Wicked 

Die Hexen von OZ

Vorpremiere - Sonntag den 07. März 2010 - 19.00 Uhr

 Metronom Theater Oberhausen

Wicked - Plakat am Metronom Theater
Wicked - Plakat am Metronom Theater
Wicked - Plakat am Metronom Theater
Wicked - Plakat am Metronom Theater
Besetzungsliste des Metronom Theaters von mir mit Hexencollagen ergänzt
Besetzungsliste des Metronom Theaters von mir mit Hexencollagen ergänzt

Plakate vor dem Haupteingang des Metronom Theaters

 

Mein Bericht:

 

Wicked

 

Zur Story: 

 

Elphaba (die spätere 'böse' Hexe im Lande OZ), wird mit grüner Haut geboren und leidet ihr Leben lang sehr darunter. Später besucht sie eine Internatsschule und lernt dort die verwöhnte Glinda kennen. Obwohl beide Mädchen grundverschieden sind, freunden sie sich an, werden aber später wieder zu Feindinnen, als sie sich in denselben Mann'Fiyero' verlieben.

Ansonsten ist Elphaba gar nicht so böse, wie sie immer dargestellt wird, sondern hat vor allem Mitleid mit den Schwachen und Hilflosen. Für die sogenannten 'Thiere' sprechende Tiere, die sich ansonsten wie Menschen verhalten und vom bösen Zauberer von Oz, ausgerottet werden sollen, setzt sie sich besonders ein; Elphaba macht sich zusammen mit Glinda auf den Weg in die Smaragdstadt, um den Zauberer von Oz aufzusuchen und ihn zu überreden, den 'Thieren' ihre Rechte wiederzugeben.

Dabei gerät ein sehr altes und wertvolles Zauberbuch, dass seinem Besitzer Macht verleiht, in ihren Besitz, Elphaba kann nicht widerstehen und verschwindet mit dem Buch an einen geheimen Ort. Nach und nach verwandelt sie sich nun in eine Hexe, sogar der fliegende Besen (der an Harry Potters Nimbus 2000 erinnert *g*) fehlt nicht.

 

Bühnenbild - Landkarte von Oz
Bühnenbild - Landkarte von Oz
Feuerspeiender Drache über der Bühne
Feuerspeiender Drache über der Bühne

Nur fünf Wochen nachdem wir hier zum letzten Mal die Vampire haben tanzen sehen, begaben wir uns ins Reich der Hexen, die nun nach Auszug des Grafen, das Schloss bwohnen.

 

Das war schon ein seltsames Gefühl, jetzt eine völlig andere Bühnendekoration vorzufinden - ein übergroßes Zahnradgewirr, gekrönt von einem Metalldrachen über der Bühne. Das sollte dann wohl die 'Drachenuhr' sein, die in dem Musical ja eine Rolle spielt. Das Musical selbst kannte ich vorher noch nicht, ich hatte aber das Buch dazu gelesen und die Musik auf CD gehört.

Die Bühne selbst war mit einer riesigen, aber schön gestalteten Landkarte vom Land OZ verhängt. In der Mitte die 'Smaragdstadt', die grün glitzerte.

Bühnendeko - Zahnradmaschinerie oder Drachenzeituhr...
Bühnendeko - Zahnradmaschinerie oder Drachenzeituhr...

Die Geschichte wird hier im Rückblick gezeigt; Glinda erzählt ihren Freunden nach Elphabas' Tod von deren Leben und Abenteuer...und es beginnt mit Elphabas Geburt.

Nun geht es so richtig schön kunterbunt, (natürlich herrscht die Farbe Grün vor ;-)) auf der Bühne los. Die Kostüme und Requisiten sind eine Augenweide, sehr aufwändig und opulent gestaltet. Witzig ist es teilweise auch ;-), allerdings wird auch viel gesprochen, für meinen Geschmack etwas zu viel.

 

Das Buch ist hier aber perfekt in ein Musical umgesetzt worden und wenn man es nicht kennt, wundert man sich vielleicht doch über das ein oder andere, z.B. das fliegende Haus, das schließlich auf Nessarose, Elphabas Schwester herabstürzt und diese erschlägt... Aber dafür ist es ja auch eine Fantasy-Geschichte.

 

Mit der Musik konnte ich mich noch nicht wirklich anfreunden, irgendwie will da nichts im Ohr bleiben, oder ist es mir nicht tiefgehend genug? Ich weiß es nicht, ich kann nur sagen, dass mich Musik und Gesang nicht wirklich mitrissen. Ausnahmen gab es natürlich, wie etwa 'Frei und schwerelos'. Vielleicht sollte ich mir die CD noch ein paarmal anhören, oder meine Meinung ändert sich, wenn ich mir das Stück nocheinmal ansehen sollte.

 

Willemijn Verkaik war als grüne Hexe Elphaba einfach klasse!! Die Rolle passt sehr gut zu ihr und auch stimmlich hat sie mir sehr gut gefallen. Toll war das Finale vor der Pause, wie sie Lichtumstrahlt in die Höhe schwebt und 'Frei und schwerelos' singt. Aber auch ihre langsame Verwandlung der schüchternen Außenseiterin in eine Hexe ist interessant anzusehen. 

Auch Joana Fee Würz, die ja ebenfalls eine ziemlich schwere Rolle als'Glinda' zu meistern hat, machte dies meisterhaft. Sie war witzig, süß und einfach perfekt! Auch wenn ihre Stimme im Normalfall vielleicht nicht wirklich mein Fall wäre, so passte es hier durchaus sehr gut.

Zu Fiyero, Mathias Edenborn kann ich gar nicht so viel sagen, irgendwie blieb er ein bisschen blass, auch stimmlich ist da bei mir nichts hängen geblieben...kurz, mir fehlte diesmal dieses 'WOW-Gefühl' das man manchmal hat, wenn man etwas, oder jemanden zum ersten Mal sieht oder hört.

 

Was aber nicht heißen soll, dass er mir nicht gefiel, er fiel mir nur nicht wirklich auf.

Alle anderen waren aber auch sehr gut. Pannen sind mir nicht aufgefallen, weil es wohl keine gab. Es war eine perfekte Show für die sich auf jeden Fall ein Besuch lohnt. Auch wenn mich hier diesmal nicht gleich das (grüne) Fieber gepackt hat (und wohl auch nicht packen wird) so mag es anderen womöglich ganz anders ergehen und das wünsche ich diesem Musical und seinen sympathischen Darstellern auf jeden Fall!! :-) Kann gut sein, dass ich mich nocheinmal auf meinen eigenen Besen schwinge und nach Oberhausen geflogen komme um es mir im Laufe des Jahres noch einmal anzusehen...;-)

 

Der Eingang zum 'ehemaligen Grafenschloss...' ;-)
Der Eingang zum 'ehemaligen Grafenschloss...' ;-)
Metronom Theater Oberhausen
Metronom Theater Oberhausen
Conny hat noch einen Drachen aus der Londoner Vorführung beigesteuert -Lieben Dank an Dich, Conny :-)
Conny hat noch einen Drachen aus der Londoner Vorführung beigesteuert -Lieben Dank an Dich, Conny :-)