Die Nebel von Avalon

MARION ZIMMER - BRADLEY

 

Roman, 1118 Seiten, 1984

 

 


Eine der schönsten und verständlichsten Neuinterpretationen der Legende um 'King Arthur und die Ritter der Tafel- runde'  hat Marion Zimmer-Bradley  verfaßt.  Im Abstand von 10 Jahren, habe ich das Buch jetzt schon zum zweiten Mal gelesen und da die Erinnerung noch frisch ist, hier einmal das Grundlegendste zusammengefaßt; vielleicht ermuntert es den einen oder anderen das Buch auch zu lesen, oder hilft das Interesse für das Thema zu wecken, bzw. ist es ja auch nicht jedermanns Sache so ein dickes Buch zu lesen ;-))

Aber natürllich ist diese Zusammenfassung nicht mal ein Tausendstel des Romanes, nur eine grobe Übersicht.

Am Ende gibt es noch eine kurze Meinung von mir zu dem Buch und auch dem Film (wurde ja 2001 von Bernd Eichinger mit Uli Edel als Regisseur verfilmt.)

 

Hier dann meine Zusammenfassung:

 

Die Autorin hat die Legende um King Arthur neu aufgearbeitet, bzw. sie erzählt die gesamte Geschichte (das Buch umfaßt 1118 Seiten - ich habe es inzwischen schon zweimal gelesen) diesmal aus der Sicht eben jener geheimnisvollen Priesterinnen eines, sich bereits unaufhaltsam gegen das immer mächtiger werdende Christentum im Untergang befindlichen, alten Glaubens. Doch was so vielversprechend begann, entglitt ihnen später unaufhaltsam und endete tragisch. Wie Marion Zimmer-Bradley selbst schreibt, hat sie aus so vielen Quellen geschöpft,dass es ihr unmöglich ist, sie alle aufzuzählen - aber aus dem kunterbunten Durcheinander an Legenden und Geschichten um King Arthur, hat sie letztendlich ein einziges großes Epos geschaffen, dass jedes noch so kleine Detail aufgreift und geschickt darin einbindet.

 

Hauptfigur darin ist zunächst vor allem Viviane, Herrin vom See, Hohepriesterin der Insel Avalon,   oder auch die heilige Insel der Apfelbäume genannt. Avalon ist hier nur für Anhänger des alten Glaubens an die Mutter Göttin, die alles Leben auf der Erde in sich vereint, sichtbar. Auserwählte sind in der Lage die Nebel um Avalon zu lichten, um die Insel zu betreten. Zeitgleich aber existiert Avalon noch einmal in anderer Form, nämlich als das christliche Kloster Glastonbury. Immer wieder kommt es vor, dass die Priesterinnen von Avalon die Glocken von Glastonbury hören, ebenso wie die Mönche den Steinkreis auf Avalon sehen können. Auf beiden Inselformen existiert an ein und derselben Stelle die 'Gralskapelle', dort soll der heilige Gral später hingebracht worden sein. Zunächst in die Kapelle auf christlicher Seite, bevor er die Welten durchbrach und für immer in Avalon verschwand - und auch mit der Insel unterging.

Viviane ist hier nicht die Geliebte des Talisien, Merlin von Britannien, sondern seine Tochter. Merlin, ein Druide (Priester) des alten Glaubens, ist inzwischen schon alt und sucht bereits nach einem Nachfolger, den er in dem jungen, aber durch einen Unfall entstellten Barden Kevin finden wird.

Aber zunächst gilt seine, sowie Vivians größte Sorge Avalon und dem Land selbst. Britannien wird um die Mitte des 5. Jahrhunderts von Großkönig Ambrosius Aurelianus regiert, der in der Legen- denforschung auch selbst schon Mal als 'King Arthur' in Frage kommt. Hier allerdings ist er eine eigenständige Person, bereits altersschwach und ebenfalls nach einem Nachfolger suchend. Er ist römerfreundlich, bzw. selbst römischer Abstammung, aber er schaffte es alle Stämme unter dem Drachenbanner zu vereinen - die keltischen Stämme die dem alten Glauben anhängen, die letzten Römer, sowie christlichen Britannier, um gegen die immer zahlreicher werdenden Sachsen, die auf der Insel landeten um sie zu erobern, bestehen zu können.

Für Viviane und Merlin kommt nur Uther Pendragon, ein Anhänger des alten Glaubens als Nachfolger in Frage, denn sie fürchten gleichzeitig auch die immer stärker werdende Macht der Christen, die die Göttin der Kelten verdammen und verteufeln, und alles was zuvor natürlich und gut war, als Sünde bezeichnen. Die Kelten halten den Christengott für herrisch und grausam und wollen mit allen Mitteln verhindern, dass die Christen Avalon für immer im Nebel der Zeit verschwinden lassen.

Uther Pendragon ist für sie aber auch von besonderer Bedeutung, da er schon viele Leben gelebt hat. Die Kelten glaubten, dass es 'Normalsterbliche' bzw. 'Einmalgeborene' gab und Menschen die sich schon in früheren Leben bewiesen haben. Also soll Uther nicht nur Großkönig werden, sondern auch der Erzeuger des nächsten Großkönigs, der Britannien für alle Zeiten sicher beschützen soll, weiter das Drachenbanner des alten Glaubens hochhält und alle Stämme darunter vereint.

Als Mutter des in Planung befindlichen 'Großkönigs' haben sie Igraine, ebenfalls Tochter des Merlin und kleine Schwester der Viviane auserkoren. Diese wurde bereits mit 15 Jahren an einen römischen Feldherrn, den Herzog von Gorlois, mindestens 20 Jahre älter als sie, verheiratet. Igraine lebt mit Gorlois und ihrer kleinen Tochter Morgaine (die später noch eine große Rolle in der Legende um Artus spielen wird) in einer finsteren, unzugänglichen Burg auf einer Felszunge in Cornwall -Tintagel genannt.

Igraine ist von der Idee schon wieder verplant zu werden zunächst nicht begeistert, doch nach einer Begegnung mit Uther, weiß sie dass sie ihn schon lange liebt, schon in einem früheren Leben waren sie ein Paar. Der eifersüchtige Gorlois bekommt sehr schnell Wind von Igraines' heimlicher Liebe und beschließt Uther zu töten. Mittels ihres 'zweiten Gesichtes' und Magie, gelingt es Igraine Uther zu warnen, der dann Gorlois überwältigen und töten kann. Dank eines Zaubers des Merlin, gelangt Uther auf die Festung Tintagel um seine Geliebte Igraine zu treffen, und während alle glauben Gorlois sei zurückgekehrt, erkennt nur die vierjährige Morgaine, dass der verkleidete Mann nicht ihr Vater ist. Am nächsten Tag kommt die Bestätigung in Form von Gorlois' Leiche, die man zur Burg bringt. Da er ja zuvor Uther umbringen wollte, gilt er nun als Abtrünniger und Verräter und die Witwe Igraine kann guten Gewissens ihren 'neuen' Mann heiraten.

 

Uther wird Großkönig von Britannien und neun Monate später bekommen er und Igraine einen Sohn, den sie zunächst  Gwydion nennen. Igraine kann sich nicht lange an ihrem Sohn erfreuen, er wird ihr schon als Kleinkind weggenommen und zur Erziehung in ein fernes Königshaus gebracht. Dort soll er, bis es soweit ist, ein geheimes und beschütztes Leben führen. Niemand darf wissen, dass hier der neue Großkönig von Britannien heranwächst.

 

Auch ihre  Ungefähr zeitgleich mit Gwydions (Arthurs') Geburt, bekommt auch Viviane noch einen Sohn, sie nennt ihn Galahad, die Sachsen geben ihm später den Namen Lancelot, was soviel wie 'Elfenpfeil' heißt. Viviane aber kann mit Söhnen nichts anfangen, sie braucht Töchter, die ihr auf den Thron folgen, also gibt auch sie Lancelot zur Erziehung in fremde Hände...

 

 

 

Bis zu Uthers Tod, verbringt Igraine ein glückliches Leben mit ihm, kann ihm aber keine weiteren Kinder schenken, und als er stirbt geht sie in ein Kloster. Obwohl sie, sowie Uther zuvor das Christentum verachtet, lassen sich beide im Lauf der Zeit immer mehr dazu bekehren, sehr zum Ärgernis von Viviane und Morgaine. Ihre Kinder sind mittlerweile erwachsen, und bereit ihre Aufgaben zu übernehmen.

 

Auf Avalon ist Morgaine inzwischen eine anerkannte Priesterin und dort empfängt sie eines Tages einen Besucher, nämlich Galahad - Lancelot, Vivianes Sohn und somit ihren Vetter. Sie verliebt sich auf der Stelle in den unglaublich gutaussehenden Mann und auch Lancelot ist nicht abgeneigt. Allerdings kommt ihnen ein blondes, junges und wunderschönes Mädchen in die Quere, dass gerade in Glastonbury verweilt und dort erzogen wird. Es hat sich bei einem Ausflug verlaufen, gerät zwischen die Welten und begegnet dem 'Paar' auf Avalon. Lancelot verliebt sich auf der Stelle in das Mädchen, sehr zum Verdruß von Morgaine. Er bringt sie zurück auf den richtigen Weg und erfährt dass sie 'Gwenhywfar' heißt.

 

Gwydion wird nun Artus bzw.(später Arthur) genannt und ist bereit König zu werden. Über seine gesamte Kindheit erfährt man nichts mehr, er taucht erst wieder im Alter von ungefähr 17 oder 18 Jahren auf, um an einem alten keltischen Ritual teilzunehmen: als sogenannter 'Gehörnter' muß er mit den Hirschen laufen und das Rudel anführen. Gelingt es ihm nicht und der Leithirsch tötet ihn, ist er es nicht wert, König zu sein und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Doch Arthur bewältigt seine Aufgabe mit Bravour und am Ende dieser anstrengenden Prozedur, wartet in einer Höhle eine heilige Jungfrau, von der Mutter Göttin ausgesucht, auf ihn. Mit ihr muß er sich vereinen, um so das Ritual der Vereinigung der Göttin mit dem auserwählten Gehörnten und somit der heiligen Erde zu vollziehen. Diese Jungfrau ist Morgaine. Die ahnt nicht, dass 'Der Gehörnte' ihr Halbbruder ist, ebensowenig wie er weiß, dass seine Schwester auf ihn wartet.

 

 All das hat wiederum Viviane eingestielt, um das Ritual sozusagen in der Familie zu lassen. Denn sollte diese Nacht Früchte tragen, dann wäre das Kind aus dieser Beziehung etwas ganz Besonderes und würdig nach Arthur eventuell einen weiteren Großkönig abzugeben. Das dies gehörig schief gehen wird, weiß wohl mittlerweile jeder, der die Geschichte kennt - aber dazu später noch mehr.

 

Die beiden verbringen nun also eine ungeheuer leidenschaftliche Liebesnacht und erkennen sich erst am nächsten Morgen als Bruder und Schwester. Beide sind schockiert und wütend auf die Urheber des ganzen Rituals, bzw. dieser Intrige. Umso schlimmer, weil sie sich auch noch ineinander verliebt haben, und nun wissen, dass ihre Liebe keinerlei Zukunft hat.

 

Morgaine überwirft sich mit Viviane und verläßt im Zorn die Insel Avalon, bereit ihr gesamtes Priesterinnentum aufzugeben. Eigentlich war sie zu Vivianes Nachfolgerin bestimmt, doch das ist ihr nun nichts mehr wert und Viviane steht wieder am Anfang.

 

Morgaine aber reist nach Caerleon, Arthurs Hof und wohnt seiner Krönung bei. Noch in Avalon hat sie sein zukünftiges Schwert Excalibur geweiht und schützende Zauber und Gebete in seine Schwertscheide gestickt, was sie ihm nun übergibt. Dieses Schwert wird von nun an verhindern, dass der neue Großkönig tödliche Verletzungen im Kampf erleidet.

 

Der junge König schwört, dass er immer unter dem Banner des alten Glaubens, d.h. dem des Drachens kämpfen wird und niemals einen anderen Glauben annimmt, doch zu diesem Zeitpunkt kennt er noch nicht seine zukünftige Gattin, eine grottenfromme und überzeugte Christin. Gwenhywfar, Tochter von König Leodegranz,    wird Arthur quasi wie ein Geschenk übergeben, in Begleitung von 500 Pferden, die den König anfänglich mehr interessieren, als seine schöne Braut. Ein weiteres Geschenk des Schwiegervaters; ein riesiger runder Tisch, der als Tafelrunde  noch Furore machen wird.

 

 


Arthur derweil kann Morgaine nicht vergessen und das soll ihn für den Rest seines Lebens verfolgen, auch wenn sie später zu seiner schlimmsten Feindin werden wird...

 

Als Morgaine bemerkt dass sie schwanger ist, verheimlicht sie dies und vertraut sich allein ihrer Tante Morgause (Schwester ihrer und Arthurs Mutter Igraine und Vivianes) an, die weit im Norden Britanniens an der Seite des dunklen Königs Lot in Lothian lebt und selbst bereits vier Söhne hat. Diese nimmt ihre Nichte freudig auf und dort bringt Morgaine einen Sohn zur Welt, den sie nach dem ersten Namen ihres Bruders 'Gwydion' nennt. König Lot, der seine Söhne in der Rangliste der Thronfolge des Großköngs bedroht sieht, verlangt von Morgause das Kind zu töten. Diese aber rettet es, als sie von Morgaine im Fieberwahn erfährt, dass es Arthurs Sohn ist - natürlich mit dem Hintergedanken, das Kind als Ziehsohn anzunehmen um später eventuell von dessen Thronfolge zu profitieren. Morgaine selbst ahnt nichts Böses, ihrer Tante sehr dankbar für das Angebot, überläßt sie dieser den ungeliebten Sohn, der in Blutschande gezeugt wurde und zieht zurück an Arthurs' Hof. 

 

Arthur nimmt seine Schwester freudig wieder auf, zum Ärger der frommen Gwenhywfar, die Morgaine, die ja dem alten Glauben angehört, für eine Zauberin und Hexe hält. Arthur derweil, hat sein Großkönigtum gefestigt, indem er jede Schlacht gegen eroberungsfreudige Eindringlinge (Sachsen) gewinnen und einen Teil von ihnen friedlich ansiedeln kann. Noch immer kämpfen alle Stämme unter dem Banner des Drachen, doch Gwenhywfar bedrängt ihren Gemahl zunehmend, den Glauben der Christen und somit ein neues Banner anzunehmen, was wiederum Morgaine beunruhigt, hat doch der Großkönig einst geschworen, immer und ewig dem alten Glauben und somit dem Volk von Avalon treu zu dienen. Gwenhywfar stellt in dieser Hinsicht eine große Gefahr dar und im Norden Britanniens, an Lots Hof wird bereits ihre Beseitigung geplant. Königin Morgause belegt die Großkönigin mit einem Fluch, dass sie niemals einen Thronerben gebären soll, und so wird es auch sein.

 

Zwar wird Gwenhywfar mehrmals schwanger, doch erleidet sie ständig Frühgeburten und bringt kein Kind lebend zur Welt. Sie ist fest davon überzeugt, dass Gott sie strafen will für Arthurs törichte Anhänglichkeit an den, ihrer Meinung nach, alten Irrglauben, aber auch für ihre heimliche Liebe zu Lancelot, Arthurs bestem Ritter. Arthur selbst, ahnt nichts Böses und in seiner Naivität und eigenen Liebe seinem 1. Ritter gegenüber, fordert er von diesem während der alljährlich stattfindenden Beltanefeuer (heidnisches Fruchtbarkeitsfest des alten Volkes) mit ihm und seiner Königin eine Nacht zu verbringen, da er sich selbst für unfruchtbar hält und sich so einen Thronfolger erhofft. Gwenhywfar ist zwar zunächst entsetzt, doch dann läßt sie sich doch überreden. Natürlich klappt es wieder nicht mit dem ersehnten Thronerben und die fromme Königin befürchtet nun erst Recht die Strafe Gottes. Sie überredet den König zur Buße und zwingt ihn quasi das alte Drachenbanner abzulegen und ein neues von ihr gesticktes christliches Banner mit in die Schlacht zu führen. Das wiederum sorgt natürlich beim alten Volk für Empörung und das bis dahin so friedliche Königreich bekommt erste Risse...

 

Aber auch Morgaine liebt Lancelot, der allerdings seine Königin niemals aufzugeben gedenkt und Morgaines Liebe ablehnt. So fädelt sie geschickt eine Vermählung des Ritters mitElaine, einer von Gwenhywfars Hofdamen ein, so dass dieser gezwungen ist, den königlichen Hof vorerst zu verlassen. Das macht ihr Gwenhywfar natürlich abermals zur Feindin und diese rächt sich, indem sie ihrem Gatten vorschlägt, Morgaine mit dem alten König Uriens zu vermählen. Da Morgaine dem gutmütigen Uriens nicht bloßstellen möchte, willigt sie ein. Heimlich aber liebt sie mittlerweile dessen Sohn Accolon, der zwar jünger als sie selbst ist, aber ebenso wie sie ein treuer Anhänger des alten Glaubens und auch der schönen Fee Morgaine sehr zugetan. Zusammen schmieden sie in der düsteren Burg Uriens in Nordwales Pläne, wie sie Arthur vernichten und Accolon zum Großkönig werden kann.

 

Der gesamte Hof zieht in Arthurs neue Burg Camelot um, wo der Großkönig eine Halle eigens für den großen runden Tisch bauen ließ, woran er von nun an mitten unter seinen Rittern sitzen will, alle den gleichen Stand haben und niemand über dem anderen stehen soll.

 

Nur Gwenhywfar weigert sich zunächst umzuziehen, da sie wieder einmal schwanger ist und Angst hat, der Streß könne erneut eine Fehlgeburt auslösen. Sie gedenkt bis zur Entbindung in Caerleon auszuharren, doch wieder war alle Mühe vergeblich. Die Schuld schiebt sie diesmal auf Kevin den Barden, und Nachfolger von Merlin, vor dessen mißgebildeter Gestalt sie sich ekelt und der sie in Caerleon besuchte. Kevin war eine zeitlang ebenfalls Morgaines Liebhaber gewesen, doch trotz der Feindschaft der Königin, läßt auch er sich immer mehr vom christlichen Glauben überzeugen, ebenfalls sehr zum Mißfallen von Morgaine.

 

Viviane, die von Arthurs Abkehr zum alten Glauben erfährt, besucht ihn eines Tages, um ihm ihre Meinung zu sagen, wird aber vor versammeltem Hofstaat von einem Ritter, dessen Mutter (auch Ziehmutter von Lancelot) Viviane einst Sterbehilfe leistete, erschlagen. Avalon ist nun ohne Nachfolgerin, deshalb beschließt Morgaine, Lancelots Tochter Nimue nach Avalon zu bringen und dort zur Priesterin erziehen zu lassen. Sein Sohn Galahad wurde mittlerweile zu Arthurs Thronfolger erklärt und zum Ritter erzogen. Untröstlich über den Verlust ihrer Kinder, erkrankt Elaine und stirbt, so dass Lancelot wieder frei ist und nach Camelot zurückkehrt. Er kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Königin gerät durch Leichtsinn in die Fänge ihres angeblichen Halbbruders Meleagrant, wird von ihm gefangen genommen und vergewaltigt, während sich Arthur erneut an der Küste mit den Sachsen schlägt. Lancelot rettet Gwenhywfar aus den Fängen des barbarischen Meleagrant, der sein Erbe fordert und die ehemalige Burg von Gwenhywfars Vater Leodegranz (inzwischen verstorben) besetzt hält, tötet diesen und lebt nun während der Abwesenheit des Königs seine Liebe zur Königin ganz offen aus. 

 

Diese entschuldigt es vor Gott und ihrem Hofstaat damit, dass Arthur es ja selbst schuld sei, schließlich habe er sie, seine ihn liebende Gattin zuerst zur Sünde bzw. zur Nacht zu dritt verführt.

 

Alle kennen nun das Geheimnis um Gwenhywfar und Lancelot, nur einer nicht - der König selbst. Noch immer glaubt er, die Liebe seiner Königin zu Lancelot sei ganz unschuldig und unbefleckt.

 

Jahre vergehen, während all dies geschieht und eines Tages taucht zum großen Pfingstfest, an dem Arthur alle Könige und Edelleute, sowie Ritter alljährlich einlädt und prachtvolle Turniere abhält, ein junger, äußerst gutaussehender Krieger auf, der den bis dahin unbesiegten Sir Lancelot zum Duell im Turnier fordert. Er selbst sieht ihm so ähnlich, als seien sie Vater und Sohn. Auf der Tribüne sitzt Morgaine im Publikum, einer Ohnmacht nahe, denn sie erkennt ihren eigenen Sohn Gwydion wieder - er nennt sich allerdings jetzt 'Mordred', ein Name, den ihm die Sachsen gaben, von denen er sein Kriegshandwerk erlernte und was soviel heißt wie 'Berater'. Später wurde es auch in 'Verräter' umgedichtet...

 

Der junge Gwydion (Mordred) ist nicht nur ehrgeizig und stark, sondern ebenso frech wie selbstbewußt. Natürlich ist er der Erste, der Sir Lancelot besiegt, aber Dank seiner Intelligenz und seines linkischen Charmes, wird er sehr schnell zum Publikumsliebling und Arthur bleibt nichts anderes übrig, als ihn zum Ritter zu schlagen und im Kreis seiner Ritter aufzunehmen. Morgaine stellt ihn später als ihren Sohn vor, dessen Vater sie zunächst nicht verrät, und jeder glaubt wegen der Ähnlichkeit, er sei Lancelots und Morgaines gemeinsamer Sohn. Morgaine hört das gerne, doch sie muß es immer wieder dementieren und hält den wahren Vater noch geheim. Ausgerechnet aber Gwenhywfar vertraut sie ihr Geheimnis eines Tages an, aber nicht ohne deren Versprechen, niemandem etwas zu verraten. Insgeheim war es natürlich ein schwerer Schlag von Morgaine gegen Gwenhywfar, die sich doch Zeit ihres Lebens ein Kind von Arthur wünschte und nun erfuhr, dass er tatsächlich schon einen Sohn hatte - für die fromme Gwenhywfar ein weiterer Frevel gegen Gott.

 

Lange kann sie ihr Geheimnis nicht für sich behalten und verrät es ihrem Gemahl während eines Streites. Dieser bedauert zunächst Morgaine zutiefst, da sie ihre schwere Bürde ganz allein getragen und ihn nie informiert hatte. Allerdings weicht er nicht von seinem Plan ab, Galahad als seinen Nachfolger zu benennen und behandelt seinen Sohn weiterhin wie einen Neffen.

 

Mordred verfolgt heimlich natürlich seine eigenen Pläne - stets von seinen Eltern ignoriert, weitab von ihnen aufgewachsen, zum Krieger, sowie zum Priester auf Avalon ausgebildet, verfügt er über alles Wissen, das er benötigt um das zu werden, was ihm seiner Meinung nach zusteht (und ihm seine frühere Ziehmutter Morgause auch einredete), dass nur er, er allein der einzig wahre Thronfolger Arthurs' ist - und dieses Ziel läßt er nicht mehr aus den Augen und sollte er dafür über Leichen gehen müssen.

 

Zunächst hält er sich zurück, ist lieb und nett und charmant und äußerst beliebt bei den jungen Damen am Hof, die ihm scharenweise nachlaufen. Mordred weiß, dass seine Zeit noch nicht gekommen ist, dass er noch warten muß und zu seiner Unterstützung reist auch prompt seine Ziehmutter Morgause an und nistet sich häuslich bei Hofe ein, sehr zum Ärgernis der Königin, die Morgause schnell wieder loswerden will, da sie nichts Gutes ahnt.

 

Morgaine selbst, will unter allen Umständen verhindern, dass ihr eigener Sohn sein Erbe antritt, denn er wurde in Blutschande gezeugt, ganz gleich ob ungewollt oder nicht und sie befürchtet, dass Britannien unter seiner Herrschaft endgültig in zwei Teile zerbricht, auf der einen Seite die Christen und auf der anderen die Anhänger des alten Glaubens.

 

Also geht sie mit Accolon endlich zum Angriff über; unter einem Vorwand locken sie Arthur und einige seiner Begleiter an einen magischen Ort - in das untergegangene Reich des alten Volkes, der Feen, das parallel zu Avalon existiert. Hier vergeht die Zeit langsamer als in der normalen Welt und hier wird Arthur gefangen gehalten. Während Morgaine sich ins benachbarte Avalon begibt um zur Mutter Göttin für das Gelingen ihres Vorhabens zu beten, ist Accolon bei Arthur geblieben und soll diesen mit einem Schwertstreich töten, doch der Anschlag mißlingt, Arthur wird zwar schwer verletzt, doch er überlebt, allerdings tötet er Accolon.

 

Morgaine sieht dies mittels ihres zweiten Gesichtes von Avalon aus und schleicht sich eines nachts an das Lager des verletzten Königs um sein Schwert zu stehlen, das dessen Überleben sichert. Doch Arthur ist gewarnt und hält es eisern fest. Es gelingt Morgaine nur, die von ihr einst selbst bestickte Schwertscheide zu entwenden, so dass der Zauber um Excalibur wenigstens etwas geschwächt wird und wirft sie in den See. 

 

Arthur verfolgt Morgaine mit seinen Männern um sie im Zorn zu töten, doch sie entkommt ihm mit knapper Not. Von nun an sind sie und Arthur Todfeinde.

 

Collage mit Filmbildern (c) Universum Film
Collage mit Filmbildern (c) Universum Film

Morgaine versteckt sich zunächst auf der elterlichen Burg Tintagel, die nach Igraines Tod nun ihr gehört und läßt sich schließlich von Kevin dem Barden, auch einer ihrer einstigen Liebhaber, zurück nach Avalon locken. Dort ist nun Niniane, die letzte und jüngste Tochter des mittlerweile verstorbenen Merlin, die Hohepriesterin. Als Morgaine zurückkehrt, beschließt Niniane sich an Arthurs Hof zu begeben, um dort ihren Geliebten, Gwydion, bzw. Mordred wiederzusehen. 

 

Mittlerweile ist auch Arthur nach Camelot zurückgekehrt und läßt sich von Gwenhyfwar überreden, nach dem heiligen Gral zu suchen. Natürlich wieder einmal um für irgendetwas zu büßen oder auch dem neuen Christengott zu huldigen, da er den Machenschaften 'der Hexe' Morgaine entkommen ist. Da sich seine Ritter in den langen Friedensjahren ohnehin schon zu Tode langweilen, lassen sie sich samt Lancelot nicht einmal bitten und brechen auf der Stelle in alle Herren Länder auf um nach dem rätselhaften Kelch Christi zu suchen. Die wenigsten von ihnen sollen zurückkehren, Lancelot verfällt sogar zwischenzeitlich dem Wahnsinn und einzig und allein Mordred bleibt bei seinem Herrn. Doch all sein Schmeicheln nützt ihm nichts, Arthur will den Thron nur an Galahad, Lancelots Sohn weitergeben.

 

Schließlich kehren einige Ritter, auch Lancelot, von der erfolglosen Gralssuche zurück, ohne zu ahnen, dass der Gral sich ganz in ihrer Nähe befindet. Die ganze Zeit befand er sich in der Kapelle auf Avalon und der Barde Kevin, der neue Merlin von Britannien selbst entwendet ihn dort und bringt ihn an Arthurs Hof. Dafür will sich Morgaine an dem Verräter rächen und beauftragt Nimue, Lancelots Tochter, sich bei Hofe einzuschleichen und Kevins Geliebte zu werden. Später wird sie ihn nach Avalon locken und seine Strafe soll grausam sein...

 

Zunächst aber macht sich Morgaine mit einer alten stummen Priesterin, Raven, auf den Weg nach Camelot um den Gral zurückzuholen. Sie haben sich als Bäuerinnen verkleidet und schleichen sich so in die königlichen Festsäle ein. Es ist wieder Pfingsten, ein großes Fest steht an und ein Wunder wurde versprochen.

 

Tatsächlich wird an Arthurs Festtafel der Gral enthüllt und er überstrahlt alles. Da bündelt Morgaine all ihre Zauberkräfte und während sie auf die Festtafel zuschreitet, sieht jeder der Anwesenden in ihr etwas anderes. Die einen meinen später ein Engel sei erschienen, die anderen die Jungfrau Maria höchstselbst und die meisten fielen auf die Knie oder waren vom Licht geblendet. Doch Morgaine hat nur die Gestalt der Mutter Göttin angenommen, und entführt so in aller Seelenruhe den Gral erneut. 

 

Als die Festtagsgesellschaft aus ihrer Verzückung erwacht, ist Morgaine verschwunden und mit ihr der heilige Gral. Einige beschleicht nun tatsächlich die Erinnerung, Morgaine gesehen zu haben und nicht die heilige Jungfrau...

 

Mordred derweil schmiedet ein Komplott gegen den Großkönig, bzw. die Königin, die ihre geheime Liebschaft mit Sir Lancelot wieder aktiv aufgenommen hat. Zwar ahnt der König davon, doch er tut, als bemerke er es nicht. Sollte er allerdings vor dem ganzen Hof damit konfrontiert werden, müßte er handeln um nicht als schwach zu gelten. Das ist nun Mordreds Ziel. Er beauftragt seine Geliebte Niniane damit ihm zu verraten, wann die Königin in der Nacht ihre Hofdamen fortschickt, doch als die sich weigert, schlägt er seine Geliebte so hart ins Gesicht, dass sie daran stirbt. Er erwacht aus seinem Wutanfall und bemerkt verzweifelt was er getan hat. Durch magische Kräfte erscheint Morgaine vor ihm und nennt ihren Sohn einen Mörder, sie gibt dem Wort Mordred, damit wieder eine neue Bedeutung. Als das magische Bild verblasst, steht Morgause, seine Stiefmutter vor ihm und er stürzt sich ihr in die Arme. Morgause weiß auf alles einen Rat, auch diesmal und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

Collage
Collage

Mit einigen Eingeweihten lauern Mordred und Morgause in der Nacht dem heimlichen Treffen des Liebespaares auf und wollen sie gefangen nehmen. Lancelot aber schlägt wild um sich und erschlägt dabei, sehr zu seinem Kummer, im Zorn einige seiner alten Freunde. Schließlich gelingen ihm und Gwenhywfar die Flucht. Zunächst wollen sie das Land verlassen, doch Gwenhywfar sieht ein, dass es für sie keine Zukunft mehr gibt. Sie läßt sich von Lancelot zum Kloster von Glastonbury bringen und wird dort als Nonne aufgenommen. Lancelot verläßt das Land, kehrt aber später zurück, besucht Morgaine auf Avalon und tritt schließlich selbst als Mönch in dasselbe Kloster ein, wo er zuvor Gwenhywfar ablieferte.

 

Morgaine hat auf Avalon die Vision, dass sich Arthur und Mordred bekämpfen. Sie verläßt die Insel mit der Barke über den See, doch sie kommt zu spät. Am Ufer des Sees liegt ihr bereits toter Sohn Gwydion und ein sterbender Arthur. Weinend küsst sie ihren Sohn und verspricht Arthur ihn mit nach Avalon zu nehmen. Der da noch anwesende Lancelot nimmt auf Arthurs Bitte  Excalibur und wirft es in den heiligen See zurück. Von dort kam es einst und er berichtete später, als er das Schwert warf, erschien ein weiß gewandeter Arm und eine Hand daran fing es auf, streckte es nocheinmal 'gen Himmel, so dass es in der Sonne hell erstrahlte und dann versank es in den Fluten. Die große Mutter hatte sich ihr Schwert zurück geholt.

 

In dem Moment starb auch Arthur, der sich bereits in der Barke auf dem Weg nach Avalon befand. Morgaine brachte ihn zurück in die alte Welt, wo er für immer mit ihr in den Nebeln versank.

 

Morgaine selbst kehrte nach vielen Jahren nocheinmal in die reale Welt zurück, sie wollte Vivianes Grab in Glastonbury besuchen. Dort hatte man gerade Lancelots Leichnam aufgebahrt. Galahad, sein Sohn und Arthurs Thronfolger, konnte sein Amt nicht mehr antreten, er war bei dem Versuch von der realen in die magische Welt zu treten, gestorben.

 

Das Christentum hatte Britannien nun vollkommen eingenommen, doch Morgaine entdeckte die Figur der Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, wie sie genannt wurde und dass die Christen sie anbeteten.

 

Sie lächelte, denn nun wußte sie, dass die große Mutter Göttin überlebt hatte.

Collage mit Filmbildern (c) Universum Film
Collage mit Filmbildern (c) Universum Film

Meine Meinung;

 

Es ist natürlich nicht einfach, den Inhalt eines 1118 Seiten starken Buches, dass auch noch solch eine komplexe Geschichte, wie die um King Arthur enthält, in ganz kurzer Inhaltsangabe wiederzugeben. Ich habe es so kurz wie möglich gemacht, lang ist es trotzdem geworden und ist doch nur ein Hundertstel oder Tausendstel von dem, was in diesem Buch alles beschrieben wird. Man liest es nicht einfach, man 'erlebt' es und man kann es immer wieder lesen. Von der ersten Seite an, wird jenes ferne Zeitalter lebendig und ehe man sich versieht, steht man mitten drin in der Geschichte und erlebt sie quasi mit. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich für dieses spezielle Thema, oder auch nur für die damalige Zeit interessiert.

 

Auf mehr als bewundernswerte Weise, hat Marion Zimmer-Bradley hier jedes noch so kleine Detail der Legende um King Arthur zusammengetragen und in ihre Adaption der Geschichte eingefügt. Dass die Geschichte trotz der magischen Elemente so glaubwürdig klingt, liegt nicht zuletzt auch an der Sprache, derer sie sich bedient. Die Umgangssprache der Beteiligten, die Ansichten und Moden der damaligen Zeit, wurden zeitgemäß und doch gut verständlich vermittelt. Ein großes Thema ist hier auch der stattfindende Wandel zum Christentum. Fast brutal wird der alte Glaube Stück für Stück von ersten christlichen Priestern und Mönchen ausgemerzt, während Anhänger des alten Glaubens die Welt nicht mehr verstehen. Alles was zuvor noch gut und schön und natürlich war, ist nun plötzlich unanständig und ketzerisch. Den Menschen wird eingebleut sich für Sünder zu halten, selbst wenn sie nie im Leben auch nur einer Fliege etwas zuleide getan haben, was sehr gut durch die sensible Gwenhywfar verständlich wird, die immer und überall Sünde und Sünder sieht und sich stetige Bußen auferlegt. Zuvor heilige Frauen sind nun Zauberinnen und Hexen. Priester des alten Glaubens, wie z.B. Merlin, spüren die stetig wachsende und auch gefährliche Macht der Christen und der Kirche und versuchen bereits verzweifelt, beide Glauben unter einen Hut zu bringen, indem sie versöhnlich mit den Christenpriestern umgehen, indem sie diesen vermitteln, dass doch alle am Ende nur an EINEN Gott glauben und dass alle Götter EIN Gott sind. Das normale Volk allerdings hält den Gott der Christen für rachsüchtig und böse und versucht, an letzten heidnischen Riten, wie z.B. den Beltanefeuern, einem beliebten Fruchtbarkeitsfest, festzuhalten - was allerdings schon in vielen Gegenden unter Strafe verboten wurde. Deshalb auch die große Angst der Priesterinnen von Avalon, dass ihr Großkönig christlich werden könnte, denn wenn ersteinmal ein König die neuen Gesetze erläßt, gibt es kein Zurück mehr.

 

Die Insel Avalon ist hier wahrscheinlich mehr ein Symbol der alten Welt, deren Nebel zu lichten, den Priesterinnen immer schwerer fällt, und die ja schließlich wirklich in den Nebeln der Zeit verschwindet. Avalon war die letzte Insel des Lichts und des Friedens, als sie fort war, herrschte Dunkelheit.

 

Magie spielt auch eine Rolle, doch im Dickicht dieser umfangreichen Geschichte, nimmt sie so einen kleinen Teil ein, dass man sie kaum bemerkt, also stört es nicht, dass einige Dinge nicht wirklich hätten geschehen können, z.B. als Igraine in Trance ihren Körper verläßt um Uther vor Gorlois' Mordplänen zu warnen, oder das zweite Gesicht einiger Priesterinnen, die in einen magischen Brunnen schauen und gewisse Geschehnisse voraussehen. Aber auch hier zählt wahrscheinlich: 'Glaube kann Berge versetzen' und Magie soll es ja in gewisser Weise heute noch geben.

 

Interessant ist auch die damalige Mode der Adligen, die eigenen Kinder schon nach wenigen Jahren, oder gleich nach der Geburt, in ein anderes Königshaus abzugeben, sie dort erziehen zu lassen und dabei umgekehrt, fremde Kinder anzunehmen. So wimmelt das Buch natürlich von Namen der Ziehbrüder, Ziehmütter, Königen und Rittern und man muß schon aufpassen um nichts durcheinanderzubringen.

 

Es ist eine Zeit, in der sich Adel und Königshäuser gerade erst bilden und formieren. Selbst adlige Familien leben abgeschottet ein oft einsames und auch hartes Leben in zugigen Burgen und gegenseitige Besuche sind kleine Weltreisen und Abenteuer. Die Frauen erfreuen sich noch an bunten Stoffen und Bändern und im Winter brennt oft nur ein einziges Feuer in einer Burg, um Feuerholz zu sparen. Dafür ist es Mode gleich mit mehreren Personen in einem großen Bett zu schlafen, um sich gegenseitig zu wärmen. Machte man den Fehler vor einem erlöschenden Feuer einzuschlafen, konnte es passieren, dass man erfor.

 

Witwen, verstoßenen und unverheirateten Frauen, blieb nach Übernahme des Christentums, oft nur die Flucht ins Kloster und den Rest ihres Lebens als Nonne zu verbringen.

 

Was Arthur selbst betrifft, so wird er in diesem Buch fast ausschließlich nur von seiner sanften Seite gezeigt, d.h. so wie er sich im Alltag und im Umgang mit seiner Familie und seinen Rittern bewährte. Kampfesszenen und detaillierte Schlachten gibt es hier nicht, die finden nur am Rande statt und sind eher uninteressant, oder eine notwendige Begleiterscheinung. Aber das hat diese Geschichte auch nicht nötig, denn hier geht es ja in erster Linie um die alte Welt der keltischen Priesterinnen und ihre Bemühungen ihr Reich zu retten, vor fremden Eindringlingen (Sachsen), sowie dem schleichenden Christentum, dass ihren alten Glauben verdrängt. Und natürlich bringt Arthur seinen Untertanen Frieden und Reichtum. Alles wird farbenprächtiger - in den Burgen wird nicht mehr Stroh ausgestreut, sondern kostbare Teppiche ausgelegt. Es gibt festliche Bankette und Turniere und jeder bekommt die Chance zum Ritter aufzusteigen. Doch wie so oft in der Geschichte, währt auch dieser Friede nicht allzulange, sehr schnell langweilen sich die stolzen Ritter, Arthur wird selbst träge und die Konkurrenz schläft nicht. 

 

Filmbericht: (oder siehe links die Unterrubriken)

 

Collage mit Filmbildern (c) Universum Film
Collage mit Filmbildern (c) Universum Film