Artus - Der legendäre König

STEPHEN LAWHEAD

Book III of Pendragon Cycle (1989)

Roman 535 Seiten, Neuauflage 1996 und 2004

 

 

Zum Buch:

Ort und Zeit:

Britannien um 450 - 500 n.Chr.

 

Diesmal gibt es sogar drei Erzähler: 

 

In Buch I erzählt Pelleas Merlins Diener, von Artus' Jugend und sein Aufstieg zum 'Dux Bellorum 'Herzog der Schlachten'. Schon im zarten Alter von 15, nimmt Merlin den jungen Artus mit nach Londinium, der Hauptstadt Britanniens, wo er einst Britanniens Schwert in den Schlußstein eines Kirchenportals stieß. Derjenige unter den Stammesfürsten und Kleinkönigen, der es schafft, das Schwert herauszuziehen, soll der nächste Hochkönig werden. Doch in den vergangenen 15 Jahren, hat es niemand geschafft und die Könige streiten weiter um die Macht im Lande, während von allen Seiten gefährliche Feinde Städte und Dörfer plündern. Die Lage ist seit dem Tod des letzten Großkönigs Aurelius (Artus' Vater) und dessen Nachfolger Uther Pendragon noch immer gespannt und Britannien droht nach dem Abzug der Römer nun eine ganz neue und vielleicht noch schlimmere Gefahr: Übers Meer rücken Iren und Sachsen in schnellen Schiffen heran, und aus dem Norden drängen die immer frecher werdenden Pikten ins Land. Kurz und bündig: Britannien droht eine Eroberung durch Barbarenhorden.

 

Der junge Artus fragt nicht lange, zieht das Schwert mit Leichtigkeit aus dem Stein und spaziert damit wie selbstverständlich in die Kathedrale um es den streitenden Fürsten zu zeigen. Doch die wollen nicht glauben was sie sehen, sie halten Artus für einen Betrüger.

 

Merlin stößt das Schwert gleich noch einmal in den Stein und alle dürfen sich vor versammelter Menge erneut daran versuchen, doch wieder ist Artus der Einzige, der es schafft, das Schwert herauszuziehen...

 

Doch so einfach macht man es ihm nicht. Da ihm noch immer nicht alle trauen, wird er zunächst nur zum Herzog ernannt, nicht zum Hochkönig, doch das stört den jungen Prinzen wenig. Er macht sich sofort auf, sein kleines Stückchen Land zu besuchen, das man ihm im Südwesten Britanniens zuteilte, einen Hügel mit einer verfallenen Festung, die Caer Melyn genannt wurde und beginnt sogleich diese wieder herzurichten.

 

Er weiß längst, was für eine Rolle er zu spielen hat, was Britannien von ihm erwartet und was er tun muß und auch will, um das Land zu retten. 

 

Den Sachsen bietet er mutig Frieden und Land an, wenn diese versprechen im Osten der Insel zu bleiben und nicht versuchen weiter vorzudringen, was diese sogar zunächst annehmen.

 

Längst sind nicht alle Kleinkönige bereit sich ihm unterzuordnen und ihre Krieger zur Verfügung zu stellen, so dass Artus sich hier und da auch bereits in kleineren Schlachten schlagen muß, aber stets erfolgreich.

 

Er reist durchs Land und bietet allen zunächst Frieden an, und während eines Zweikampfes mit dem hier britischen Fürsten Cerdic (eigentlich war er ja ein Sachsenkönig...), zerbricht sein Schwert, das Schwert Britanniens, das einst Maximus, dem letzten römischen Tribun und späteren Kaiser gehörte, aber nach Maximus' Ermordung nach Britannien zurückgebracht wurde,

 

Merlin reist mit Artus nach Ynys Avallach, der Glasinsel, zum Fischerkönig Avallach und dessen Tochter Charis, Merlins Mutter, die nun auch die Dame vom See genannt wird, um jenes kostbare Schwert zu holen, das Charis einst ihrem Vater und später Merlin schenkte: Caledvwlch (später wird es auch Caliburnus genannt).

 

Das Schwert soll magische Kräfte besitzen und derjenige der es besitzt, ist praktisch unbesiegbar.

 

Während Artus weiterhin durch die Lande reist und für sich und sein Heer wirbt, macht sich Merlin mit Pelleas auf die Reise nach Armorica (Bretagne) um dort bei König Ban und dessen Sohn Bors, um Hilfe, Vorräte und Krieger zu bitten.

 

Die beiden machen einen Ausflug in den Wald von Broceliande, da sie gehört hatten, dass dort noch Angehörige des Feenvolkes, einstige Flüchtlinge des untergegangenen Atlantis und Verwandte von Merlin leben sollen. Doch sie stoßen nur auf verlassene Dörfer und auf die böse Fee Morgian, Charis' Schwester, die sich hier Nimue nennt und auch nicht gleich von den beiden erkannt wird. Morgian führt immer noch Böses im Schilde und verzaubert Merlin, so dass er in eine Art Bewußtlosigkeit fällt. Pelleas kann ihn mit Mühe und Not noch zurück nach Britannien und nach Ynys Avallach schaffen - wo er mit Hilfe von Charis' Magie und mit viel frommen Gebeten zum 'Erlösergott', wie Gott hier genannt wird, schließlich doch noch gerettet wird.

 

Einen zweiten Zusammenstoß mit Morgian, im Westen Britanniens auf einem Hügel nahe von Tintagel, überlebt Merlin nur knapp und erblindet dabei für einige Jahre.

 

Auf der Suche nach ihm, verschwindet sein treuer Diener Pelleas spurlos und damit endet auch dessen Erzählung.

 

In Buch II übernimmt dann Bedwyr, Artus bester Feldherr und Ziehbruder die Rolle des Erzählers.

 

Der geheimnisvolle Bedwyr tauchte auch schon in Gillian Bradshaws Artustrilogie auf und alles wies darauf hin, dass er wohl 'Lancelot' sein könnte. Auch hier ist er wieder dunkel und geheimnisvoll, aber vor allem ein mächtiger Krieger. Mit Artus späterer Frau Gwenhwyvar brennt er in diesem Cyclus allerdings nicht durch.

 

Er berichtet aber nun detailgetreu über alle wichtigen Schlachten des Artus, sowie seiner Krönung zum Hochkönig in Londinium.

 

Gwenhwyvar ist hier eine dunkelhaarige, rassige Irin, die Artus von deren Vater König Fergus zusammen mit dessen bestem Krieger Llenlleawg einfach zum Geschenk gemacht wird. Artus ist zunächst wenig begeistert und schiebt die beiden nach Ynys Avallach ab, doch Llenlleawg wird von Gwenhwyvar zurückgeschickt um in Artus' Heer zu dienen, und dieser stellt schon bald fest, dass Gwenhwyvars Beschützer für sein Heer unersetzlich wird. Er ist einer jener Krieger, die in der Schlacht, schnell vom 'Schlachtenfuror' gepackt werden (wie schon bei G. Bradshaw mit Gawain). D.h. solche Krieger geraten in eine Art Extase beim Kämpfen und werden damit unschlagbar, die reinsten Kampfmaschinen also.

 

Während Artus' Krönung zum Hochkönig, taucht Gwenhwyvar plötzlich in der Kirche auf und macht Artus quasi einen Heiratsantrag, den dieser schon aus Solidarität mit dem Vater der Braut, nicht zurückweisen darf. Seine zukünftige Frau bringt auch ein Geschenk mit: Eine Rundhalle in der sich Artus zukünftig mit seinen besten Kriegern versammeln und beraten kann - doch diese Halle muß erst noch gebaut werden - die kostbaren Baumaterialien dafür, stellt ihr Vater zur Verfügung.

 

Doch zuvor hat Artus noch wichtigere Dinge zu erledigen, z.B. weiter Krieg führen und sich um den Ausbau seiner Kriegsflotte kümmern. (Ja, in dieser Adaption besitzt König Artus sogar eine ganze Menge Schiffe, was wohl erklären soll, wie er sich so schnell von einem Ort zum anderen bewegen konnte...)

 

Und so sammelt der neue Hochkönig mit der Zeit immer mehr kostbare Feldherren um sich, seine Ziehbrüder Kei und Bedwyr, Bors aus Armorica, Llenlleawg, Rhys (der auch schon in anderen Geschichten um Artus auftauchte, aber stets verschiedene Rollen spielte), Gwalchavad und Gwalcmai (Brüder und Söhne Lots von Orkanien, aber mit Morgian verwandt und in anderen Geschichten wohl Gawain und Galahad genannt...).

 

Außerdem zählen zu den engsten Vertrauten noch viele Fürsten und Kleinkönige des ganzen Landes mit noch unausprechlicheren Namen.

 

Erst die große Schlacht am Baedun, (Mons Badonicus) der hier im Norden, in anderen Adaptionen aber im Süden liegt, bringt die alles entscheidende Wende in Artus' Herrschaft. Hier muß er gegen ein riesiges feindliches Heer, bestehend aus Iren, Sachsen, Pikten und verräterischen Briten antreten. Und während er in anderen Erzählungen z.B. vom Hügel herab kämpft, muß er diesmal bergauf kämpfen, was die Sache noch erschwert.

 

Doch Artus und Merlin haben eine Idee: Sie bauen einfach aus Steinen (und Gebeten) mal eben eine Mauer um den Hügel herum, über Nacht...(!) so dass dem feindlichen Heer keine Möglichkeit zur Flucht mehr bleibt.

 

Und natürlich gewinnt Artus' Heer am Ende den Kampf. Nun ist Artus endgültig der Held der Insel der Mächtigen, die Iren, Sachsen und Pikten ziehen sich zurück und geben endlich für viele Jahre Ruhe.

 

In Buch III wird dann Aneirin, Merlins zukünftiger Lehrling zum Barden, der Erzähler sein. Er wurde zum Zeitpunkt der Schlacht am Baedun geboren und kam 13 Jahre später an Artus Hof, der sich jetzt in den Norden, knapp hinter dem Hadrianswall in die Festung von Caer Lyal verlagert hat. Dort hatte Artus inzwischen eine mächtige Festung, sowie eine Stadt (Caer Edyn) errichten lassen. Artus wurde nun auch als 'Bär von Britannien' bezeichnet und stand kurz vor seiner Kaiserkrönung, über die Aneiran hier ausführlich berichtet. Außerdem darf er Merlin beim Bau der neuen Rundhalle (Gwenwhyvars Hochzeitsgeschenk) helfen. Diese steht an einem geheimen Ort und ist nur Eingeweihten zugänglich. 

 

Das Leben unter Artus' Herrschaft ist nun relativ friedlich und die Krieger vertreiben sich die Zeit mit Spielen und Wettkämpfen, wahrscheinlich die ersten Vorläufer von Ritterturnieren, die es in der Art, wie sie gerne im Zusammenhang mit Artus und der späteren Ritterzeit oft beschrieben werden, noch nicht gab, und das berücksichtigt der Autor hier auch gekonnt.

 

Unfrieden bringt dann ein Neuankömmling an Artus' Hof: Medraut, Morgians heimlicher Sohn, nicht aber, wie es oft heißt, auch Artus' Sohn. Medraut gelingt es schnell, sich bei Artus einzuschmeicheln, während alle anderen dessen Falschheit erkennen, aber nicht wirklich etwas gegen ihn unternehmen können. 

 

Artus' Krieger Gwalcmai gelingt es schließlich, Morgian gefangen zu nehmen und sie an Artus Hof zu schleppen, doch dort beleidigt sie alle Anwesenden dermaßen mit ihrer spitzen Zunge, dass Gwalcmai sie tötet. Niemand, außer Merlin, hatte bis dahin gewußt, dass sie Medrauts Mutter war und man wundert sich, dass dieser plötzlich wutentbrannt davonreitet und viele Jahre Artus' Hof fernbleibt. 

 

Schließlich erreicht Artus eine Bitte des oströmischen Kaisers: Da er nun selbst Kaiser sei, solle er gefälligst Rom aus den Händen der Vandalen befreien, die zu dem Zeitpunkt gerade dort wüteten. Artus hört nicht auf die empörten Widersprüche seiner Feldherren (schließlich ließ Rom Britannien auch einst im Stich), sondern gutherzig, aber auch gleichzeitig Machthungrig wie er ist, beschließt er schließlich mit seinem Heer nach Rom aufzubrechen. Er läßt Britannien quasi schutzlos zurück, im fast naiven Glauben, dass ja nun Frieden dort herrscht, der so schnell nicht mehr gebrochen werden kann.

 

Doch auch hier ist es ein einziger Mann, der ein ganzes Königreich zum Einsturz bringt: Medraut - der haßerfüllte Sohn von Morgian, sinnt auf Rache und sieht seine Stunde gekommen. Die Segel von Artus Flotte sind noch nicht ganz am Horizont verschwunden, da fällt er mit verbündeten Pikten über Artus' Festung her und kann Merlin,Gwenhwyvar und noch einige andere Krieger als Geiseln nehmen.

 

Schließlich kehrt Artus mit seinem Heer zurück (ob er Erfolg in Rom hat, oder ob er überhaupt so weit gekommen ist, bleibt offen).

 

Es kommt wieder einmal zur Schlacht, diesmal im ehemaligen Camboglana (Camlan) und obwohl Medrauts Streitmacht riesig ist, kann Artus ihn besiegen, allerdings verliert er dabei wichtige Krieger und Freunde, wie Bors, Kei, Llenlleawg, Gwalcmai und Gwalchavad. Medraut wird getötet, Artus überlebt zunächst, hat aber eine schwärende Wunde am Hals, die sich schlimm entzündet und ihn schließlich niederstreckt.

 

Merlin beschließt ihn zur Heilung auf die Insel Avallon zu bringen (was nun nicht mehr die Glasinsel ist, sondern ein Eiland im westlichen Meer, wohin der Fischerkönig und die Dame vom See umgezogen sind), und befiehlt den anderen zu warten. In drei Tage wolle er zurück sein. Bedwyr soll derweil Gwenhwyvar beschützen.

 

Doch als Merlin nicht zurück kehrt, machen sich Bedwyr, Gwenhwyvar und Aneirin auf den Weg zur Insel. Obwohl sie schon da gewesen sind, können sie Avallachs Palast nicht mehr wiederfinden. Er scheint sich zusammen mit dem Feenvolk, inklusive Artus und Merlin in Luft aufgelöst zu haben. 

 

 

 

Meine Meinung:

 

Auch dieser dritte Band ist wortgewaltig, ausdrucksstark und spannend geschrieben - aber dennoch gibt es einige Schwachpunkte, wie z.B. die Geschichte um Morgian, die eigentlich immer nur am Rande kurz erwähnt wird und man nie erfährt, was sie eigentlich will und warum sie so bösartig ist, wie sie ist. Zudem scheint sie einerseits große magische Kräfte zu besitzen, zumindest kann sie Merlin stets gefährlich werden, und andererseits gelingt es dann dem einfachen Krieger Gwalcmai, sie gefangen zu nehmen und zu töten. Die Kämpfe zwischen Merlin und Morgian, angereichert mit Magie, sind irgendwie überflüssig, zu unrealistisch und passen nicht in den Rest der Geschichte, die eigentlich ansonsten sehr realistisch klingt. Es klingt fast, als wolle der Autor sie mit 'Biegen und Brechen' hier einbauen, weil sie irgendwie immer Bestandteil ist, was aber nicht hätte sein müssen. 

 

Dafür werden andere, spannende Details weggelassen wie z.B. Gwenhwyvars Geschichte. Hier ist sie durchgehend die treu liebende Gattin, einerseits Kriegerin, anderseits ganz Königin, bleibt aber doch blass, da sie kaum erwähnt wird, und auch nicht in die Rolle einer Irin passt. (Man kennt sie halt anders und kann hier schwer umdenken).

 

Artus' aktive Zeit, die Zeit der Schlachten ist hier wirklich spannend und interessant beschrieben. Nicht zu ausufernd, oder zu detailliert, sondern genau so, wie man es sich vorstellt. Ein kluger Feldherr, der oft mehr durch List, als durch Magie oder Haudraufstärke siegt. Nah am Kitsch schrammt dann aber leider wieder die Kaiserkrönung vorbei, das ist dann doch zuviel des Guten, und schließlich der fast naive Aufbruch um Rom zu helfen, das Britannien einst so schmählich im Stich ließ. Da versteht man in anderen Geschichten einen wutentbrannten, eifersüchtigen König Artus schon eher, der aufbricht, um seine Gattin aus den Armen des Geliebten zurückzuholen und dabei alle anderen Pflichten vergißt.

 

Doch von einer Liebesgeschichte gibt es hier keine Spur und Gwenhwyvars Treue und angeblich ungetrübte Liebe zu ihrem Königsgatten bleibt trotzdem irgendwie blass und unglaubwürdig. Man wartet die ganze Zeit darauf wer denn nun hier der Übeltäter ist (wieder Bedwyr oder gar Llenlleawg (dessen unaussprechlicher Name ein wenig wie Lancelot klingt)? Doch davon will der Autor hier wohl nichts wissen und schreiben, und so baut er die Geschichte einfach um, und mehrere Ereignisse steckt er gleich in ein Einziges, wie z.B. Gwenhwyvars Entführung, das Übersetzen von Artus Heer aufs Festland und schließlich schon das Ende - mit Artus und Merlins Verschwinden - unerwartet abrupt - schade! Dabei gibt es doch noch einen vierten Band, der dann wohl auf Rückblicke beruht und vielleicht Geschichten enthält, die hier nicht erzählt wurden.

 

Außerdem fällt auf, dass viele Orte, die sich sonst im mittleren Westen Britanniens befanden, nun plötzlich im Norden, hinter dem Hadrianswall wiederfinden. Eigentlich herrschten im gefährlichen Norden ja die Pikten, und Artus war stets ein 'Südlicher König'. Aber nun gut, das gehört dann wieder ins Reich der Phantasie des jeweiligen Autors. Seltsam auch der plötzliche Umzug des Fischerkönigs Avallach und der Dame vom See. Da hielt man die ganze Zeit jene 'Glasinsel' für Avallon und da ziehen sie im dritten Band plötzlich auf eine Insel im Meer um, die dann Avallon heißt.

 

Möglich, dass es sich der Autor hier anders überlegt hat, als noch im ersten Band geplant, so dass einige Ereignisse etwas überstürzt und unausgereift wirken.

 

Ein kleines Krönchen wird am Ende aber doch noch obendrauf gesetzt, denn der letzte 'Erzähler' Aneirin, enttarnt sich als 'Gildas' und Artusfans wissen ja, dass der Mönch Gildas die älteste Chronik über einen eventuellen Arthur verfasste, da er ungefähr in dessen Zeit lebte und auf dessen fragmentarischen Schriften beruht fast die gesamte Artuslegende.