King Arthur

Wer war er wirklich?

Filmszene 'King Arthur' (c) Buena Vista
Filmszene 'King Arthur' (c) Buena Vista

 

 

Die wohl ausführlichste und schönste Neuerzählung der Sage um König Artus'Die Nebel von Avalon' (gleichfalls verfilmt), stammt von Marion Zimmer Bradley; aber auch hier handelt es sich ausschließlich um die mythische Gestalt des Artus.

 

Artus' Herkunft, die Geschichte um den Magier 'Merlin', die Priesterinnen der Insel 'Avalon' und nicht zuletzt Artus' verzweifelte Suche nach dem heiligen Gral, da er scheinbar soviel Frieden auf die einstmals heftig umkämpfte britische Insel gebracht hatte, dass er seine gelangweilten Ritter auf die Suche nach dem Gral schicken mußte, damit sie wenigsten eine Art von Beschäftigung hatten, wird hier sehr schön und fast glaubhaft erzählt, denn Visionen und Zauberei werden gut verpackt und mit der Geschichte des alten Glaubens an alte Götter, sowie dem immer mächtiger werdenden Christentum verbunden. So lebten und erlebten ja viele Völker auf Erden finstere Zeiten und ihr Glaube war so stark, dass nicht die reale Welt für sie existierte, sondern eher eine Art Traumwelt. Sie fühlten sich berufen die Zeiten zu ändern und noch lange vor ihrer Geburt wurden bereits Könige 'geplant', die Frieden und Heil über ihre Völker bringen sollten.

 

Weitere sehr spannende und teilweise auch  stark veränderte Geschichten (die in ihrer Grundform aber immer gleich sind) gibt es unter anderem auch von Bernard Cornwell, 'Die Artuschroniken' (ganz ohne Magie) und Gillian Bradshaw, 'Die Krone von Camelot', sowie die vierteilige Pendragon-Saga von Stephen Lawhead.

Siehe 'Artus-Literatur'.

 

Immer wieder erforschen Historiker diese Geschichte und aufgrund alter schriftlicher Berichte (die aber eher nur noch fragmentarisch vorhanden sind), aber durchaus echt sein sollen, kann man die Legende um den berühmten Sagenkönig vielleicht wirklich auf mindestens zwei (oder mehrere) reale Helden zurückführen. Doch waren diese wohl alles andere als der romantisch anmutende König, dessen Geburt, Taten und Wirken schon lange vor seiner Existenz, von einer Handvoll Frauen, nämlich jenen benannten Priesterinnen der versunkenen Insel 'Avalon', geplant wurde. 

Nicht zu vergessen seine stolzen Ritter der Tafelrunde, alles edle, ehrbare Herren. Zudem bekam jeder einzelne seiner Ritter eine eigene fantastische Geschichte. Sie trugen Namen wie Lancelot, Tristan, Gawain, Percival, Galahad, Sagramor, Lamorak, Agravain, Bors, Gareth, Cei u.s.w., alles Namen, die sich erst im Laufe der Jahrhunderte entwickelten, bzw. von uralten Namen ableiteten. Z.B. vermutet man unter dem Namen 'Medrawt' oder Medraut,  den späteren 'Mordred', angeblich Arthurs Sohn den er mit einer seiner Halbschwestern hatte.

 

Aus 'Gwenhywfar' wurde Guinevere oder Ginevra, aus 'Gwalchmai'  wurde Gawain, aus 'Yvain' wurde Iwain, hinter dem Namen  'Llwch Llawynnac' vermutet man den ursprünglichen 'Sir Lancelot'. Und natürlich  Arthur oder Artus, was sehr wahrscheinlich von  'Artorius'  oder Arthurius'   hergeleitet wurde, genausogut aber auch von der keltischen, sowie lateinischen Übersetzung von 'Bär' (Art(h) und Ursus - was zusammengesetzt worden sein könnte, aber dazu komme ich noch weiter unten in diesem Bericht. 

 

In der Legende wird Arthur ungefähr um die Mitte des 5. Jahrhunderts angesiedelt, bzw. geboren (meist um 475), die Römer sind bereits abgezogen und die Sachsen (die haben übrigens in keinster Weise mit den heutigen 'Sachsen' etwas zu tun, lediglich der Name blieb) landeten immer wieder an den Küsten Britanniens, ließen sich um 689 endgültig nieder und vereinnahmten große Teile der Insel. Hätte ein 'Arthur' sie auch nur für einen kurzen Zeitraum in Schach gehalten, wie es erzählt wird, fragt man sich allerdings, warum es die heutige Historie ignoriert, bzw. es so schwer ist, seiner Spur zurück in die Vergangenheit zu folgen. Erwähnt wird ja durchaus, dass die 'Britannier' sich eine zeitlang wehren und die Sachsen zurückschlagen konnten, aber der Name ihres Anführers wird offiziell nicht als 'Artus' benannt. Schon damals waren sich Chronisten kaum einig, wie wer genannt werden soll. Der Name 'Artus'  taucht eher immer willkürlich auf, so daß dessen Existenz als Eigenperson immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert. Man nimmt deshalb an, dass sich unter dem Namen 'Artus' verschiedene Personen aus sogar verschiedenen Jahrhunderten verbergen, aus denen letztendlich die Legende, und erst im Spätmittelalter niedergeschriebene Geschichte  entstand, die zu vermitteln versucht, es handele sich bei dem Heldenkönig Artus um eine einzige, eigenständige Person.

 

Filmszene 'King Arthur'
Filmszene 'King Arthur'

 

Um auf die Sachsen zurück zu kommen: Dazu sollte erwähnt werden, dass die Sachsen nach Abzug der Römer sogar anfänglich von den romanisierten Britanniern unter ihrem selbsternannten 'König' 'Vortigern' (was so etwas hieß wie 'großer Herr' und kein Eigenname gewesen sein muß) angeworben und ins Land geholt wurden, um ihnen gegen die Überfälle, der als ziemlich brutal geltenden Stämme der Pikten und Skoten  aus dem Norden der Insel, beizustehen.

 

Das war etwa um die Mitte des 5. Jahrhunderts, also da, wo der Film 'King Arthur' angesiedelt wird. 'Vortigern' war aber sicher nicht 'Artus', denn in historischen Quellen wird er immer wieder als 'Tyrann' oder 'Verräter' beschimpft. Seine Idee die Angeln und Sachsen als Unterstützung gegen die feindlich gesinnten Pikten und Skoten (keltische Ureinwohner des damaligen Nord-Britannien (von den Römern Caledonia genannt) und dem heutigen Schottland) ins Land zu holen, war dagegen noch nicht einmal so schlecht. Er versprach ihnen Gold und Land wenn sie den Britanniern halfen - und das taten sie zunächst auch ziemlich erfolgreich. Doch leider wurden sie sehr schnell zu habgierig, es kamen immer mehr Angeln, Sachsen und Jüten vom Festland und sie forderten immer mehr und verbündeten sich schließlich sogar mit den Pikten.

 

Da Vortigern römerfeindlich eingestellt war, versank gleichzeitig das ganze römische Verwaltungssystem in Britannien im Chaos. Vortigern selbst, wurde von seinen vermeintlichen 'Freunden', den Sachsen verraten. Diese nämlich metzelten während eines Versöhnungstreffens sämtliche Stammeshäuptlinge nieder und ließen nur Vortigern am Leben, der nun erpresst wurde, große Ländereien in Britannien an die germanischen Stämme abzutreten. Unter Schande floh er schließlich in eine Festung, die kurze Zeit später abbrannte. 

 

Diese wohl noch ziemlich gut erhaltenen Berichte verdankt die Nachwelt heute drei Mönchen, die angeblich unabhängig voneinander die historischen Fakten festhielten;

Bede, Nennius und Gildas hießen sie. Sie lebten ungefähr zur Zeit dieser Geschehnisse, oder nur wenige Jahr- zehnte/Jahrhunderte danach.

Zumindest 'Gildas' scheint hier in der 'Artusepoche' gelebt zu haben (Mitte 5./ Anfang 6. Jahr- hundert). Bei 'Bede' weiß man, dass seine Berichte aus dem Jahr 731  stammen und  'Nennius''  Niederschriften sollen im 9. Jahrhundert entstanden sein, so dass wohl auch er schon gewisse Quellen als Vorlage nutzen mußte (womöglich die der anderen beiden Mönche).   

 

  

 

Nachdem Vortigern ver-schwunden oder tot war, herrschte wieder Chaos im Land und die Macht ging schließlich in die Hände vieler Lords über, die ein einziger Mann führte, der wie aus dem Nichts auftauchte:

'Ambrosius Aurelianus' der auch:

'Der letzte Römer' genannt wurde. Ambrosius strebte danach wieder die römische Zivilisation einzuführen bzw. zu erhalten. Er schien derjenige gewesen zu sein, der alle Stämme schließlich zu einem großen Heer vereinte und die zwölf berühmten Schlachten führte, für die später ein 'König Artus' verantwortlich gemacht wurde. In den Aufzeichnungen der drei Mönche wird von diesen Schlachten berichtet und ihr Anführer wird einmal als 'Ambrosius' bezeichnet und einmal als 'dux bellorum' (Herzog der Schlachten), aber nur Nennius nennt ihn 'Artus'.

 

Nach Vortigerns Gewaltherrschaft, muß er den Britanniern wie eine Art 'Erlöser' erschienen sein, und seine Abstammung wird sogar als 'königlich' beschrieben. Wahrscheinlich war er britisch-römischer Abstammung, eventuell sogar wirklich ein Königssohn, da Bede beschreibt, dass er 'ein bescheidener Mann römischen Ursprungs und einziger Überlebender der Katatstrophe, in welcher seine königlichen Eltern umgekommen waren', war. (Auch dieser Punkt wird im Film 'King Arthur' aufgenommen - in der Legende ist er ja sowieso ein Königssohn). In anderen Berichten rätselten Historiker über den Satz, dass seine Eltern 'Das Purpur' getragen hätten, dabei ist auch hier wieder unklar, ob es nun königliche Eltern oder Großeltern waren. Ebenso war im Film auch die zwölfte Schlacht am 'Badon Hill' (Mons Badonicus) ein großes Thema, denn erst diese Schlacht, war ein entscheidender Schlag gegen die Sachsen und wenn jener 'dux bellorum' tatsächlich Artus bzw. Arthur war, hatte dieser Sieg den Grundstein zu seinem bis heute andauernden Ruhm gelegt. 'Ambrosius Aurelianus' agierte Ende des 5. Jahrhunderts / Anfang des 6. Jahrhunderts, die Schlacht am Mons Badonicus wird um 501 bis 515 n. Chr. geschätzt.

 

Die Daten und Geschehnisse liegen sehr nahe an den in der Legende genannten und/oder stimmen oft sogar überein, deshalb ist es mehr als naheliegend, dass 'Ambrosius' eine jener historischen Personen war, die als Vorbild für den legendären König galten. Doch es gab noch jemanden... (dazu siehe weiter unten...)

 

Ob er später wirklich zum König wurde, bleibt    weiterhin im Dunkel (den Begriff 'König' gab es damals in der Form allerdings auch noch gar nicht) ...sicher ist, dass sich Dank ihm die Angeln und Sachsen friedlich ansiedelten, sich mit Britanniern mischten und quasi ein ganz neues Volk mit eigener Königslinie (von Kent) und Sprache entstand. Ohne ihn wäre Britannien wie schon 500 Jahre zuvor von den Römern, diesmal wohl von den Sachsen überrannt und vereinnahmt worden. Natürlich währte auch dieser Friede nicht ewig, schon 40 Jahre später rebellierten die Sachsen abermals, und fast genau zu diesem Zeitpunkt verschwand Ambrosius - (Artus?) so geheimnisvoll von der Bildfläche, wie er erschienen war.                                                          

Es gibt nur einen kurzen Hinweis, dass er zusammen mit 'Medraut' (Mordred) um 537  in der Schlacht von Camlamn fiel '...und in Britannien und Irland wieder Tod herrschte...' Dass Mordred wie in der Legende beschrieben, sein Sohn und Verräter war (er soll zu den Sachsen gewechselt sein), (im Film gibt es auch einen Verräter bzw. Überläufer) und die beiden sich gegenseitig niederschlugen, wird mit keinem Wort erwähnt. Entweder stammt die Geschichte aus mündlichen Überlieferungen, oder es hat sich jemand etwas ausgedacht. Vielleicht war Mordred sogar einer seiner treuesten Ritter.

 

Allerdings weicht seine Geschichte in vielen Schriften so stark von der zuvor genannten ab, dass man mittlerweile vermutet, dass es noch einen zweiten 'Ambrosius' gab,  der mit seinem Namensvetter oft vertauscht oder die beiden ebenfalls zu einer Person verschmolzen. 

 

Zumindest gab es angeblich einen 'König' bzw. Anführer, der allerdings  als 'Aurelius Ambrosius' und nicht als 'Ambrosius Aurelianus' bezeichnet wird (eine Namensverdrehung oder gar eine völlig andere Person?). Dieser folgte Vortigern unmittelbar auf den Thron und war der ältere Bruder des späteren Königs 'Uther Pendragon', der ja wiederum Arthur's Vater gewesen sein soll...(So wird es teils in der Historie, teils in der Legende dargestellt und verliert durch die unterschiedlichen Darstellungen leider wieder erneut an Glaubwürdigkeit).

 

Erst im 11. Jahrhundert fanden wiederum Mönche, ein Grab in der Nähe der Glastonbury Abbey. Darin befanden sich angeblich Artus' sterbliche Überreste, sowie ein Bleikreuz mit Inschrift, das aber seit dem 17. Jahrh. verschollen ist. Die gefundenen Gebeine des Artus', lagen angeblich zusammen mit denen seiner geliebten Gattin Guinevere - sogar eine blonde Locke der Braut wollen die Mönche gefunden haben, doch leider zerfiel sie sofort zu Staub. Allerdings scheint dieser angebliche Fund wenig glaubhaft und diente den Mönchen wohl dazu Besucher anzulocken, um sich finanziell zu sanieren.

 

Ein Bischof mit Namen 'Geoffrey of Monmouth' verfaßte dann um 1136 eine lange Liste von Königen, im Altertum angefangen und nannte diese 'Historia Regum Britanniae'. In dieser wird auch ein 'König Arthur' aufgezählt, samt seiner 12 Schlachten. Allerdings vermutet man heute, dass er die Berichte der Mönche, sowie einige antike Gedichte,  nachweislich aus der Artusepoche in denen Artus schon mit Namen genannt wird, als seine Quelle genutzt hat und füllte damit die Wissenslücken in seiner 'Historia Regum Britanniae'  wohl einfach mit einer gehörigen Portion Phantasie und dem Wissen aus den mündlichen Überlieferungen der Legende, sowie historischen Ereignissen. Durch die Weitergabe von Generation zu Generation, ist immer wieder etwas dazugekommen und in dunklen Zeiten neigt man dazu, alles in hellerem Licht erstrahlen zu lassen. 

        

Ausschnitt aus dem Film 'King Arthur', mit Clive Owen in der Hauptrolle
Ausschnitt aus dem Film 'King Arthur', mit Clive Owen in der Hauptrolle

 

Vielleicht ist auch dies eine Erklärung für Arthurs' Fehlen in der heutigen Historie der Weltgeschichte (immerhin wurden Geoffrey's Aufzeichnungen bis ins 16. Jahrhundert anerkannt); man kann die allzu fantastischen Ausführungen nicht ganz ernst nehmen und da es ansonsten keinerlei Beweise, außer hier und da das Auftauchen seines (Artus') Namens in irgendeinem Bericht, einem Gedicht oder einer Geschichte, sowie ein Grab mit verblichenen Knochen gab, ließ man im Zweifel King Arthur einfach weg und überließ ihn weiterhin der Welt der Legenden. Teile der später zur vollständigen Legende werdenden Geschichte, wurden erstmals, gestützt auf Geoffrey's Werk, in Versform Ende des 12. Jahrhunderts von einem französischen Dichter namens Chrétien de Troyes herausgebracht.

 

Einen mittelalterlichen Ritterroman um Ruhm und Ehre  schrieb dann Sir Thomas Malory um 1470 quasi um den legendären König herum - 'Morte D'Arthur' welcher 1485 veröffentlicht wurde und womit er den eigentlichen Grundstein zur Unvergesslichkeit 'King Arthurs' legte, da man hier erst wieder nachzuforschen begann, was wirklich dahintersteckt. Hier erst war die eigentliche Geschichte, in Romanform entstanden, und wurde wiederum im 19. Jahrhundert neu bearbeitet und romantisiert.

 

Dass Legenden aber meist auf Wahrheiten beruhen, war schon in der Geschichte um die Nibelungen aufgefallen, denn dort genannter Hunnenkönig Etzel hatte wirklich existiert, unter dem Namen 'Attila', ebenso wie Held 'Siegfried' der wahrscheinlich in der Realität 'Arminius' hieß.

 

Wie schon oben erwähnt, beruht die Legende wahrscheinlich auf mehreren historischen Persönlichkeiten. Ambrosius war vielleicht eine davon, eine andere beschreibt  Linda A. Malcor in ihrer Biographie über 'Lucius Artorius Castus', (siehe Quellenhinweise unten am Ende des Berichtes) äußerst aufschlußreich und es scheint mehr als logisch zu sein:

 

'Lucius Artorius Castus' war ein römischer Centurio, der allerdings schon im 2. Jahrhundert n. Chr. lebte und eine sehr erfolgreiche Laufbahn in verschiedenen Legionen absolvierte. Als er um ca. 158 n. Chr. seine militärische Laufbahn begann, war er gerade mal 18 Jahre alt, war hochintelligent und hatte bis dahin eine sehr gute Bildung in allen damals möglichen Bereichen genossen. Dennoch zog es ihn zum Militärdienst. Er durchlief verschiedene Legionen, die jeweils mehrere Jahre an verschiedenen Orten im römischen Reich stationiert waren. Später, um 175 n.Chr. wurde er als Praefaectus in der VI. Legion Vecxtrix (Victrix), die seit 122 n. Chr. in Britannien stationiert war, eingesetzt.

 

In seinen Feldzügen zuvor stieß er auf die sarmatischen Iazygen, die als Hilfstruppen (Auxiliartruppen) angeheuert  und unter seinem Kommando nach Britannien geschickt wurden. (Zwar hatten die Römer mit (germanischen) Hilfstruppen eineinhalb Jahrhunderte zuvor schon schlechte Erfahrungen gemacht (Varusschlacht), dennoch waren sie unbedingt darauf angewiesen, denn das mittlerweile riesige, römische Reich benötigte mehr Soldaten, als die Römer selbst aufbringen konnten).

 

Obwohl in ihrer Kampftechnik sehr stark und von ihrer Ausrüstung her hoch entwickelt (eiserne Panzer, hohe Reitkunst und Kampftechnik mit hochwertigen Waffen), waren die Sarmaten den Römern unterlegen, vielleicht weil sie in der Unterzahl waren. Wurden aber dennoch von den Römern vor völliger Vernichtung, bzw. Versklavung bewahrt, weil man ihr Potential erkannte und ihnen anbot in den Dienst Roms zu treten. Insgesamt waren es um die 8000 Krieger, von denen 5500  die Römer und Britannier von nun an gegen Einfälle der Pikten und Skoten aus dem Norden Britanniens, beschützen sollten.  Dieses Thema wurde dann auch in dem Film 'King Arthur' aufgegriffen mit einem brillanten Clive Owen in der Rolle des Artorius. (Die Filmschlacht auf einem zugefrorenen See, wurde der historischen Schlacht gegen die Sarmaten auf der zugefrorenen Donau nachempfunden.) Die Sarmaten waren stolze Krieger (vielleicht Vorbild für die späteren Ritter des Artus')  und sie durften alles was sie benötigten mit in ihre neuen Einsatzgebiete nehmen, inklusiv Familien und Tierherden zur Ernährung, sowie zwei Pferde pro Krieger und sehr wahrscheinlich geht auch die Legende um das Schwert 'Excalibur' auf sie zurück, denn es bestand aus 'Weißstahl' (Caliburn) und die Sarmaten führten eine Tradition in Britannien ein, in dem sie ein in einem Stein steckendes Schwert wie einen Gott verehrten. 

 

Auch eine ihrer Festungen in Britannien 'Camboglanna' wird oft als der spätere Artushof 'Camelot' ausgelegt, sowie als 'Camlamn' wo 'Artus' letzte Schlacht stattgefunden haben soll. Ein weiterer bekannter Name einer Festung taucht ebenfalls auf: 'Avallana'  (das spätere 'Avalon'?). Es schien fast so, als bewunderten sogar die Römer die Sarmaten, denn sie übernahmen einiges von ihnen, z.B. auch die berühmten Drachen- standarten ('Pendragon').

 

'Artorius' behielt während seiner gesamten Zeit in Britannien (etwa 10 Jahre mit Unterbrechungen, als er nach Rom reiste oder woanders eingesetzt wurde) das Kommando über die sarmatischen 'Ritter', da niemand die Kultur und Sprache der Sarmaten so gut kannte wie er. 

 

Mittlerweile war er längst  vom Primus Pilus (ranghöchster Offizier) zum Präfekten und schließlich in den Ritterstand erhoben worden. Letzteres war normalerweise nur adligen Römern vorbehalten, es ist aber nicht wirklich bekannt ob Artorius vielleicht sogar adlig war, eventuell aus einer verarmten adligen Familie stammte, und sich diesen Rang erst verdienen mußte, oder ob er ihn sich generell verdiente, da er ein besonders fähiger Offizier war - die Römer machten auch Ausnahmen. Möglich ist aber auch, dass er der jüngste Sohn einer adligen Familie war und keinerlei Vorrechte besaß (wie damals üblich). Er hätte sich jetzt sogar zur Ruhe setzen und das Militär in Ehren verlassen können, doch er blieb. In einigen Quellen wird erwähnt, dass er eine zeitlang Präfekt der römischen Flotte am Golf von Neapel war. Entweder kurz nach der Schlacht gegen die Sarmaten, oder sein Britannienaufenthalt wurde dafür unterbrochen. Laut Linda A. Malcor könnte er zuerst in Britannien für die Eingewöhnung der Sarmaten gesorgt und dann die Insel für einige Zeit wieder verlassen haben, um an anderen Orten eingesetzt zu werden (Golf von Neapel). Schließlich wurde er nach Britannien zurückbeordert, da dort Chaos herrschte. Natürlich wird es unzählige Offiziere gegeben haben, die sich das Kommando über die sarmatischen Krieger teilten, die ja selbst auch noch ihre eigenen Kommandeure (meistens Stammesfürsten) mitbrachten. Entweder hatte Artorius eine Art Oberkommando über alle inne, oder er hat sich auch hier besonders verdient gemacht, so dass er in Erinnerung blieb.

 

Bekannt ist auch, dass um 185 n. Chr. die VI. Legion Victrix unter dem neuen unfähigen Kaiser Commodus (Marc Aurels Sohn) meuterte und einen Offizier zum Kaiser erheben wollte, was allerdings scheiterte. Während die verantwortlichen Offiziere strafversetzt oder sogar hingerichtet wurden, wurde Artorius zum Dux ernannt, weil er entweder mit seinen Kriegern von dieser Legion unabhängig war oder sich einfach weigerte an der Meuterei teilzunehmen.

 

Da ist es natürlich mehr als naheliegend, dass 'Lucius Artorius Castus' vielleicht der wirkliche 'Arthur' war, eine Art 'Ur-Artus', vielleicht ein Vorbild für den Jahrhunderte später lebenden Ambrosius, den man aufgrund seiner enormen Erfolge und Leistungen auf dem Schlachtfeld mit dem längst zur Legende gewordenen Artorius verglich, und ihn schließlich auch so nannte - etwa: 'Der ist wie Artus, Artus ist zurückgekehrt' (woran in der Legende ja ohnehin geglaubt wurde) (vielleicht ohne dass der Held selbst je etwas davon erfuhr) oder die beiden Gestalten verschmolzen im Laufe der Zeit eher unbewußt zu einer Einzigen.

 

Allerdings werden in Linda A. Malcors Biografie über 'Lucius Artorius Castus' Part II 'Battles in Britain', auch sämtliche von den oben benannten drei Mönchen geschilderten Schlachten aufgezählt, und festgestellt, dass viele Austragungsorte mit denen der angeblichen Schlachten des 'Ambrosius Aurelianus' übereinstimmen (John Matthews).

 

Hatten sich die Mönche eventuell in den Jahreszahlen dermaßen vertan, oder sie vielleicht absichtlich gefälscht, um Artus in eine andere Epoche einzubauen? Oder führte 'Ambrosius' gar an den gleichen Orten Schlachten, nur nicht wie 'Artorius' gegen Pikten und Skoten, sondern diesmal gegen Angeln und Sachsen...?

 

PArtorius und seine sarmatischen Ritter haben das damalige britannische Volk wahrscheinlich dermaßen beeindruckt, dass sie ihn nie vergaßen. Ebenso ist es auch möglich dass seine Ritter dazu beitrugen sein Andenken zu bewahren, indem sie ihn glorifizierten. Dieser 'Artorius - Artus' nämlich blieb nicht wie viele seiner Offiziersvorgänger in Britannien (wie im Film dargestellt).

 

Er wurde etwa um 185 n. Chr.  (wie oben beschrieben) zum dux (Heerführer/Herzog) ernannt (vielleicht auch daher die Legende vom 'König' Artus) (auch 'Ambrosius' wurde von 'Nennius' als 'dux bellorum' bezeichnet) und bekam den Auftrag in 'Aremorica' (Bretagne) einen Aufstand niederzuschlagen. Auch hierher begleiteten ihn seine sarmatischen Krieger. Schon wenig später kehrte er abermals nach Britannien zurück,  quittierte  aber schon bald darauf, (ca. 186 n. Chr.) nach einer langen erfolgreichen Karriere, seinen Dienst (eine Familie könnte er schon gegründet haben, denn Hauptleute der röm. Legionen genossen oft den Sonderstatus, anders als einfache Soldaten, schon während ihrer Militärzeit, heiraten zu dürfen) und wurde Prokurator von Liburnia in Dalmatien. Dort fand man auch in den Überresten einer antiken römischen  Villa seinen Sarkophag mit seinen eingravierten  Namen und Titeln.  

 

Allerdings heißt es auch, (doch das ist mehr Spekulation) dass der neue römische Kaiser Septimius Severus um 196 n. Chr. erneut seine Hilfe auf dem Schlachtfeld benötigte und es war nicht ungewöhnlich, dass ältere Kriegsveteranen noch einmal zur Beratung in den Militärdienst zurückkehrten. Diesmal aber ging es um mehr, der Kaiser selbst, wollte die sarmatischen Reiter an seiner Seite haben und da nur Artorius diese so gut kannte, oder die Sarmaten vielleicht sogar seine Rückkehr verlangten, kehrte er in den Militärdienst zurück. Allerdings nahm es diesmal für Artorius kein gutes Ende, er soll in einer Schlacht bei Lyon um 200 n. Chr. getötet worden sein. Sein Leichnam wurde in allen Ehren zurück nach Liburnia zu seiner Familie überführt. Die Namenslinie 'Lucius Artorius' wurde noch über viele Generationen weitergeführt, bzw. es gab nach ihm immer jemand, der zumindest die ersten beiden Namen trug.

 

Aufgrund eindeutiger Aufzeichnungen römischer Chronisten (Cassius Dio) (und auf die ist in der Regel Verlaß), kann man sich im Gegensatz zu den meisten anderen Artusanwärtern heute fast sicher sein, dass dieser Mann wirklich existierte und seine Spuren sowie die seiner sarmatischen Ritter doch stark darauf hinweisen, dass er der eigentliche Artus ist, bzw. war und schon zu Lebzeiten als Held gefeiert und verehrt wurde.  

                                                

Ambrosius Aurelianius, (vorausgesetzt es gab ihn auch wirklich) lebte zwar drei Jahrhunderte später, aber wie schon oben beschrieben, war Artorius entweder sein Vorbild oder er wurde mit ihm verglichen, da er die Britannier so erfolgreich vor den Sachsen beschützte, wie es einst der 'wahre Artus' vor den Pikten tat.

 

Noch viele Elemente und auch Personen (Merlin, Guinevere, Lancelot, Morgan le Fey u.s.w.) kamen im Laufe der Jahrhunderte dazu, mischten sich mit britischen, römischen, christlichen, keltischen, sowie heidnischen Bräuchen und reicherten die Legende immer mehr an, bis sie zu einem Epos wurde, an dem bis heute kaum noch jemand vorbei kommt und das immer wieder Stoff für Bücher, Filme, Opern, Theaterstücke, Musicals u.s.w. liefert.  

 

Natürlich gibt es auch reichlich Dokumentationen bzw. Historiker (meist britisch) die das Vorbild des Lucius Artorius Castus gerne ignorieren oder sogar abstreiten, aber wie bei so vielem sind die Meinungen auch hier geteilt und mir persönlich kommt es eher so vor, als falle es einigen schwer, in einem Römer das Vorbild des berühmtesten Briten  Arthur zu sehen.^^  

     

Filmausschnitt 'King Arthur'
Filmausschnitt 'King Arthur'

 

Der letzte Film um King Arthur wäre natürlich am plausibelsten, auch wenn er sich nicht wirklich an historische Daten und Fakten hält, da man hier versucht Einzelteile aus der Historie, sowie aus der Legende in eine einzige Story zu packen und aus zwei Helden einen einzigen zusammenbastelt. Obwohl in der Legende sehr wahrscheinlich (und ich glaube es selbst immer mehr) nur diese beiden Männer in Frage kommen eine Art 'King Arthur' gewesen zu sein, da sich ihre Lebensgeschichten und/oder -einstellungen sehr ähneln, kann man sie dennoch nicht einfach in einen Topf werfen, denn sie lebten ja wie gesagt in völlig verschiedenen Jahrhunderten und hatten demnach auch nicht ganz gleiche Aufgaben zu bewältigen. So mußte Artorius sicher nicht gegen die Sachsen kämpfen. Was für uns heute nach über 1500 Jahren nicht mehr so bedeutend und nah zusammenzuliegen scheint, waren damals schon große Zeiträume. Umso erstaunlicher, dass sich Geschichten und Legenden über so einen großen Zeitraum beharrlich hielten und immer weiter überliefert wurden. Trotzdem muß man anerkennen, dass der Film den historischen Artus im Grunde sehr gut rübergebracht hat und das Thema erneut von einer ganz anderen Seite aufrollte, und den berühmtesten König der Welt, der in keinem Geschichtsbuch auftaucht, wieder einmal zu neuem Leben erweckte.

 

Ob es die große Tafelrunde wirklich gab, ist ebenso fraglich; in der Great Hall zu Winchester hängt eine riesige wunderschöne Scheibe an der Wand, die angeblich Arthurs' Tafel war und an der 150 Ritter Platz fanden, allerdings hat man festgestellt, dass sie aus dem 13. Jahrhundert stammt und König Edward I. gehörte, der daran lieber große Turnier-Feste feierte und dem jeglicher Edelmut im grausamen Krieg gegen Schottland fehlte oder abhanden gekommen war. Zwar ist sie liebevoll passend zum Thema Arthur bemalt, aber das wiederum war das Werk Heinrichs VIII. (16. Jahrhundert), der sich als Arthur-Verehrer und Bewunderer höchstselbst dafür als Model zur Verfügung stellte. Ironischerweise aber wenig später in seiner Wut auf die katholische Kirche, die ihn sich nicht von seiner ersten Gattin trennen ließ, die wertvolle Glastonbury-Abbey mitsamt Arthurs angeblicher Grabstätte zum größten Teil zerstörte, woraufhin auch Arthurs Gebeine, die mittlerweile in einem Schrein aufbewahrt wurden, verschwanden. Was man heute noch findet sind die Ruinen der Glastonbury Abbey und ein unscheinbares Rechteck auf einem Rasen, mit einer Inschrift, dass dies einst Arthurs Grab gewesen sein soll.

 

Auch seine legendäre Burg Camelot ist nicht mehr ausfindig zu machen. Dafür gibt es in Großbritannien verstreut reichlich Orte, aber kaum Spuren, die meisten ehemaligen Burgen, die den Namen Camelot getragen haben könnten, existieren noch nicht einmal mehr als Ruine. 

 

Der historische 'Arthur-Artorius' in Gestalt eines römischen Offiziers, hauste wohl eher spartanisch in einer Festung direkt am Hadrianswall (errichtet um 122 n. Chr. vom römischen Kaiser Hadrian - eine 120 km lange Mauer an der schmalsten Stelle Großbritanniens, trennte Norden von Süden) und diese wird auch nicht den Namen Camelot getragen haben, vielleicht eher Camboglanna, (wie schon oben benannt, war dort ein Teil der samartischen Ritter stationiert) woraus sich wiederum Camelot abgeleitet haben könnte. Da die runde Tafel aber so legendär ist und an erster Stelle mit seinem Namen in Verbindung gebracht wird, kann es durchaus möglich sein, dass er eine solche besaß, die Römer waren ja bekannt für Außergewöhnliches.

 

Die Britannier hatten sich den Römern längst untergeordnet, sorgten diese doch dafür, dass ihnen die Pikten vom Hals blieben, aber alles in allem ist es doch fraglich, wie ein römischer, eigentlich zu den verhassten Eroberern gehörender Offizier, solchen Ruhm erlangen konnte, dass man ihn noch heute wie einen Engel des Friedens verehrt.

Mit Ritterromantik hat das Ganze aber wohl nichts zu tun (das wurde erst im Mittelalter dazugedichtet), allerdings glaubt man noch heute gerne daran, denn irgendwie schien 'Arthur' doch ein Licht in einer schrecklichen, grausamen, dunklen Zeit gewesen zu sein, als ein Menschenleben so gut wie gar nichts wert war und Arthur muß wohl da eine andere Auffassung vertreten haben. 

 

Außer Artorius und Ambrosius bleibt noch eine geheimnisvol-le Schattengestalt die man  'Riothamus' nannte (was ebenfalls kein Eigenname, sondern die Bezeichnung für 'Hochkönig' war) und die ebenfalls historisch belegt ist. Zog er doch etwa Mitte des 5. Jahrhunderts mit einem 12000 Mann starken Heer in die Bretagne (Aremorica), um dort die Römer gegen die Goten zu unterstützen. Er wurde aber verraten und fast vernichtend geschlagen. Seitdem verliert sich seine Spur...ist er dort umgekommen? Oder konnte er mit dem Rest seines Heeres flüchten...denn auch das wird behauptet. (Eine zeitlang hielt er sich mit seinem Restheer bei den Burgundern auf..) 

 

Weiterhin gab es einen britischen Feldherrn namens 'Enniaun Girt', der auch der Bär ('Art' 'Ursus') genannt wurde und gleichfalls im 5. Jahrhundert agierte. War er vielleicht jener 'Riothamus' und am Ende sogar 'Arthur' selbst? Beteiligt an der Erschaffung der Sagengestalt 'King Arthur' war er aber sicherlich gleichfalls. 

Ebenso kann es auch ganz einfach 'nur' einen Feldherrn mit Namen 'Arthur' gegeben haben, dem es kurzzeitig gelang, alle Kleinkönige unter seinem Banner zu vereinen, selbst aber nie ein König war, sondern nur im Auftrag eines Großkönigs agierte.  (Dazu gibt es eine interessante Trilogie von Bernard Cornwell)

 

In der Legende ist Arthur nicht tot, sondern er schläft nur, ruht mit seinen Rittern in einem Hügel, bereit jederzeit aufzustehen und den Briten in schweren Zeiten beizustehen...so erzählt es die Legende.

In der Legende allerdings war er kein Römer, sondern Kelte, Sohn des ebenso legendären Königs Uther Pendragon und Königin Igraine und wurde in der windigen Burg Tintagel (die wie man inzwischen weiß, auch erst im 12. Jh. erbaut wurde) geboren, eine fast unzugängliche Festung auf einer Landzunge in Cornwall, hoch über dem brausenden Meer, Ruinen davon gibt es heute noch.

Erzogen wurde er von Merlin, dem Magier und mit seiner Halbschwester Morgaine (Morgan Le Fey) zeugte er einen Sohn, Mordred,  der ihn aus Habgier auf den Thron später ermorden sollte. (Die Version zumindest gibt es in 'Die Nebel von Avalon'), andere (Malory) erzählen dass 'Morgause' seine Halbschwester war, mit der er einen Sohn hatte, in 'Die Nebel von Avalon' ist Morgause Arthur's Tante.

 

Filmszene, Lancelot, Guinevere, Arthur
Filmszene, Lancelot, Guinevere, Arthur

 

Seine Gattin, Königin Guinevere verliebte sich später in seinen Ritter Lancelot und wurde dafür in ein Kloster verbannt, ebenso wurde Lancelot des Landes verwiesen und in die Verbannung geschickt. Im Film kommt er in einer Schlacht gegen die Sachsen ums Leben.

 

Wer auch immer nun der eigentliche 'King Arthur' war, oder man einfach nur die Qualitäten der genannten historischen Helden sozusagen 'in einen Topf' warf und daraus den Wunschkönig erschuf bleibt wohl für immer ein Rätsel. Vielleicht sind die einzelnen Charaktere von Generation zu Generation auch automatisch zu einem Einzigen verschmolzen und im Mittelalter kam noch eine gehörige Portion Ritterromantik dazu, genauso wie die Geschichte um den Gral etc. Da hatte gewiß später auch die Kirche großen Einfluß darauf; natürlich mußte so ein Held wie 'King Arthur' grottenfromm gewesen sein u.s.w. obwohl die Wirklichkeit vielleicht weit davon entfernt war...

 

Es ist wohl von allem etwas dran an der wahren Geschichte, aber die Version um den römischen Offizier (Artorius und/oder Ambrosius) oder britischen Feldherrn (Enniaun Girt) ist wohl am glaubhaftesten. Vielleicht wurde die Wahrheit auch absichtlich verschwiegen, es durfte nicht sein, dass ein Römer zum Helden Britanniens aufstieg, doch dankbare Menschen haben ihn nicht vergessen und seine Geschichte immer weiter erzählt, von Generation zu Generation, über die Jahrhunderte hinweg. Man sehnte sich nach einem König wie Arthur es war oder es hätte sein können und von Generation zu Generation wurde die Geschichte verklärter, schließlich aufgeschrieben und durch noch mehr Phantasie ergänzt. Die Legende um König Arthur und die Ritter seiner Tafelrunde war geboren und noch heute ist sie zweifelsohne faszinierend. Und nichts liegt einem ferner, als die wundersame Legende zu entzaubern, aber gerade die Erkenntnis, wie es wirklich gewesen sein könnte finde ich sehr spannend und nicht weniger faszinierend und bereichert den Mythos um King Arthur, bzw. Artorius Rex noch. 

 

Das Copyright der verwendeten Filmfotos liegt bei Buena Vista Home Entertainment! 

               

Haupt-Quellen: 

Im Web:

Linda A. Malcor:  'Lucius Artorius Castus'  - An Officer and an Equestrian' (Detail. Lebenslauf aus 'Heroic Age') und:

 

Linda A. Malcor: 'The Battles in Britain'    (USA 1999) 

 

Außerdem:

John Matthews: 'King Arthur' - Krieger eines dunklen Zeitalters und mythischer Held (Doku)

Franz Baumer - 'König Artus und sein Zauberreich' (Doku)

DVD: 'König Arthur' - Auf den Spuren der Legende (Doku)

DVD: 'King Arthur' - Die Wahrheit hinter der Legende' (Doku)

DVD: 'ARTHUR - Die Erfindung eines Königs' (Doku)

Marion Zimmer-Bradley - 'Die Nebel von Avalon (Roman)

Bernard Cornwell - Die Artuschroniken (Roman- Trilogie)

Gillian Bradshaw - Die Reiter der Sarmaten(Roman)

Stephen Lawhead  - Die Pendragon Saga 1 -4 (Roman)

Sir Thomas Malory - König Arthur und die Ritter der Tafelrunde (Roman)