Der Anschlag

STEPHEN KING

Originaltitel

11/22/63

Roman

1056 Seiten

Erschienen 2011

Deutsche Übersetzung Wulf Bergner

Wilhelm Heyne Verlag

 


Zum Buch:

 

Der Englischlehrer Jake Epping staunt nicht schlecht als er seinen Freund Al Templeton von einen Tag auf den anderen scheinbar um Jahre gealtert und todkrank vorfindet. Dieser weiht ihn schließlich in ein unglaubliches Geheimnis ein: In der Vorratskammer seines Schnellimbisses befindet sich eine Art Zeitloch, durch das man in das Jahr 1958 gelangt. Ganz gleich wie lange man sich in der Vergangenheit aufhält, sobald man zurückkehrt, sind in der Gegenwart nur 2 Minuten vergangen. Man selbst aber altert ganz normal weiter, je nachdem, wieviel Zeit man in der Vergangenheit verbringt. Al nun hatte vor, den Anschlag auf US-Präsident John F. Kennedy zu verhindern, verbrachte fast fünf Jahre in der Vergangenheit bis zum Jahr 1963 (dem Jahr des Anschlags) (hier läuft die Zeit normal weiter) um dann aufgeben zu müssen, weil er an Krebs erkrankte.

Er bittet nun seinen Freund Jake sein Vorhaben auszuführen, weil er davon überzeugt ist, dass die Zukunft eine weitaus bessere Welt sein wird, wenn John F. Kennedy überlebt.

Jake zögert zunächst, ihm ist nicht wohl dabei zumute, doch da er nicht feige sein will, unternimmt er die Reise in die Vergangenheit schließlich doch. Außerdem kann er dort vielleicht noch einigen anderen helfen, denen es in der Gegenwart aufgrund einer schlechten Vergangenheit nicht so gut erging. Falls etwas schief gehen sollte, kann er ja jederzeit zurückkommen und Dank der nur zwei Minuten, die inzwischen in der Gegenwart vergangen sind, würde es niemand merken. Allerdings gibt es bei jeder erneuten Reise einen Neustart. D.h. bei jeder neuen Rückkehr in die Vergangenheit, landet er immer wieder im Jahr 1958, alles ist wieder beim alten, alles was er bisher veränderte ist wieder so wie zuvor und er müsste immer wieder neu die Jahre durchleben. Da ist klar, dass er sich nicht viele Neustarts erlauben kann.

 

Zunächst fühlt er sich wohl in der Vergangenheit, er lernt sogar seine große Liebe Sadie kennen - während er sich heimlich auf die Verhinderung des Attentats und die Bespitzelung des Attentäters vorbereitet. Doch je näher er seinem Ziel kommt, umso mehr wehrt sich die Vergangenheit auf unheimliche Weise gegen Veränderungen. Am Ende weiß er, dass schon das Töten einer Mücke, die gesamte Zukunft dramatisch verändern könnte...

 

Meine Meinung:

 

Ein Highlight unter den Stephen King - Büchern. Hier muß er in Höchstform gewesen sein. Kein Horrorroman, sondern eher ein Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, ein absolutes Meisterwerk!!

Die über tausend Seiten sind im Nu weggelesen, denn Stephen King zieht hier wieder einmal mehr alle Register seiner Erzählkunst. Absolut empfehlenswert!!