Jesus Christ Superstar

Sonntag, 13. April 2008, 19.00 Uhr

Aalto Theater Essen

Rockoper  von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice 

 

 

Schlussapplaus
Schlussapplaus

 

Darsteller: (Hauptrollen)

 

Jesus von Nazareth:  
Judas Iskarioth:
Maria Magdalena:
Pontius Pilatus:
Herodes:
Kaiphas:
Annas:
Simon:
Petrus: 
Henrik Wager
Serkan Kaya
Valerie Scott
Rainer Maria Röhr
Rüdiger Frank
Michael Haag
Michael Bergmann
Jeremy Cummins
Japheth Myers
    

Opern- und Kinderchor des Aalto-Theaters


United Rock-Orchestra

 

 

Anfangsszene
Anfangsszene

 

Diesmal etwas weiter weg: Jesus und Judas im Zwiegespräch

                        (Wie gut dass Annette ihr Fernglas mithatte ;-))

 

 

Mein Bericht:

 

Zum zweiten Mal besuchte ich die Rockoper JCS im Aalto Theater Essen, da es mir beim ersten Mal so gut gefiel. Diesmal das ganze aus einer anderen Perspektive - im November 2007 aus der ersten Reihe, fast hautnah dabei und diesmal aus dem 2. Rang, mit gutem Blick auf die elektronische Texttafel und die ganze Bühne. 

Das war dann doch ein großer Unterschied, die Show selbst aber war wie zuvor wieder Spitzenklasse. Da man sie jetzt schon kannte, fielen einem Sachen auf, die man vorher nicht so unbedingt wahrnahm, vielleicht lag es auch an dem besseren Überblick vom 2. Rang aus, während man in der ersten Reihe ja dagegen das Gefühl hatte mittendrin zu sein.

 

 


 

Zu den Darstellern:

Serkan Kaya (Judas) und Henrik Wager (Jesus) waren wieder einmal mehr grandios, sehr emotional und agil und natürlich stimmgewaltig. 

Valerie Scott (Maria Magdalena) mit starker Ausstrahlung, 'gospelte' für manchen Geschmack vielleicht doch zu sehr und hin und wieder hatte ihre Stimme auch einen sehr tiefen, rauchigen Akzent, was man bei der Rolle der Maria Magdalena vielleicht nicht so erwartet, aber das war jetzt nicht schlechter, als ein z.B. höherer Sopran, einfach nur anders. Zu einer 'Prostituierten' paßt es in gewissem Sinne ja auch, es hat etwas Anrüchiges...

Rainer Maria Röhr (Pilatus) kennen wir ja schon aus 'Die Zauberflöte' als einer der Geharnischten, wo er mich ja schon sehr mit einem schönen hohen Tenor überraschte, das war hier auch nicht anders.

Michael Haag (Kaiphas) hat wirklich einen unglaublichen Bass, das fiel mir letztes Mal auch gar nicht so auf und

Rüdiger Frank war als Herodes wieder der Publikumsliebling, man hörte es am Applaus ;-)

Aber auch alle anderen Darsteller, ganz gleich in welcher Rolle waren alle wirklich wieder Klasse.

Die Musik (das Orchester) klang im 2. Rang nicht ganz so laut, wie damals in der 1. Reihe, war aber dennoch laut genug. Bei manchen leise gesungenen Parts übertönte sie die Stimmen der Sänger wie mir schien, manchmal ein wenig, doch gestört hat es eigentlich nicht.

 

 

 

Zur Inszenierung:

War wieder genauso genial wie das letzte Mal, es kam mir sogar noch intensiver vor, wahrscheinlich, weil ich das Stück und die Musik nun kannte und mich besser auf die Handlung konzentrieren konnte...

Das Ende blieb mir allerdings wieder ein bisschen unklar; Judas erscheint (obwohl bereits tot) im Glitzeranzug auf der Bühne und reicht Jesus auch einen. Dann wird Jesus als 'Superstar' gefeiert zum gleichnamigen Song in dem ja hinterfragt wird, wer er eigentlich sei, ob er wußte dass sein Tod ein Hit wird, was er geopfert hat und wie es wäre, lebte und agierte er heute...während im Hintergrund ein 'traditioneller' Jesus gekreuzigt wird...dann lesen die beiden den Rest der Geschichte aus der Bibel vor...Alles nur symbolisch? Dieser Jesus agiert ja heute und da sind Kreuzigungen out...!

 

Am 12. Mai 2008 wird Jesus Christ Superstar zum vorerst letzten Mal im Aalto-Theater aufgeführt. 

Ab Herbst '08 sieht man Serkan Kaya und Henrik Wager im Musical 'Chess', ebenfalls im Aalto. :-) Darauf freue ich mich auch schon...