte erneut instant gesetzt werden. (bis 1925).

Erst 2005 machte man erneut archäologische Entdeckungen auf dem Burggelände (Mauerreste und Knochen).

1951 wurde ein vergrabener Silbermünzenschatz dort gefunden u. ist heute im Burgmuseum zu besichtigen. Architekten, sowie Archäologen waren zwar bemüht, die Burg so wiederzuerrichten wie sie einst war, doch eine Garantie, dass sie wirklich so ausgesehen hat, gibt es nicht. Man kann es nur vermuten.

Heute finden viele Veranstaltungen aller Art auf der Burg statt, z.B. auch Mittelaltermärkte und Ritterspiele.

 


 

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