Elbenschwert

WOLFGANG & HEIKE HOHLBEIN

Die Legende von Camelot 2

467 Seiten

Roman (2001) Neuauflage als Taschenbuch 2008

 

Zum Buch:


Der durch Mordred eigentlich getötete Dulac kann sein Leben retten, indem er erneut die Zauberrüstung aus dem See fischt und wieder zu Lancelot wird. Er kehrt nach Camelot zurück, um zu erfahren, dass seine geliebte Gwinneth Artus heiraten wird. Dennoch hilft er Artus' Rittern bei einem Überfall der feindlichen Pikten auf den Tross des anreisenden Bischofs. Zu spät bemerkt Lancelot, dass dies ein Fehler war, denn der Bischof ist ein Verräter und sorgt dafür, dass Morgaine, Artus' Halbschwester und ärgste Feindin, Gwinneth noch vor der Trauung durch Magie entführen kann. Sie verlangt den von Artus gefangen gehaltenen Mordred zurück, aber Artus will sich nicht erpressen lassen, und schickt Lancelot zur Befreiung von Gwinneth aus.

Der macht sich ganz allein auf den Weg zur düsteren Burg Malagon und gerät dadurch in jene geheimnisvolle Welt, in der Morgaine und ihre Dunkelelben, unbesiegbare, schwarz gerüstete Ritter, leben. Es gelingt ihm tatsächlich, Gwinneth zu befreien und er bringt sie zurück nach Camelot, wo allerdings schon das nächste Abenteuer auf ihn wartet. 

Im Verlies von Camelot befreien Morgaines Dunkelelben erfolgreich Mordred und töten dabei alle anderen Gefangenen wie Lancelots ehemaligen Ziehvater Tander und dessen Gehilfen Evan. Außerdem verletzen sie einige von Artus' Rittern schwer. Auch Lancelot wird verletzt, doch Artus kann ihn durch Handauflegen heilen, da er selbst noch genug magische Kräfte besitzt - die aber immer mehr schwinden, denn Artus vermißt einen ganz bestimmten Becher, der zuvor seinem Küchenmeister 'Dagda' (Merlin) gehörte und von dessen Nachfolger Tander an einen fahrenden Händler verhökert wurde. Doch dieser Becher ist wichtig, da er magische Kräfte verleiht, sobald man aus ihm trinkt und Lancelot wird zusammen mit zwei anderen Rittern ausgeschickt den Becher (Gral?) zu suchen. Ziemlich lustlos, da kaum Aussicht auf Erfolg, machen sich die Ritter auf den Weg. Natürlich finden sie den fahrenden Händler nicht mehr, dafür spüren sie einen Höllenhund auf, der ganze Dörfer verwüstet und können ihn töten.

Als sie von ihrem Abenteuer zurückkehren (ohne Becher), stellt Lancelot fest, dass Gwinneth und Artus mittlerweile doch noch auf die Schnelle geheiratet haben. Doch die Stimmung auf Camelot ist schlecht, denn es geht das Gerücht um, dass Morgaine mit tausenden von Kriegern Camelot anzugreifen plant. So ist es auch. Schon kurze Zeit später, wird Camelot von Morgaines Heer, bestehend aus Pikten, (Barbarenstämme aus dem Norden Britanniens) belagert. Artus will Lancelot als Begleitung mit den Stadtbewohnern von Camelot wegschicken. Dieser sträubt sich zunächst, doch um nicht ständig Gwinneth' Nähe ertragen zu müssen, willigt er schließlich ein. Gwinneth gibt ihm einen Abschiedskuß und genau dieser wird den beiden zum Verhängnis.

Der eifersüchtige Tafelritter Sir Mandrake, hat es schon lange auf Lancelot abgesehen und erwischt die beiden ausgerechnet bei diesem Kuß, was schwerwiegendere Folgen nach sich zieht, als es ein Kuß verdient hätte.

Für Artus ist es Verrat, Lancelot soll verbannt werden und Gwinneth verbrannt... In letzter Sekunde gelingt es Lancelot mit seinem Einhorn, Gwinneth zu retten und mit ihr die Flucht zu ergreifen...

 

Meine Meinung:

Was den Unterhaltungswert angeht ist dieser zweite Band schon deutlich besser als der Erste, da ein Abenteuer das nächste jagt. Für Fantasyfans, die die Artuslegende noch nicht kennen, vermittelt diese Trilogie allerdings eher ein völlig falsches Bild, obwohl es für solche ja spannend sein mag.

Bestandteile der Legende wurden hier zwar eingebaut - wie die Entführung von Gwinneth und Befreiung durch Lancelot, Lancelots Kampf gegen einen Drachen (hier ein Höllenhund), die Suche nach dem Gral (hier ein alter Becher) u.s.w., aber dennoch bleibt die Story irgendwie dünn und weit entfernt von vielen anderen Adaptionen der Artuslegende, was nicht zuletzt wohl an der ziemlich einfachen Schreibweise (fast wie für ein Kinderbuch geschrieben) liegt. Was man liest, bleibt nicht wirklich 'hängen', es fällt schwer in diese Geschichte einzutauchen, vielleicht weil man sie nicht wirklich akzeptieren kann. Die Artuslegende, sowie viele bekannte Bestandteile aus anderen Büchern und Filmen, wurden hier für einen recht simplen Fantasyroman benutzt.

 

 Runenschild (Die Legende von Camelot 3)